Daimler muss wegen Programm für Elektroautos massive Einsparungen vornehmen

Daimler (Bild: gemeinfrei)
Daimler (Bild: gemeinfrei)

Die politisch erzwungene Umstellung von Verbrennungs- auf Elektromotoren hat laut Frank Lindenberg, Vizepräsident für Finanzierung und Controlling bei Mercedes-Benz zur Folge, dass das Unternehmen bis in 8 Jahren vier Milliarden Euro einsparen muss, da die neue Motortechnik deutlich teurer ist und die Marge entsprechend sinken wird, wie Reuters berichtet. 

Von Ingmar Blessing

Trotz der massiven Förderung von E-Autos durch die Regierung, die unter anderem Kaufprämien für Elektroautos vergibt, genügt es noch immer nicht, die Fahrzeuge in Konkurrenz treten zu lassen zu Fahrzeugen mit klassischem Verbrennungsmotor. Dank des vor allem im grün regierten Heimatstandort Baden-Württemberg ausgeübten politischen Drucks aber werden die Autohersteller, in diesm Fall Merceds-Benz, trotzdem dazu gedrängt, die höheren Geschäftsrisiken mit der Technik zu gehen, weshalb sie nun an anderer Stelle sparen müssen.

Elektroautos werfen nur etwa die halbe Marge von normalen Fahrzeugen ab, was vor allem an den bislang noch extrem teuren Batterien liegt, deren Lebensdauer überdies auch nur begrenzt ist. Und obwohl wenn die Reichweite bestenfalls bei einem Drittel liegt im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotor wird laut Daimer bis 2025 eine Parität erreicht werden zwischen der Anzahl verkaufter Elektroautos und Autos mit Verbrennungsmotor.

Laut Lindenberg sollen bis dahin jeweils eine Milliarde Euro bei den Fixkosten, in der Forschung und Entwicklung, bei den Kapitalkosten und im Einkauf eingespart werden. Während die Einsparungen bei den Kapitalkosten aufgrund der aktuell bei Null liegenden Leitzinsen problemlos möglich ist, so sind vor allem die ersten beiden Punkte ein Problem für die Mercedes Standorte in Baden-Württemberg, da sich hier die meisten Produktions- und Forschungskapazitäten befinden. Die beiden Milliarden entsprechen gut 5.000 Arbeitsplätzen, von denen die meisten in dem Bundesland verloren gehen dürften. Es ist also nicht nur das autonome Fahren, das Ministerpräsident Kretschmann Sorgen bereiten sollte wegen seiner arbeitsplatzvernichtenden Auswirkungen, sondern auch die eigenen grünen Ambitionen. Nicht zuletzt bedeutet ein weniger an Forschungsaktivitäten auch ein weniger an potenziell umweltschonenden Techniken, da Batterien besonders giftig sind.

Eine andere Frage ist natürlich auch, ob es bis dahin überhaupt genügend Steckdosen im Ländle hat, um all die Batterien auf Rädern und mit Stern oben drauf aufladen zu können.

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