Terror-Imam mit Steuergeld für Deradikalisierung eingesetzt

Prügel-Imam Abu Adam 2010 im Geretsrieder Gymnasium (Bild: JouWatch)

Die spanische Polizei hatte Mitte Mai den als „Prügel-Imam“ bekannt gewordenen ägyptisch-stämmigen Imam Abu Adam festgenommen. Die Behörden werfen ihm vor, Mitglied und Unterstützer der Terrorgruppe IS zu sein. Abu Adam wurde in Deutschland von der Beratungsstelle Hayat zur De-Radikalisierung von Jugendlichen eingesetzt, die sich dem IS anschließen wollten. Das Beratungszentrum wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit jährlich 900.000 Euro an Steuermitteln unterstützt.

Für die „Zeit“ war Hesham Shashaa alias Abu Adam „…eine schillernde Figur“, die New York Times pries ihn in einem großen Portrait als Kämpfer gegen den radikalen Islam. Auch an staatlichen Schulen war Abu Adam ein gern gesehener Gast.

Prügel-Iman gern gesehener Gast an staatlichem Gymnasium

2010 fand unter der Verantwortung des Schulleiters Dr. Hermann Deger am bayerischen Geretsrieder Gymnasium eine Veranstaltung zum Thema Islam statt. Geladen waren die damalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), Dr. Rainer Oechslen, Beauftragter für interreligiösen Dialog und Islamfragen sowie der Dr. Andreas Renz, Fachreferent im Referat Ökumene und Interreligiöser Dialog des Erzbischöflichen Ordinariats München und Lehrbeauftragter an der Ludwigs-Maximilians-Universität München.

Dem ägyptisch-stämmigen Imam Abu Adam wurde, trotz vorher kommunizierter Bedenken, ein Podium an dem staatlichen Gymnasium geboten. So nahm Frau Leutheusser-Schnarrenberger beim benannten Termin an einem muslimischen Gebet, geleitet von Abu Adam, in einem als Gebetsraum hergerichteten Klassenzimmer teil.

Ex-Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) im als muslimischer Gebetsraum hergerichtetes Klassenzimmer am Geretsrieder Gymnasium 2010

Kurze Zeit später wurde Hesham Shashaa, Alias Abu Adam, aktuell Vater von 14 Kinder und Ehemann von vier Frauen, von einer seiner Frauen angezeigt, weil er diese massiv misshandelt haben soll. Im Polizeireport hieß es damals:

„Telefonisch hat die 31-jährige Ehefrau des Imam einer Münchner Moschee um Hilfe gerufen: Ihr Mann, Scheich Abu Adam, schlage sie. Die Polizei befreite die Frau aus der Wohnung des 40-jährigen Mannes und ließ sie ins Krankenhaus bringen. Dort wurden laut Polizei mehrere Knochenbrüche diagnostiziert. Die 31-Jährige sei eine von drei Ehefrauen des gebürtigen Ägypters und Mutter von zwei seiner zehn Kinder. Die Frau steht nach Polizeiangaben inzwischen unter Polizeischutz. Gegen ihren Mann wurde Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung erlassen“. Die Frau zog jedoch zeitnah ihre Anzeige zurück.

900.000 Euro Steuergeld für Beratungsstelle, in der Abu Adams De-Radikalisierungsmaßnahmen leitet

Mitte Mai diesen Jahres wurde Abu Adam im spanischen Alicante unter Terrorverdacht verhaftet, so JouWatch über jenen Vorzeigeimam, der in Deutschland von der Beratungsstelle Hayat zur Deradikalisierung von Jugendlichen eingesetzt wurde. Das Beratungszentrum, für das Abu Adam tätig war, wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit jährlich 900.000 Euro aus Steuermitteln unterstützt.

Wie der MDR berichtet, sehe die Organisation „Hayat“- türkisch für „Leben“-  das Wirken von Abu Adam, der 2014 von Deutschland nach Spanien übersiedelte, positiv. Ihn qualifiziere unter anderem, dass er „weiß, wie Radikalisierung bei Jugendlichen funktioniert“, so die „Hayat“-Leiterin Claudia Dantschke gegenüber dem ARD-Magazin FAKT. Claudia Dantschke, die von 1986 bis 1990 als Fremdsprachenredakteurin in der arabischen Redaktion der DDR-Nachrichtenagentur ADN als freie Journalistin tätigt war, fand auch nach dem Verhaftung des Imams keine kritischen Worte. Dantschke wird aktuell als „Deutschland bekannteste Extremismusexpertin“ gehandelt und veröffentlichte bereits Arbeiten zu Themen wie Migration und Islamismus. Ihre Aufsätze zu diesem Themenkreis, so weiß Wikipedia zu berichten, sind in Sachbüchern, Schulbüchern sowie in Broschüren der Bundeszentrale für politische Bildung zu finden. Auch die taz veröffentlicht immer wieder Gastartikel Dantschkes.

Demokratiefeinde können sich aus Mitteln laben, die ihnen die Demokratie zur Verfügung stellt

Carsten Hütter, sicherheitspolitischer Sprecher der sächsischen AfD-Fraktion und Bundestagsdirektkandidat für den Kreis Meißen, kommentiert:

Gerne kommentiere ich die eine oder andere Groteske in diesem Staat mit einem flapsigen Spruch. Aber hier bleibt selbst mir die Spucke weg. Und auch, wenn dieses Wort inzwischen langsam abgeschmackt ist: Es ist ein veritabler Skandal! Und zwar einer der richtig üblen Sorte. Genaugenommen sind es sogar zwei Ungeheuerlichkeiten, die sich unter unseren Augen abgespielt haben. Zum einen, dass ein IS-Unterstützer, vor dem selbst das bayerische Landesamt für Verfassungsschutz warnte, Jugendliche davon abhalten soll, sich genau der Verbrecherbande anzuschließen, die der muslimische Zauselbart so klasse findet. Also in etwa so, als hätte man damals Al Capone in die Schulen New Yorks geschickt, mit dem Auftrag, Kinder italienischer Einwanderer von den Nachteilen und der Sinnlosigkeit des Gangsterlebens zu überzeugen.

Carsten Hütter (AfD), sicherheitspolitische Sprecher der AFD-Fraktion Sachsen (Bild: JouWatch)

Die zweite, nicht minder schwere Schande, ist, dass der Imam von einem in Berlin ansässigen Verein engagiert wurde, der von ehrlichen, hart arbeitenden Deutschen mit ihren Steuergeldern gepampert wird. Was für politische Extremisten von links und rechts gilt, gilt auch für religiöse Extremisten: Unglaublich, dass sich Demokratiefeinde aus Mitteln laben können, die ihnen die Demokratie zur Verfügung stellt. Wir können nicht länger zusehen, wie der Bock zum Gärtner gemacht wird. Linke, rechte und religiös orientierte Vereine, die sich mit Terroristen gemein machen, haben jeglichen Anspruch auf staatliche Förderung verloren!(BS)

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