Herrmann weiß nicht, warum es 48 Prozent mehr Vergewaltigungen in Bayern gibt

(Bild: JouWatch)
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) (Bild: JouWatch)

Im den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 sind in Bayern fast 50 Prozent mehr Vergewaltigungen angezeigt worden als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt tauchen in der Polizeistatistik 685 Fälle auf, ein Plus von 48 Prozent. Besonders auffällig: Die Zahl der Taten, die Zuwanderern zugeordnet wurden, stieg gar um 91 Prozent auf 126. Die Gründe für die Steigerung der Gesamtzahl der Vergewaltigungen sind laut Innenminister Joachim Herrmann jedoch unklar. 

Fast 50 Prozent mehr Vergewaltigungen wurden im Vergleich zum Vorjahr in Bayern angezeigt. Besonders auffällig: Die Zahl der Taten, die Zuwanderern zugeordnet wurden, stieg gar um 91 Prozent auf 126 Vergewaltigungsfälle, so Innenminister Joachim Herrmann (CSU) laut einer dpa-Meldung am Dienstag im Kabinett. Damit lag der Gesamtanteil der Zuwanderer an allen sexuellen Vergehen bei 18 Prozent (2016: 14 Prozent).

Gründe für die Steigerung sind unklar

Die Gründe für die Steigerung der Gesamtzahl seien zunächst unklar. «Unsere Polizeiexperten arbeiten derzeit an einer detaillierten Analyse», sagte Herrmann. Auf jeden Fall sollten Sexualstraftaten noch gezielter bekämpft werden, auch in den Asylunterkünften. «Neben einer erhöhten Polizeipräsenz gehören dazu auch gezielte Präventionsmaßnahmen.» Herrmann forderte zudem, bei der Registrierung von Flüchtlingen neben Fingerabdrücken auch DNA-Proben zu nehmen.

Abgesehen von den Vergewaltigungen sei die Zahl der Straftaten bayernweit aber gesunken, so Herrmann weiter. Bereinigt um ausländerrechtliche Verstöße – dabei geht es vor allem um illegale Grenzübertritte von Flüchtlingen – zählten die Statistiker 282.000 Straftaten – knapp 20.500 weniger als im Vorjahreszeitraum. So seien die Zahl der Wohnungseinbrüche um knapp 14, die der Diebstähle um fast 11 Prozent zurück gegangen. (BS)

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