Verhaftungsliste?

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Sind solche Sätze in Deutschland schon verboten? (Foto: Autor)

Dieser Tage erreichten mich mehrere emails mit Zeitungsausschnitten eines regionalen Käseblattes aus der Kreisstadt Heppenheim, welches sich Starkenburg Echo nennt. Es handelt sich dabei um eines der üblichen „Qualitätsblätter“, die in der Region die politisch gewünschte Meinung machen. In diesem „Qualitätsblatt“ wird ein Querdenker-Stammtisch im beschaulichen Lindenfels/Odenwald so heftig diffamiert und in die rechte „Reichsbürger-Ecke“ gestellt, dass ich dazu nicht wie so Viele in diesem Land, einfach schweigen möchte. Nicht dass sich der Redakteur die Mühe gemacht hätte, sich mit den betroffenen Leuten an einen Tisch zu setzen, um die im Artikel gemachten Vorwürfe selbst zu überprüfen. Nein, natürlich beruft sich dieser im politisch korrekten, gern genommenen Konjunktiv verfasste „Artikel“ auf das, was in den Amtsstuben und auf GRÜNEN oder LINKEN Parteiveranstaltungen üblicherweise so gesagt wird.

Von Gerhard Breunig

Vom „Qualitätsjournalisten“ auch nicht überprüft wurde hingegen, wer was wie gesagt hat und warum. Da mir einige dieser Menschen von unserem eigenen Odenwald-Stammtisch her durchaus als rechtschaffene Menschen bekannt sind, bin ich durchaus in der Lage die Betroffenen richtig zu beurteilen. Der kritische Austausch zu verschiedenen politischen Themen zeigt recht schnell, mit wem man es hier wirklich zu tun hat. Dummerweise ist die gemeine Reichsbürger-Sau in der bundesdeutschen Kleinbürger- Gesellschaft bereits so gut eingepflanzt worden, dass selbst ein klassisch liberaler wie ich es bin, schnell und ohne jede Überlegung zu einem solchen Reichsbürger abgestempelt wird.

Wer kann es den überall fest etablierten linken Socken auch verdenken, wenn deren auf Erbsengröße aufgeblasenes Schubladenhirn nur zwei Zustände kennt. Links ist gut, alles andere ist rechts und damit NAZI.

Aber zurück zum Artikel. Unter der großen Überschrift „Ein Stammtisch mit Rechtsdrall?“ findet sich in roter Schrift das Wort RADIKALE. „In Lindenfels regt sich eine Gruppe, die den Staat abzulehnen scheint /Polizei sieht keinen Grund zur Sorge“. Nach dieser Einleitung wird über Menschen schwadroniert, die alle zwei Wochen friedlich über die politischen Zustände in diesem Land in einem Gasthaus diskutieren. Diese Diskussionskultur gibt es in Deutschland nicht erst seit der Erfindung der Reichsbürger. Männer, die sich nach dem Kirchgang Sonntags zum Frühschoppen treffen, politisieren und später friedlich nach Hause gehen, gehört in vielen Gebieten bis heute zur gelebten Kultur.

Zu meinen PDV Zeiten trafen sich politisch Interessierte auch in einem Gasthaus. Dort waren nicht nur die PDV Leute regelmäßig. Nein auch CDU, GRÜNE und manchmal sogar die SPD und die LINKE. Alle trafen sich dort, um sich politisch auszutauschen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass sich in diesen fünf Jahren irgend ein Journalist darüber aufgeregt hätte, wenn wir als Libertäre und klassisch Liberale den ausufernden Staat in Frage gestellt haben. Heute ist das offensichtlich anders.

Klar, wir wurden schon damals in Frankfurt und Stuttgart als Nazis beschimpft, weil wir gegen den Euro demonstriert haben. Die linken Socken haben schon damals nicht verstanden, dass es uns ums Falsch-Geldsystem an sich ging und nicht um den von Links so geschmähten Nationalismus oder um eine Wiedereinführung der D-Mark.
Als klassisch liberaler habe ich nun mal ein gespaltenes Verhältnis zu Überregulierung und Staatsmacht. Aber wäre Ludwig Erhard für diese Ansichten zu einer Zeit auch als Reichsbürger bezeichnet worden? Ich denke nein.

