Die große Chance der Nichtwähler

Foto: Durch Alexandru Nika/Shutterstock
Wahlurne (Foto: Durch Alexandru Nika/Shutterstock)

Eigentlich bilden die Nichtwähler die größte Partei in Deutschland. Die setzen sich zusammen aus Armen und Unzufriedenen. Doch dieses Mal brauchen Wir euch.

Von Volker Kleinophorst

Ich gebe zu. Auch ich hab schon nicht gewählt. Doch am 24. September ist es keine Option.

Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten, an diesem alten Spontispruch ist leider mehr dran, als man in einer Demokratie erwarten würde.

Nach der ersten Schröder-Wahl hatte ich die Schnauze endgültig voll. Ich konnte die einfach nicht mehr sehen. Diese endlosen Parteispenden-, Barschel-, … –Affären. Müntefering „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ soll hier ausdrücklich noch einmal erwähnt werden.

Und so ging es ja nicht nur mir allein. Die Wahlbeteiligung ist seit 1983 in Deutschland um 18,3% zurückgegangen. Ein im internationalen Vergleich extrem hoher Wert. In der Schweiz ging die Wahlbeteiligung im gleichen Zeitraum um 0,4% zurück, in den USA um 2,5%.

Nicht zuletzt Helmut Schmidt hat ja meinen Eindruck, dass man keine Wahl hat bei der Wahl, nur bestätigt: „Die beiden großen Parteien, sowohl CDU/CSU als auch die SPD, haben seit mehr als 50 Jahren praktisch am gleichen Strang gezogen“, sagte Schmidt im Oktober 2014 im Hamburger Hotel „Atlantic“ bei der Verleihung des nach ihm benannten Journalistenpreises der ING-DiBa.

Die Nichtwähler setzen sich im Wesentlichen aus 2 Gruppen zusammen:

  1. Arme in Stadtteilen mit hoher Arbeitslosigkeit, niedriger Kaufkraft und geringem Bildungsstand. So gaben bei der letzten Wahl 2013 im prekären Köln-Chorweiler 42,5% ihre Stimme ab, im noblen Hahnwald waren es 88,7 Prozent, mehr als doppelt so viele. Arbeitslosigkeit in Chorweiler 19% in Hahnwald 1%. Das gilt in Stadt und Land, Ost und West. Wahlbeteiligung ist an den sozialen Status gekoppelt. Und dieses Schere geht auch noch immer weiter auseinander.
  2. Unzufriedene, die sich als Wähler im Wartestand verstehen. Heißt, sie würden wählen gehen, wenn sich die Politik mehr den Sorgen der Bevölkerung öffnen würde. Diese „bekennenden Nichtwähler“ sind durchaus aufgeschlossen, zu wählen, wenn es was zu wählen gibt.

Ja und dieses Mal haben diese beiden Gruppen ihre große Chance wirklich fundamental Einfluss ausüben zu können. Denn Merkel muss weg, sonst kann es keinen Neuanfang geben. Auch das Leben der Nichtwähler wird von der aktuellen Regierung, dem aktuellen Parlament mit Füßen getreten.

In Köln-Chorweiler würde ich mich einfach mal fragen, welche der amtierenden Parteien mein Leben verbessert hat und von welcher Partei man erwarten, dass sie es in Zukunft tut. War Chorweiler vor 20 Jahren lebenswerter als heute? Deutschland ist ein reiches Land. Aber wer ist reich und wer zahlt die Rechnung? In Köln-Hahnwald würde ich mich übrigens fragen, ob ich möchte, dass es in Hahnwald so aussieht, wie in Chorweiler.

Als „Unzufriedener“ schreibe ich quasi über mich selbst. Noch wichtiger als 1998 keine weiter Amtszeit Kohl mehr zuzulassen ist es, die Globalistenpuppe Merkel los zu werden. Die Raute des Grauens verhindert allein schon symbolisch einen Neustart und hat Deutschen in Deutschland nichts zu bieten.

Das jene, die das aktuelle Chaos zu verantworten haben, nicht die Lösung sein können, sollte doch für jeden politisch interessierten Nichtwähler, nachvollziehbar sein.

Wählen wir die, die sagen, der Islam gehört nicht zu Deutschland und wir sind nicht das Sozialamt der Welt

Also Kevin in Chorweiler und Volker in Hamburg.

Runter vom Sofa. Merkel muss weg. Unser Land hat Besseres verdient.

Wandere aus, solange es noch geht!
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