Finnland´s all-inclusive Paket für IS-Kämpfer

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Hier freut sich einer, dass er so warmherzig in seinem Heimatland aufgenommen wird (Foto: Durch Getmilitaryphotos/Shutterstock)

Ungefähr 80 Finnen hat es bisher zum “Heiligen Krieg” in den Nahen Osten verschlagen. Damit sich zurückkehrende IS-Kämpfer gleich wieder richtig wohl in ihrer alten Heimat fühlen, brauchen sie sich bei der Wohnungssuche nicht lange anzustellen. Der finnische Innenminister rief die Gemeinden auch dazu auf, den Kämpfern bei der Job-Suche behilflich zu sein, damit sie sich schnell wieder in die Gesellschaft „integrieren“.

Von Marilla Slominski

Die Maßnahmen haben eine rege Diskussion ausgelöst, berichtet die finnische Tageszeitung Ilta-Sanomat. Auf die Frage, ob diese Männer nicht vielleicht gefährlich seien, gewalttätig und den Terror ins Land bringen könnten, antwortete der Minister, das Problem sei ihm bekannt, doch es sei Sache der Sozialarbeiter, die „Anwendbarkeit zu prüfen“.

In Vantaa stimmen die Behördenvertreter dem Minister zu. Das finnische Sozialsystem kenne keine speziellen Regelungen für solche islamischen Kriegs-Rückkehrer.

„Ich glaube, wenn man die Integration in die Gesellschaft als die beste Maßnahme gegen Radikalisierung ansieht, sind eine Wohnung und Arbeit von überragender Wichtigkeit“, glaubt Anna Cantell-Forsbom, von der Familienbehörde in Vantaa.

Gerade weil die IS-Kämpfer so gefährlich seien, sollten sie so schnell wie möglich und vor allen anderen, mit Wohnungen versorgt werden.

„Natürlich muss es darüber hinaus auch noch Unterstützung geben. Eine Wohnung alleine löst das Problem nicht. Andere zentrale Aspekte müssen ebenfalls in Betracht gezogen werden“, nach Meinung von so die Meinung von Cantell-Forsbom.

Tarja Mankkinen, Entwicklungsleiter des Innenministeriums, merkt an, dass es wichtig sei, zu prüfen, ob die Rückkehrer direkt an den Gräueltaten des IS beteiligt waren, bevor man ihnen Unterstützung zukommen lasse.

Damit treten die Finnen in die Fußstapfen der schwedischen Nachbarn, die auch Dschihadisten mit Wohnungen, Sozialprogrammen und finanzieller Unterstützung unter die Arme greifen und ihnen sogar neue Identitäten verschaffen (JouWatch berichtete).

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