Nine eleven – 16 Jahre später

Foto: Durch Nick Starichenko/Shutterstock)
16 Jahre danach und die Spuren des Islams sind immer noch zu erkennen (Foto: Durch Nick Starichenko/Shutterstock)

„Die Körperteile der Ungläubigen flogen wie Staubkörnchen umher. Hätten wir es mit eigenen Augen gesehen, unsere Herzen wären von Freude erfüllt“ (Osama Bin Ladin)

Die koordinierten Terroranschläge vom 11. September 2001 mit vier entführten Flugzeugen und etwa 3.000 unschuldigen und zufälligen Todesopfern stellen fraglos die bisher spektakulärsten, symbolkräftigsten und mediengerechtesten Anschläge der modernen Geschichte des Terrorismus dar. Markiert wurde damit eine neue Qualität der „Ästhetik der Barbarei“, wie sie nur dem Schoß des Religiösen mit dem ihm innewohnenden Hang zu sakralem Mythos, apokalyptischen Wahnideen und entsprechenden gottesfanatischen Identitäten zu entsprießen vermag.

Von Hartmut Krauss

Spätestens diese Mega-Anschläge hätten der Anlass sein können und müssen für eine tabufreie Diskussion über die herrschaftskulturellen Ursachen, politischen Hintergründe und religiös-weltanschaulichen Antriebskräfte des islamischen Terrorismus. Doch dieser Zeitpunkt wurde aufgrund politischer Interessenlagen und ideologischer Bornierungen verpasst. Stattdessen nämlich dominier(t)en seither in der deutschen Öffentlichkeit im Rahmen eines ausufernden „Deutungschaos“ verlogene Abwehrmechanismen und und unhaltbare Klischees.

An erster Stelle steht hier die von den herrschenden politischen und medialen Instanzen ebenso einträchtig wie notorisch verbreitete Legende „Guter Islam – Böser Islamismus“. Demnach wird der Islamismus als militante Verfälschung des an sich rein spirituellen und friedfertigen Islam ausgegeben und die inhaltlich-normativ eindeutig vorhandene Verbindungslogik zwischen dem orthodoxen Islam und seiner islamistischen Zuspitzung aus politisch-ideologischen Gründen geleugnet. In Wahrheit aber handelt es sich bei den islamistischen Terroristen und Selbstmordattentätern keinesfalls um Akteure, die ihre Religion strategisch bewusst verfälschen und zweckentfremden, also im Sinne eines vorsätzlichen Betrügers vorgehen. Vielmehr sahen und sehen wir hier Menschen am Werk, die subjektiv zutiefst religiös überzeugt sind und ihre Glaubensauslegung für die ‚einzig wahre’ halten. Das objektiv Verhängnisvolle besteht darin, dass sich sehr wohl aus dem Koran und der Sunna Aussagen und Vorbilder ‚herausholen’ lassen, die ihr Tun begründen und rechtfertigen.

Auch nach der Militärintervention einer von den USA geführten Koalition in Afghanistan, die zunächst zum Sturz der Schreckensherrschaft der Taliban führte und damit gleichzeitig den „Schutzraum“ von Al Qaida zerstörte, erwies sich der islamistische Terrorismus als ungebrochen handlungsfähig. Entscheidend für sein Fortwirken war und ist nicht die Existenz einer „Leitzentrale“, sondern vielmehr die globale Existenz einer djihadistischen Motivations- und Legitimationsideologie mit eindeutiger Anschlussfähigkeit zum orthodoxen und salafistischen Islam. Genau darin liegt die sprudelnde Quelle für die tagtägliche Hervorbringung stets neuer islamischer Glaubenskrieger, die bereit sind, sich als Selbstmordattentäter ins Paradies zu bomben oder andersartige Terrorattentate zu begehen.

Einen islamischen Selbstmord im Führerbunker wird es nicht geben …

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