Gemeinsamer Auftritt: Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld und Frauke Petry

(Bild: Buergerrecht Direkte Demokratie; IMG_8388; CC BY-ND 2.0; siehe Link)
Vera Lengsfeld (Bild: Buergerrecht Direkte Demokratie; IMG_8388; CC BY-ND 2.0; siehe Link)

Sachsen / Pirna – Vera Lengsfeld, DDR-Bürgerrechtlerin und ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete, tritt nächste Woche in Pirna in einem Bürgerforum an der Seite von AfD-Parteichefin Frauke Petry auf.

Am Donnerstag teilte der AfD-Landesverband in Sachsen mit, dass Vera Lengsfeld in der kommenden Woche an der Seite von AfD-Chefin Frauke Petry in Pirna im Rahmen eines Bürgerformus auf Einladung des AfD-Kreisverbandes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, wo Petry als Direktkandidatin antritt, teilnehmen werde. Dort ist ein „offener Dialog“ zwischen Petry und Lengsfeld zu aktuellen gesellschaftlichen Themen und politischen Fragen geplant, so die Bestätigung des Termins von Seiten der AfD-Pressestelle gegenüber JouWatch.

Lengsfeld verteidigte in der Vergangenheit AfD

Das Nachrichtenmagazin n-tv thematisiert in diesem Zusammenhang die CDU-Mitgliedschaft der Preisträgerin des Aachener Friedenspreises Lengsfeld und teilt mit, das sowohl von der Berliner CDU als auch bei der Bundes-CDU bisher keine Stellungnahme zu erhalten gewesen sei.

Lengsfeld hatte unter anderem Mitte Mai die „Hexenjad auf die AfD“ in einem Artikel auf ihrer Internetseite kritisiert und aufgezeigt, dass mittlerweile eine regelrechte „Menschenjagd“ veranstaltet werde und sogenannte Qualitätsjournalisten hierbei noch „Öl ins Feuer“ gießen würden.

Lengsfeld weiß, wie Diktaturen funktionieren

Vera Lengsfeld weiß indes, wie Diktaturen funktionieren. Als DDR-Bürgerrechtlerin hatte sie am eigene Leib erlebt, wie repressiv ein Staat seine Bürger behandeln kann und Menschen mit anderer Meinung bedrohen oder existentiell vernichtet. Vera Lengsfeld wurde 1988 unfreiwillig im Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen Mandantin des dort zugelassenen damaligen SED-Anwalts Gysi, der sich aktiv und ohne von Lengsfeld ermächtigt worden zu sein, während ihrer Inhaftierung im Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen an ihrer Abschiebung in den Westen beteiligt haben soll.

2013 wurde Lengsfeld einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, als die Bürgerrechtlerin Gregor Gysi (Die Linke) anzeigte und Klarheit über seine tatsächliche, damalige Rolle verlangte. Gysi hatte mutmaßlich Falschaussage bezüglich seiner Kontakte zur Staatssicherheit verbreitet.

Lengsfeld war nach der Wende politisch für die Grünen im Bundestag tätig, wechselte jedoch 1996 zur CDU. Seitdem betätigt sie sich als freischaffende Autorin. 2012 wurde sie zur Landesvorsitzenden der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) Berlin-Brandenburg gewählt. (BS)

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