Aber mit Stolz und Wehmut (Folge 1)

„Das Selbstwertgefühl deutscher Jugendlicher ist erschüttert. Sie wünschen sich, im nächsten Leben  mit einer anderen Nationalität wiedergeboren zu werden … Wer trägt die Verantwortung? Die Generation der Erwachsenen. Sie hat diese „Vaterlandslosigkeit“ mit ihrer „Vergangenheitsbewältigung“ nach dem 2. Weltkrieg verursacht. Bis hin zu den Politikern, denen das Wort „Deutsch“ ein Gräuel ist, die Deutschland abschaffen und in Europa auflösen wollen!“

Der Mann, der das sagt, ist eine Legende: Georg Meinecke! Millionen TV-Zuschauer kennen ihn. Er war Vorbild und Fachexperte der berühmten ZDF-Serie „Der Anwalt“. 11 Millionen Zuschauer erlebten sie regelmässig 39 Folgen lang. In vielen Wiederholungen sogar nochmal. BILD nannte den „Top-Juristen“ Georg Meinecke mal „Kölns prominentesten Anwalt “. Er gilt als Nestor („Weiser“) der deutschen Patienten-Anwälte. Meinecke lebt heute mit seiner Bärbel in Kiel-Schilksee und schreibt. Hier und heute die 1. von 3 Folgen für JOUWATCH. Exklusiv. (PB)

Von Dr. Georg Meinecke

In allen Nationen ist Patriotismus selbstverständlich. Man versteht darunter die Vaterlands- und Heimatliebe, Verehrung und gefühlsmäßige Bindung an Werte, Traditionen und kulturelle Leistungen des eigenen Volkes, der eigenen Nation. Nicht gemeint ist das Extrem der nationalen Überheblichkeit – Chauvinismus, Nationalismus, der soviel Not und Elend über Deutschland, Europa, die Welt brachte. Ich meine auch NICHT den Hurra-Patriotismus des wilhelminischen Zeitalters.

Dem Patriotismus, den ich meine, darf nicht die Fokussierung und Reduzierung auf die 12 Jahre des 3. Reiches entgegenstehen. Natürlich darf die Erinnerung an die NS-Verfolgung und Ermordung von Millionen Juden in Deutschland und Europa nicht verloren gehen. Diese ebenso offenkundigen wie unsäglichen Fakten haben letztendlich dazu geführt, dass auch Deutschland seitdem eine „Vergangenheit“ hat.

Wie die USA durch die Ausrottung der Indianer, die Ausbeutung der afrikanischen Sklaven . Wie die Franzosen durch die öffentliche Ermordung ihrer Krone, ihres Adels. Wie die Russen durch die millionenfache Vernichtung aller Menschen, die dem Kommunismus unerwünscht waren, darunter 18 Millionen Christen. Wie die Engländer durch Eroberung, Unterwerfung und Ausbeutung anderer Völker, der Vernichtung von Millionen Menschen in Indien, Südafrika, Irland.

Trotzdem verargt  niemand  diesen Nationen den Patriotismus, dass  Selbstwertgefühl. Sie wollen, sollen und dürfen stolz darauf sein, Amerikaner, Engländer, Franzosen oder Russen zu sein. Und Deutschland? Die Deutschen? Alles Nazis? 1000 Jahre? 144 Monate? Blicken auf unsere Geschichte zurück. Es gibt kaum ein Volk, das so viele positive Fakten aufzuweisen hat, wie das deutsche.

Während uns nach dem 2. Weltkrieg im Zuge der „Umerziehung“ durch die Siegermächte suggeriert wurde, dass wir von Geburt und Genen her ein kriegslüsternes, militarisiertes Volk seien, das die Welt habe erobern wollen, ist in Wahrheit das krasse Gegenteil der Fall. Vom 12. Jahrhundert bis zum Jahr 1925 verteilt sich der Prozentsatz an Jahren, in denen sich die führenden europäischen Mächte im Kriege befanden wie folgt: Spanien 67 %, Polen 58 %, England 56 %, Frankreich 40 %, Italien 36 % und Deutschland ganze 28 %. (1 )

Diese Bilanz  ergibt sich auch aus folgendem: Die europäischen Mächte waren in der Zeit von 1480 – 1940 an 278 Kriegen beteiligt: England an 28 %, Frankreich an 26 %, Spanien an 23 %, Russland an 22 %, Österreich an 19 %, Polen an 11 %, Schweden an 9 %, Italien an 9 %, Holland an 8 % und Deutschland (einschließlich Preußen)??  Wie Holland  an 8 % dieser Kriege.(2) Gemessen daran war Deutschland von allen großen Nationen die friedlichste, da es die geringste Zahl von Kriegen geführt hatte… Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich? So sei es! Aber so ist es.

