Kulturförderung: Was Fake News ist entscheiden wir!

(Bild: JouWatch)
Was Fake News ist entscheiden wir! (Bild: JouWatch)

In Deutschland werden jedes Jahr €10 Milliarden Euro für Kunst- und Kulturförderung zu vornehmlich linken Themen verpulvert. Gestern wurde bekannt dass das €37 Millionen Budget der documenta in dunkle Kanäle verschwunden ist. Doch bei solchen linkslastigen Kunstprojekten wird nicht nur fahrlässig mit Steuergeldern umgegangen, sondern auch mit der Wahrheit, wie eine Ausstellung im Münchener Lenbachhaus zeigt.

von Collin McMahon

Das Münchener Lenbachhaus steht für die Glanzzeit der Münchener Kunstszene um die Gruppe des „Blauen Reiters.“ Nach der Wiedereröffnung 2013 kamen im Rekordjahr 2015 420.000 Besucher, 2016 sind die Besucherzahlen allerdings auf 265.000 eingebrochen.

Am 17.9. endet eine Ausstellung zum „Phänomen Progaganda“ und „Fake News“, die seit dem 30.5. im Kunstbau des Lenbachhauses stattfindet: After the Fact, kuratiert von Stefanie Weber. Dabei muss diese Schau sehr schnell aus dem Boden gestampft worden sein, denn Donald Trump hat erst Anfang 2017 sein berühmtes Zitat von „Alternativen Fakten“ gebracht und angefangen, CNN als Fake News Media zu bezeichnen. Am 23.11.2016 warnte Angela Merkel im Bundestag vor sog. „Fake News“, woraus die Kuratoren des Lenbachhauses vermutlich in vorauseilendem Gehorsam ihr Stichwort nahmen.

Moderne Kunstwelt und Kulturförderung durchdrungen von linker Ideologie

Eigentlich könnte eine Ausstellung zu Propaganda und politischer Manipulation ja sehr interessant sein – wenn sie es denn ausgewogen und sachlich tun würde. Leider ist die moderne Kunstwelt und Kulturförderung so durchdrungen von linker Ideologie, dass dies gar keinem in den Sinn kommt. Oder, wie es die Ausstellung selber formuliert, „Wir stellen nur solche Fragen, deren Antworten schon in ihrer Fragestellung enthalten sind.“

Die Exponate der Ausstellung sind oft erklärungsbedüftig, erst danach stellt sich ein Aha-Effekt ein. Am Eingang trifft mal auf ein paar bunte Pulte und ein Drehpfeil um einen Haufen von Dreck, Geld und Sexspielzeug – erst durch die Schautafel erfährt man, dass der Künstler John Miller das bekannte Brettspiel „Spiel des Lebens“ persiflieren will. Die Erklärungen auf diesen Schautafeln setzen jedoch allesamt eine linkes oder gar marxistisches Weltbild voraus, und biegen sich die Fakten zurecht, um in dieses Weltbild zu passen:

Die Künstlerin Sheehan Saldaña stellte 2016 Stecknadeln per Hand her. Der Haufen von Nadeln läuft unter den Titel „The Wealth of Nations“, der Titel „verweist auf das gleichnamige Hauptwerk von Adam Smith aus dem Jahr 1776, eine Art Bibel des Wirtschaftsliberalismus“ und fragt „nach den sozialen Konsequenzen jener Prinzipien von Wettbewerb, Arbeitsteilung und freiem Handel, die Smith selbst in seinen Schriften völlig ausblendete.“ Dass Adam Smith in erster Linie christlicher Moraltheologe war, der sich sehr intensiv mit „den sozialen Konsequenzen“ beschäftigt hat, wie Adam Gopnik 2010 im New Yorker Magazine beschrieben hat, ist diesen linken Ideologen natürlich völlig fremd.

(Bild: McMahon)
Furchtbar beliebt (Bild: McMahon)

Von Propaganda bis zu unliebsamen politischen Meinungen

Ganz abstrus wird es, wenn die Ausstellung sich mit der modernen Politik beschäftigt. Mehr oder weniger kommentarlos wird das berühmte Cover der polnischen Zeitschrift wSieci gezeigt, auf dem dunkle Hände nach einer blonden Frau greifen, mit der Schlagzeile „Die Vergewaltigung Europas“. Warum es angesichts dramatisch angestiegener Vergewaltigungszahlen durch Migranten dabei um Fake News handeln soll, ist für die Ausstellungsmacher nicht erklärenswert. „Beim Delikt „Gruppenvergewaltigung“ waren (Asylbewerber) über 4000% krimineller als Deutsche. Auf 10 deutsche tatverdächtige Gruppenvergewaltiger (i.d.R. mit Migrationshinergrund) kommen 427 tatverdächtige Asylbewerber“, so Ines Laufer zu den aktuellen Zahlen des BKAs.

