Das jämmerliche Versagen der Claudia Dantschke

Foto: Autorin
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„Deutschlands bekannteste Extremismusexpertin“, die Journalistin und Autorin Claudia Dantschke, betreibt seit 2012 zusammen mit dem Islam-Experten Ahmad Mansour und weiteren Mitarbeitern eine Beratungsstelle für Eltern und Lehrer mit Namen Hayat (Türkisch: Leben‘), die ihren Sitz in Bonn hat und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit Steuermitteln in Höhe von mehr als 900.000 Euro gefördert wird.

Dantschke arbeitet in dem Büro Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg und berät dort als Expertin und Seelsorgerin radikalisierte Jugendliche und ihre Eltern. Sie schwärmt für den ägyptischen Islamwissenschaftler und „Aktivisten“, den palästinensischen Imam Abu Adam, der sich als „Deradikalisierer“ insziniert und sich ausdrücklich von Al Kaida und dem IS distanziert, wie das alle Korangläubigen tun und dann nicht wenige nach Hypnotisierung in den Dschihad ziehen, wenn sie Lust dazu haben und sich eignen.

Deshalb sollte der Imam Frau Dantschke bei der Entzauberung radikalisierter Jugendlicher helfen. Die Erkenntnisse des bayerischen Verfassungsschutzes, der Abu Adam jahrelang beobachtete und vor ihm warnte, schlug Dantschke einfach in den Wind und beharrte starrsinnig darauf, dass Adam bestens qualifiziert als Deradikalisierer sei. Das ist vielleicht eine Blamage für Dantschke und ihre großartige „Beratungsstelle“!

Von Verena B.

Fakt“ berichtete am 12. September:

Hintergrund von Abu Adam

Im spanischen Alicante wurde der Imam, der sich als „Deradikalisierer“ inszenierte und eine ebenso prominente wie undurchsichtige Berliner Vorgeschichte hat, seinerzeit festgenommen. Es handelt sich um Hasham S., der sich Abu Adam nennt. In München stand er einst wegen Prügel-Vorwürfen vor Gericht.

Er gab sich als Verfechter eines friedlichen Islams aus, der sich für die Deradikalisierung von Jugendlichen einsetzte. Schon damals gab es Zweifel an dieser Version. Dann wurde er festgenommen. Wie mehrere spanische Zeitungen berichten, wurde ihm vorgeworfen, dschihadistische Kämpfer beherbergt und Propaganda-Material der Terrormiliz Islamischer Staat verbreitet zu haben. Wie das spanische Portal „Información“ berichtet, wurde ihm auch vorgeworfen, dem IS anzugehören. Dem spanischen Innenminister zufolge steht er im Verdacht, Dschihadisten aus dem Irak und Syrien aufgenommen und unterstützt zu haben. Er soll ihnen Geld und Dokumente beschafft haben.

Vier Frauen und 16 Kinder

Adam lebte mit vier Frauen und 15 seiner 16 Kinder in Alicante, wo er Ende April festgenommen wurde. Fotos zeigen, wie der 46-Jährige im weißen Gewand und mit einer Decke über dem Kopf aus dem Haus geführt wird. Laut „Alicante Today“ wurde die Wohnung im Anschluss zehn Stunden lang durchsucht.

Die Geschichte des 46-Jährigen ist voller offener Fragen. Der staatenlose Palästinenser wuchs in Ägypten auf und studierte Islamisches Recht und Koranwissenschaften. Nach Stationen in vielen Ländern kam er schließlich nach Deutschland, wo er sowohl in Leipzig als auch in München als Prediger wirkte.

Angebliches „Deradikalisierungskonzept“

Der Mann mit auffälliger Ähnlichkeit zu Terrorführer Osama bin Laden distanzierte sich öffentlich von Al Kaida und dem Islamischen Staat. Die „Zeit“ berichtete 2015 ausführlich über seinen Versuch, einen jungen Muslim zu deradikalisieren, der in den Dschihad ziehen wollte. Der Imam pries in dem Artikel sein eigenes Deradikalisierungskonzept. In dem Artikel ist aber auch von der Einschätzung einer Verfassungsschutzbehörde die Rede, die den Imam als Salafisten einordnet, der einen Gottesstaat wolle und Videos mit extremistischen Inhalten gepostet habe. Seine Distanzierung sei deshalb zu hinterfragen, so die Einschätzung von Verfassungsschützern.

