Erdogans Kampf gegen rechts – Wo bleibt der Dank?

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Das Erdokel (Foto: Collage)

Was lesen meine entzündeten Augen und hören meine malträtierten Ohren? Macht- und Meinungsinhaber sind plötzlich bestürzt bis empört über Erdogans Reisewarnungen, da Deutschland ein rassistisches Land sei.

Von Klaus Barnstedt

Wo ist das Problem? Genau vor dieser Gefahr des um sich greifenden Rassismus, auch gern Menschenfeindlichkeit genannt, wird seit Jahren gewarnt. Und zwar von herrschenden Politikern und ihren eilfertigen Medien, bis hin zu den eingeschworenen Öffentlich-Rechtlichen.

Erdogan liegt voll auf der landesweit verbreiteten, die Wahrheit beanspruchenden Meinungsschiene, liebe Machtinhaber und Diskurskontrolleure!

Werden die zurückliegenden linksextremen Anschläge in Frankfurt, Berlin und Hamburg, verglichen mit rechtsradikalen Aktivitäten etwa nicht als weniger bedrohlich dargestellt? Wenn schon vor dem Hintergrund linksterroristischer Attacken auf unbescholtene Bürger der Linksradikalismus laut Manuela Schwesig ein aufgebauschtes Problem ist, wie groß muss dann erst die Gefahr von rechts sein!

Deshalb gibt es ja eine Antonio-Kahane-Stiftung für den „Kampf gegen Rechts“, der mit einem Millionenbetrag gefördert wird! Und wer kennt die Zahl der direkt oder indirekt staatlich unterstützen Organisationen und Grüppchen, die sich alle dem gleichen „Kampf“ und Krampf verschrieben haben?

Nein, nein, der gute Erdogan hat schon recht mit seinem Vorwurf, den er durch seinen Außenminister verbreiten läßt: Die beiden Spitzenpolitiker Merkel und Schulz schürten „Brutalität, ebenso Faschismus und Gewalt, Intoleranz und gegenseitige Vernichtung“.

Hat nicht die Kanzlerin bereits in einer ihrer letzten Silvesteransprachen eine bekannte Dresdner Protestbewegung mit den Worten gegeißelt, deren Organisatoren und Teilnehmer hätten „Hass im Herzen“?

Zieht der hundertprozentige Schulz nicht seit Monaten durch die Lande und bezeichnet im populistischen Nazipropagandastil eine junge, demokratisch uneingeschränkt legitime Partei als „Demokratiefeinde“ und „Schande für Deutschland“?

Hat der CSU-Generalsekretär Scheuer nicht kürzlich in einer Fernsehrunde über den Afd-Politiker Höcke gesagt, dieser sei „ein Rechtsradikaler“?

Deutliche Anzeichen von ‚Faschismus, Gewalt und Intoleranz’ in Deutschland, wohin man blickt.

Irgendeine Gala wird sich doch wohl finden lassen, um Onkel Erdo für diese erhellenden Hinweise mit einem Bambi auszuzeichnen!

Nicht nur die getadelten undemokratischen Politiker, auch all ihre Mitstreiter und Unterstützer, die das Konterfei des türkischen Präsidenten sehen, schauen in die Fratze ihrer eigenen politischen Gesinnung.

 

 

 

 

 

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