Nein, Deutschland hatte nie die Absicht, die Welt zu erobern, wie es auch vom Nürnberger  Gerichtshof bestätigt wurde. Aber in gewissenloser Art versuchten und versuchen immer noch ahnungslose „Experten“ und einschlägige „Ideologen“ den  Deutschen einzuhämmern, dass die Wehrmacht  eine verbrecherische Organisation gewesen sei, auf die niemand stolz sein könne. Dass das Nürnberger Siegertribunal die Wehrmacht vollkommen zu Recht NICHT als verbrecherische Organisation eingestuft hatte, war und ist ihnen längst bekannt, aber bewußt entfallen.

Diese Ideologen übersahen, verschwiegen und verschweigen auch, dass die militärgeschichtliche Abteilung der Israelischen Armee (!!) Ende der fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts mehr als 1.000 Militärspezialisten der ganzen Welt befragt hatte, welche Armee sie als die beste der Welt betrachten würden, welche Soldaten die tapfersten, die kampfgewandtesten, die diszipliniertesten, die anpassungsfähigsten, die geschicktesten gewesen seien.

Diese weltweite Befragung der internationalen Militärexperten durch die Israelis hatte ergeben, dass die deutschen Soldaten als die besten der Welt eingestuft wurden, sowohl für den 1. als auch für den 2. Weltkrieg; die des 2. Weltkrieges noch punkthöher als die des 1. Weltkrieges.(3) Lange zuvor hatte dies bereits der britische Diplomat und persönliche Sekretär Chamberlains und Churchills, John Colville, der die Graue Eminenz der englischen Politik war und „heimlicher Premier“ genannt wurde, wie folgt zu Papier gebracht: „ Die deutschen Soldaten waren die besten der Welt.“(4)

In den USA erschien das bemerkenswerte Buch „A Genius of War“ aus der Feder des US-amerikanischen Militärhistorikers Oberst a.D. Trevor N. Dupuy, Absolvent der amerikanischen Elite-Anstalt Westpoint, Offiziersteilnehmer des 2. Weltkrieges, danach Professor in Westpoint, sowie führend im Nato- Hauptquartier Europa tätig. Aufgrund seiner detaillierten Untersuchungen mit Hilfe der Computertechnik war er zu dem Ergebnis gekommen: Der deutsche Generalstab habe die Verkörperung dessen dargestellt, was man „militärischen Genius“ nennen könne. Die deutschen Soldaten seien die „supersoldiers“, die Supersoldaten gewesen. Die deutsche Wehrmacht sei die „outstanding“ (hervorragende) Streitmacht im 2. Weltkrieg gewesen, die sich aufgrund ihrer ganz außergewöhnlichen Leistungen einen Spitzenplatz in der Geschichte gesichert habe.

In den USA wurde das Werk Dupuy’s schon kurz nach dem Erscheinen zum Buch des Monats des American Historial Book Club gewählt …

Nächste Folge (2):  Trümmer/Wunder/ Dichter, Denker, Musiker/ Helden, Forscher, Autobauer: Deutschland!

(1) Prof. Pitirin Sorokin: “Social and Culturae Dynamiks” Bd. III., 2. Teil, S. 352

(2) Prof. Quincy Wright: “A Study of War”, Bd. I., S. 221

(3) Berichtet wurde darüber z.B. in „Der Tagesspiegel Berlin“, 10. Mai 1958; Der Deutsche Soldat 1958

(4) Zit. in Walther Dahl (Hrg.) „Ehrenbuch der Deutschen Soldaten“, München 1985

 

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