Helau! Der CDU-Büttenredner ist jetzt am „Bau“

Foto: JouWatch
Ein Schwafler vor dem Herrn! Armin Laschet (Foto: JouWatch)

Er ist wieder da! Und er macht genau da weiter, wo er in den letzten Reichskammer-Talkshows aufgehört hat. Mit Schalk in den Äuglein, energisch gespitztem Mündchen. Und er haute auch gleich wieder mit dem Fäustchen und voller Wucht in das rosa Wölkchen: Wer Kinder mißbraucht wird bei uns abgeschoben!  Wie viel hat der neue CDU – Ministerpräsident Armin Laschet  nicht gesagt. Dabei war’s sogar  eine „Sammelabschiebung“, was sich wie „Massenabschiebung“ lesen sollte: Acht Verbrecher! 8!! Kindesmissbrauch, Vergewaltigung – das übliche. Ab nach Afghanistan… 180 Demonstranten- die üblichen Verdächtigen.

Von Peter Bartels

Es war eine Regierungserklärung der besonderen Art. Als der neue NRW-Ministerpräsident nach einer geschlagenen Stunde in seiner neuen „Amts-Baustelle“, dem Landtag in Düsseldorf, endlich zum “Thema” Inneren Sicherheit kam, muß irgendjemand von der SPD offenbar gerade aus dem Koma erwacht worden sein. Jedenfalls maulte er im Plenum rum. Da wurde Büttenredner Laschet aber böse: ”Ich habe den Eindruck … den Eindruck … den Eindruck … Ich habe den … Eindruck … (das einsame SPD-Maulen schwoll zum SPD-Bocksgeheul!) … dass Sie ihr Versagen Ihrem Innenminister Jäger zuschieben wollen!”

Keuch! Schnapp! Sauerstoff, bitte!! Auf SPD-Jäger wäre keiner gekommen. Im Düsseldorfer Plenum nicht. Daheim an den PHOENIX-Mattscheiben auch nicht. Und ausgerechnet Laschet, der nach den 1600 Sex-Verbrechen an Frauen in der Kölner Silvesternacht die “Schutzsuchenden“ noch in Schutz nahm, als es sogar dem ZDF-Terror-Deppen längst peinlich war, plusterte sich jetzt am “Redepult” (neuer Gender-Sprech-Ukas in Elmshorn) zum Rächer der Witwen und Waisen auf. Der verantwortliche Ex-Innenminister Jäger dürfte noch roter geworden sein, als seine rote SPD erlaubt.

Lasch latschte Laschet dann das CDU-Regierungsprogramm runter: Innovation, Digitalisierung, Globalisierung… die letzten drei Kernkraftwerke müssen weg, Kohle (wieder) her … Automotoren? „Kontinuität!“  Maß und Mitte halt, wie der Herr Prof. Emmanuel Richter, Politikwissenschaftler aus Aachen, hinterher Laschets „Abwiegeln der schnellen Innovation“ nannte. Professoren können auch Diplomatisch…

Jedenfalls  versprach der Herr NeuMiPrä auch bessere Straßen … mehr Geld für Pflege und Gesundheit … mehr Polizei, sogar ohne Abi. Ouuups? Gehässige ätzen, das Abi in NRW habe in jedem Fall Real-Reife… Gut, Laschet, her mit den kessen Polizistinnen … Aber … gleicher Lohn für alle … Und weg von der Anwesenheitskultur im Job…Polizei auch? Nein, nich?!

Uuund der Herr CDU-Ministerpräsident will mehr Vielfalt bei der sexuellen Orientierung:

Schwule, Lesben, Gender, beherrschen doch schon fast alles? Wer oder was noch? Ach sooo, da sind ja noch die Heteros, die Normalos, Du und Ich; irgendeine Spezies muß ja die 170 Milliarden Euro NRW-Schulden abstottern …

Und die Kultur will Laschet -endlich- aus dem Schatten holen. Absurd sei es, über zwei, drei Cent Rundfunkgebühr zu streiten, wo doch der NWDR schon 1947 ein Rundfunksinfonie-Orchester gegründet hat, das 1951 sogar von Igor Strawinsky dirigiert wurde! Überhaupt, die ganze Welt kenne Beethoven, singe seine Europa-Hymne, aber keiner verbinde das mit Bonn!!

Klar: Bei 8,3 Milliarden Euro jährlich für ARD und ZDF, sind 2 Cents Peanuts.

Klar: Bei 17,50 Euro Zwangsgebühren monatlich fallen sogar 3 Cents nicht auf.

Nur: Die nächste Erhöhung wird nicht 3 Cents, sondern 50 Mal soviel kosten 150 Cents =1,50 Euro!

Und: Jeder muß blechen, mit oder ohne TV. Manchmal sogar Blinde. Weil sie ja Radio hören können.

Beethoven und die Europa-Hymne? Wetten, dass der taube Titan die 9.Symphonie nie für Brüssel geschrieben hätte?  Bonn? Ja, da wurde er 1770 geboren, aber wetten, dass Beethoven weder am Bonner Rathaus noch im einstigen Diplomatenviertel  Bad Godesberg (heute Allahbad) länger als zehn Minuten bliebe?! Nicht mal für Geld. Und er kannte sich aus mit Zahlemann & Söhne…

Ziemlich gegen Ende seiner Rede kam der neue deutsche Diäten-Spitzenreiter der Länder (16.502,21 Euro Monat-Gehalt) dann noch auf die Spitzen-Sorgen der Menschen. Sie hatten im Wahlkampf an Wolfgang Bosbach geglaubt. Viele wählten die CDU ja nur, weil sie glaubten, Bosbach … Sie ahnten nicht, dass er nur das trojanischen CDU-Pferd für Büttenredner Laschet war. Nun also Laschet und die Migration: Wir machen ein Ausländerrecht, Flüchtlinge, Asyl,  eine Einwanderungspolitik – alles aus einem Guss!

Wenn Politiker so anfangen, weiß der Bürger: Sankt Nimmerlein in Nimmerland! Zumal, so Laschet, Integration ja mit der Sprache beginnt! Und das kann dauern. Jedenfalls in den NoGo-Areas von Duisburg, Essen, Dortmund. Aber unser Mann in der CDU-Bütt hat ein schönes Beispiel für Integration, wie er sie meint (Trommelwirbel…Eine Rakete …): Da ist ein türkischer Gastarbeiter, der war Bergmann, heute ist er in der Regierung; das ist der Weg.“

AfD-Vize Alexander Gauland, den Laschet kurz vorher „unsäglich“ nannte, ist da offenbar etwas weiter: „Sein“ Bergmann heißt Guido Reil, kommt aus Essen, war SPD-Ratsherr, SPD-Gewerkschafter und 26 Jahre SPD-Genosse. Das Beste kommt zum Schluß,  lieber Laschet, stellen Sie sich vor: Er ist Bio-Deutscher! Helau!!

 

 

 

 

 

 

 

 

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