Aber schon zu PDV Zeiten wurden wir von den bundesdeutschen „Qualitätsmedien“ wenig beachtet und bei jeder sich bietenden Gelegenheit in die politische Schmuddelecke gestellt.

Das was jedoch seit zwei bis drei Jahren in dieser angeblich „freiesten Republik aller Zeiten“ auf deutschem Boden medial mit politisch Andersdenkenden gemacht wird, übertrifft den angeblichen Unrechtsstaat DDR bereits heute um Längen. So unverschämt diffamierend wurden Menschen mit anderer Meinung nicht mal in der DDR behandelt. Da kann ein so genannter Journalist völlig unbehelligt ganz offensichtliche Lügen über Menschen verbreiten, die er nicht mal kennt. Die Stammtischler in Lindenfels haben allein im vorliegenden Artikel 7 glatte Lügen entlarvt, die insgesamt 25 mal wiederholt wurden. Und weil der „Qualitätsjournalist“ seine unverschämt formulierten Zeilen geschickt im Konjunktiv verfasst hat, ist er vermutlich nicht einmal wegen übler Nachrede angreifbar.

So funktioniert heute das moderne an den Pranger stellen. Bisher kannten wir so etwas nur aus der dunklen Zeit des Mittelalters. Heute wird wieder dafür gesorgt, dass Andersdenkende ohne echte Folgen öffentlich „bespuckt“ werden dürfen. Hätte dieser Journalist statt gegen die „Reichsbürger“ ähnliches über Moslems geschrieben, wäre wahrscheinlich schon längst ein Rollkommando des Staatsschutzes bei ihm aufgeschlagen, wie ich es vor gut einem Jahr genießen durfte.

Ich hatte im September 2015 bereits drei Monate vor Silvester die Ereignisse von Köln in drastischen Worten vorhergesehen und beschrieben. Und so etwas scheint in Merkels kunterbunter Sozenrepublik nicht mehr erlaubt zu sein. Zumindest nicht für weiße, deutsche, nicht sozialistische, systemkritische Männer. Auch mir wolltel man damit vermutlich einen Maulkorb umhängen, wie so vielen Anderen vor mir.

Was mich an dem Artikel im Starkenburg Echo jedoch besonders erschreckt hat, war ein kleines Kästchen oben „rechts“. Darin ist von einer „Liste der Polizei“ die Rede, auf der Personen aus dem Kreis Bergstraße nach Kommunen geordnet aufgeführt sind, die wohl der „Reichsbürger-Szene“ zugeordnet werden können. Insgesamt geht es um 39 Personen, so genannte „Reichsbürger-Verdachtsfälle“ aus dem gesamten Landkreis. Ich vermute mal, einer davon bin ich, obwohl mir keine gesicherten Informationen darüber vorliegen. Heute reicht es nämlich schon, den gesetzlich verankerten Staatsangehörigkeitsausweis, auch Gelber Schein genannt zu beantragen, um zum Reichsbürger erklärt zu werden.

Mir ist das im Landratsamt vor Monaten gleich zweimal passiert. Zum einen wurden zwei Freunde und ich mit einem freundlichen „ah Sie sind bestimmt die Reichsbürger“ vom Referenten der Landrats begrüßt, bevor er uns in Ausländeramt schickte. Wenige Minuten später wurden wir dann vom Amtsleiter des Ausländeramtes mit einem forschen „mit Reichsbürgern will ich nichts zu tun haben“ aus dem Büro geworfen. Und das nur, weil wir freundlich und höflich wissen wollten, warum unser Antrag nicht bearbeitet wird. Eigentlich wollten wir genau diese Nazi-Staatsangehörigkeit los werden. Jetzt werden wir nach dem Spiegelprinzip genau als solche hingestellt. Verkehrte Welt oder doch der bekannte Sozialismus?