Weitere Exponate scheinen nichts mit Propaganda zu tun zu haben, sondern nur mit unliebsamen politischen Meinungen: „Eine Frau am Strand in Nizza wird gezwungen, ihre Tunika auszuziehen“, steht neben einem Foto, auf einem anderen Exponat werden PEGIDA-Banner gezeigt, auf denen erst ein Hakenkreuz in den Müll wandert, dann auf dem zweiten Foto die Logos der großen Parteien. Die Ausstellung tut so, als würde PEGIDA das Hakenkreuz-im-Mülleimer-Logo nicht mehr verwenden, was objektiv nicht der Fall ist.

„Eine Andere Gegenwart“

Wenn die Ausstellung positive Alternativen für „Eine Andere Gegenwart“ aufzeigen soll, ist das Ziel klar: Der Zentralafrikanische Künster Samuel Fosso inszeniert sich als Mao Tse-Tung, Jonas Staal zeigt unter dem Titel „New World Summit“ einfach Videos von linken Aktivisten, die Reden schwingen. Dass Mao für den Tod von mindestens 45 Millionen Chinesen verantwortlich ist, fällt für die Ausstellungsmacher wohl auch unter „Fake News“.

Bei solchen linken Ausstellungen werden jedoch nie wirkliche Diktaturen wie Kuba, Venezuela, China oder Iran kritisiert, sondern vornehmlich Deutschland und die USA. Donald Trump – auch ein Kritiker von Propaganda und Fake News, nur leider nicht von der „richtigen“ Seite – wird hier schnell in den Dunstkreis von Rechtsradikalen gerückt. So wird der Comic-Frosch Pepe wie schon von Hillary Clinton als Symbol der Alt-Right Bewegung dargestellt – dabei wurde Pepe erst unter 4chan-Trollen zum Insider-Witz, weil diese Behauptung so absurd war. „Donald Trump griff das populäre Meme in seinem Wahlkampf auf und stellte sich selber als Pepe the Frog dar“, behauptet die Ausstellung – eine glatte Lüge, denn Trump hat sich nicht selber als Forsch dargestellt. Das waren irgendwelche Shitposter im Internet, die sich darüber lustig machen, dass ihr darauf reinfällt, ihr Mongos.

(Bild: McMahon)
Frog-Fake-News (Bild: McMahon)

Ausstellung selbst ein schönes Beispiel für „postfaktische“ Fake News

Gleich daneben noch mehr Fake News aus USA: Zu den wenigen tatsächlich gemalten Bildern dieser Ausstellung zählen zwei Werke des Detroiter Künstlers  Sandow Birk, der die Ferguson-Unruhen und den Beginn der Black Lives Matter Bewegung darstellen. Es ist nicht ganz klar, was dies mit dem Thema „Propaganda“ zu tun, außer das sie selber Propaganda sind: Die Polizei wird als Haufen brutaler weißer Rassisten dargestellt, die unschuldige Schwarze verprügeln. Auf dem Bild „Standing Down“ sehen wir weiße Polizisten, die Black Lives Matter Schilder zerreißen und in den Müll treten, unter anderem mit dem BLM-Motto „Hands Up, Don’t Shoot“. Das sind die Worte, die Michael Brown gesagt haben soll, bevor er – angeblich unschuldig und unbewaffnet – von Polizisten erschossen wurde. Eine Untersuchung von Barack Obamas schwarzem Justizminister Eric Holder ergab jedoch, dass diese Worte nie gefallen seien. Michael Brown war ein Verbrecher auf Drogen, der versuchte einem Polizisten die Waffe zu entwenden. Ein Hinweis auf die Gewalt gegen Polizisten, die von Black Lives Matter seitdem ausgeht, bleibt die Ausstellung schuldig.

Was natürlich ganz in der Ausstellung fehlt ist irgendeine Erwähnung der Fake News linker Medien wie CNN oder Tagesschau, auf die Manipulation im Internet durch Firmen wie Google, sowie auf die irreführende Berichterstattung deutscher Medien zur „Flüchtlingskrise“, auf die extrem feindselige Berichtersttatung zu Themen wie Donald Trump, Viktor Orban, Polen oder den Brexit, oder die skandalöse Verunglimpfung der AfD in Formaten wie Marietta Slomka oder BR Kontrovers, oder die Verstrickung von Politik und Medien in Deutschland wie bei WeidelGate offenbart.

(Bild: McMahon)
Böse, weiße Cops (Bild: McMahon)

Insofern ist die Ausstellung selbst ein schönes Beispiel für „postfaktische“ Fake News. Sowas nennt mal dann in der postmodernen Kunstkritik dann wohl „meta“ und „selbstreflexiv“.

 

Collin McMahon ist Autor („Lukas und Skotti“) und Übersetzer („Gregs Tagebuch“). Er schreibt gerade an einem Buch über Donald Trump. Bei Verlagsinteresse bitte Zuschrift.

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