„Mr. Brexit“ Nigel Farage morgen mit Beatrix von Storch bei AfD Berlin

Foto: AfD
Das europäische Dream-Team (Foto: AfD)

Beatrix von Storch, stellvertretende Bundessprecherin und Spitzenkandidatin der Berliner AfD für die Bundestagswahl, begrüßt morgen um 16 Uhr den britischen Politiker Nigel Farage in Berlin.

Von Collin McMahon

Während Brüssel und Berlin die osteuropäischen Staaten zwingen wollen, Migranten aufzunehmen, besucht der ehemalige UKIP-Chef und Europa-Abgeordnete Nigel Farage die AfD Berlin. Farage ist seit 18 Jahren Mitglied des Europa-Parlaments, wo er bei weitem die unterhaltsamsten Reden hält. Anfang dieses Jahres schlug er vor, Donald Trump ins EU-Parlament einzuladen, und sagte, die EU verhalte sich bei den Brexit-Verhandlungen „wie die Mafia.“

Nigel Farage hat auch ein besonders pikantes Verhältnis zum SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz, dem er in seiner Zeit als EU-Parlamentspräsidentgerne eine reingehauen“ hätte, wie er mal im Spaß gesagt hat. „Ich will dafür sorgen, dass Ihr alle Eure Jobs verliert, auch Sie, Herr Vorsitzender Schulz“, sagte er am 6.7.2011 bei einer seiner legendär humorvollen europakritischen Reden.

Letzte Woche sagte Farage, Merkel könne ihm mit ihren Milliarden-Forderungen „den Buckel runterrutschen“. Er zweifelte an, dass die EU überhaupt ein Interesse an einer Einigung hätte. Wenn der Brexit ein Erfolg werde, könnte das andere EU-Länder veranlassen, das supranationale Gebilde zu verlassen und wieder zu einer Wirtschafts- und Handelsunion souveräner Staaten zurückzukehren, so Farage. „Um Donald Trump zu zitieren, das sind üble Typen. Sie sind üble Typen weil sie so vernarrt in ihr Projekt sind, dass sie alles tun um sinnvolle Verhandlungen zu torpedieren. Es geht ihnen nicht um das, was für uns oder die europäischen Länder gut ist, sondern nur darum, was für die EU gut ist.“

Die Brexit-Verhandlungen drehen sich in erster Linie um die von der EU geforderten Zahlungen von bis zu €100 Milliarden, die Großbritanien noch leisten soll, welche die EU aber nicht genau beziffern kann. Der Kabinettschef des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Junker Martin Selmayr nannten den Brexit jüngst „eine dumme Entscheidung“.

In einem neuen Gutachten befand der Konservative Abgeordnete und Steuerrechtler Charlie Elphicke, dass Großbritannien der EU „keinen Cent“ schulde: „Die EU will Großbritannien zwingen, Milliarden von Pfund zu zahlen. Aber unsere detaillierte Analyse zeigt, dass wir der EU nichts schulden. Im Gegenteil schulden sie uns 10 Milliarden Euro. Die Regierung darf sich nicht erpressen lassen.“

Gleichzeitig wurde bekannt, dass EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Chefunterhändler Michel Barnier in einer Sitzung der Kommission am 12.7. Zweifel an der „Stabilität und Verlässlichkeit“ des UK- Chefunterhändlers David Davis geäußert hätten. Peinliche Enthüllungen über beleidigende Kommentare durch Juncker nach einem privaten Abendessen mit Theresa May hatten bereits im Mai für diplomatische Verstimmungen zwischen EU und Großbritannien gesorgt.

Der Ort der Veranstaltung wird den Teilnehmern zeitnah mitgeteilt. Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine vorherige Anmeldung erforderlich unter [email protected].

 

 

Collin McMahon ist Autor („Lukas und Skotti“) und Übersetzer („Gregs Tagebuch“). Er schreibt gerade an einem Buch über Donald Trump. Bei Verlagsinteresse bitte Zuschrift.

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