Wie man am Beispiel des Artikels im „Starkenburg Echo“ sieht, scheint es sie also bereits zu geben. Vorbereitete Verhaftungslisten für „Querulanten“ und „Staatsfeinde“. Wie lange wird es wohl noch dauern, bis diese Verhaftungen wirklich vorgenommen werden? Politische Gefangene gibt es schließlich bereits zuhauf in bundesdeutschen „Justizvollzugsanstalten“ und in so genannten „Psychiatrien“. Die hochgelobte Meinungsfreiheit in Deutschland gibt es nicht mehr, zumindest nicht für Deutsche, die das vorgeschriebene Meinungsmodell in Frage stellen. Politik kämpft lieber für türkischstämmige Pseudo-Journalisten mit BRD Pass, die in der Türkei aus politischen Gründen inhaftiert werden, als für den Schutz der „schon länger hier Lebenden“, die maßgeblich dafür verantwortlich zeichnen, dass satte Politiker-Gehälter weiterhin sehr reichlich fließen.

Redefreiheit und politischer Austausch werden immer häufiger abgeschafft. Dabei steht im lustigsten aller Bundes-Gesetze, dem so genannten Grundgesetz: „Eine Zensur findet nicht statt“. Ob Heiko Maas das schon einmal gelesen hat? Wahrscheinlich nicht, denn der ist mit der Überwachung von Facebook und Co so stark ausgelastet, dass er zum lesen seiner eigenen Regeln bestimmt keine Zeit mehr findet.

Während der nette Marokkaner von Nebenan mit 10 oder mehr Identitäten weiterhin unbehelligt jegliche Integration verweigern kann, werden Menschen, die sich über die Folgen dieses kollektiven Irrsinns sozialistischer Weltverbesserer ernsthaft Gedanken machen, politisch verfolgt, diffamiert und öffentlich gedemütigt.

Nur um es klarzustellen: Ich habe nicht das Geringste gegen Fremde, die in unserem Land leben und arbeiten wollen. Jedoch habe ich als klassisch Liberaler eben die Meinung, dass man entweder eine liberale Gesellschaft mit offenen Grenzen oder ein alle umsorgendes Sozialsystem haben kann. Beides zusammen funktioniert nicht, denn es lockt genau die Wirtschaftsflüchtlinge an, die gerade in Massen nach Europa strömen. Dieser einfache, weil völlig logische Zusammenhang, passt jedoch nicht in die Köpfe sozialistischer Gleichmacher, die nur eines können:

Das Geld anderer Leute stehlen und für völlig hirnrissige Projekte ausgeben.

Während der Sozialismus als Quelle des aktuell stark anwachsenden Faschismus in Merkels Republik ausgemacht werden kann und eben dieser Faschismus immer größere Bedeutung in unserem Land bekommt, dichten verschlagene Sozialisten im Verbund mit Kommunisten den wenigen freiheitlichen Querdenkern an, die eigentlichen Faschisten zu sein.

Ganz vorne mit dabei sind „Qualitätsjournalisten“ wie dieser Herr Knatz vom Starkenburg Echo. Politische Einfältigkeit ist eben kein Qualitätsmerkmal für Journalismus sondern eher der Grund, sich einen anderen Beruf zu suchen. Journalisten hätten eigentlich die Aufgabe, ihre Texte genau zu recherchieren. Gute Journalisten machen sicherlich auch mal einen Fehler, aber sie korrigieren diese Fehler schnellstmöglich.

Ob der „Starkenburger Qualitätsjournalist“ den Mut findet, die Einladung der von ihm öffentlich diffamierten Stammtischler zur Klärung der Fakten wahrzunehmen, steht bis jetzt noch in den Sternen. Er braucht dazu angeblich die Einwilligung des Chefredakteurs.

Satire an: Ob er seinen Führungsoffizier bei MAD oder BND auch noch um Erlaubnis fragen muss, konnte bisher allerdings nicht Zweifelsfrei ermittelt werden. Satire aus:

Hier noch der link zum inzwischen auch online verfügbaren Artikel
http://www.echo-online.de/lokales/bergstrasse/kreis-bergstrasse/ein-stammtisch-mit-rechtsdrall_18156493.htm

Lieber Leser: Wenn Sie sich einen besonderen Spaß heute Abend machen wollen, dann ersetzen Sie die Begriffe Rechtsradikal und Reichsbürger im vorliegenden Artikel des Starkenburg Echo doch einfach einmal durch GRÜNE und Pädophil. Wir haben gestern ganz herrlich darüber gelacht.

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