Wegen Prügel-Vorwürfen vor Gericht

In den Fokus einer breiten Öffentlichkeit rückte Abu Adam wegen einer anderen Geschichte: Er kam in 80 Tage in Untersuchungshaft in München-Stadelheim, weil eine seiner Frauen ihm vorwarf, sie verprügelt zu haben. Während er im Gefängnis saß, kamen zwei seine Kinder zur Welt, wie die „Süddeutsche Zeitung“ damals berichtete, geboren von seiner Erst- und Zweitfrau.

Er sollte seine Drittfrau über Jahre misshandelt und ihr die Knochen gebrochen hatte, was ihm im Boulevard die Spitznamen „Prügel-Imam“ und „Knochenbrecher“ einbrachte. Die Frau hatte ihn angezeigt, dann aber doch ihre Vorwürfe zurückgenommen, indem sie angab, krankheitsbedingt häufig gestürzt zu sein. Mit diesen Anschuldigungen habe sie der Ehe entkommen und das Sorgerecht für die Kinder bekommen wollen. Das Gericht glaubte dieser Version, der Imam kam 2011 frei und die Gläubigen der Daru-Quran-Moschee in der Münchner Ruppertstraße waren erleichtert.

Danach ging er mit seiner Familie offenbar nach Leipzig, wo er laut „Zeit“ als Imam und Prediger des Religionsministeriums von Kuwait wirkte. Er soll weltweit Vorträge gehalten und Imame ausgebildet haben. Der Artikel erwähnt auch ein Haus an der Costa Blanca in der spanischen Provinz Alicante, das Abu Adam gemietet habe.

Laut „Alicante Today“ nahm er eine führende Position in der islamischen Gemeinde der Provinz ein. Nutzte er diese, um IS-Kämpfer zu verstecken und den IS-Terror im Irak und Syrien zu unterstützen? Sollte sich der Verdacht bestätigen, so stünde auch Abu Adams Wirken in Deutschland als angeblicher Deradikalisierer in einem ganz anderen Licht da. Er wurde in ein Gefängnis in die spanische Hauptstadt Madrid gebracht, die Ermittlungen liefen, der Verdacht erhärtete sich.

Hintergrund von Claudia Dantschke

Dantschke zeichnete sich bei ihren Vorträgen über „islamistischen“ Terrorismus (der selbstverständlich nichts mit dem ISlam zu tun hat), auch dadurch aus, dass sie als gekaufte „Journalistin“ systemkonforme Hetze gegen diejenigen betrieb, die schon seit vielen Jahren auf die Gefahren des radikalen Islams hingewiesen hatten. Diese Hetze galt seinerzeit der islamkritischen Partei PRO NRW, die durch das mutige Zeigen der Mohammed-Karikatur am 5. Mai 2012 vor der Godesberger König-Fahd-Akademie mit dem grauenvollen Blutbad und bürgerkriegsähnlichen Zuständen, herbeigeführt durch führende Funktionäre des Salafismus und des Wahabismus, erstmals den Begriff „Salafismus“ in die breite Öffentlichkeit brachte. Im Anschluss an diesen furchtbaren Vorfall in Bonn, der weltweit Aufsehen erregte und in den islamischen Ländern zu Übergriffen und für die PRO-Funktionäre zu Todes-Fatwas aus Pakistan führte, wurden im ganzen Bundesgebiet plötzlich Vorträge zum Thema „Salafismus“ (der nichts mit dem ISlam zu tun hat) gehalten, so auch im Bonner Stadthaus und am 4. Mai 2015 im Haus der Deutschen Welle in Bad Godesberg, bei denen ich anwesend war und mit der Kettenraucherin auf dem Balkon rauchte, plauderte und ihr Pax-Flyer und meine PI-Visitenkarte überreichte.

Und jetzt?

Eigentlich müsste Frau Dantschke ja jetzt wegen Unfähigkeit gefeuert werden, aber das wird nicht geschehen, da der Kampf gegen Rechts intensiviert werden muss, und dazu kann auch Claudia das ihre beitragen.

Wandere aus, solange es noch geht!
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