Jeder Zweite will die Grünen regieren sehen – glaubt das jemand?

Weiß nicht wo hinten und vorne ist: Umfrage-Politiker Manfred Güllner (Foto: Techniker Krankenkasse/Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/
Weiß nicht wo hinten und vorne ist: Umfrage-Politiker Manfred Güllner (Foto: Techniker Krankenkasse/Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/

„Knapp die Hälfte der Deutschen würde sich eine Regierungsbeteiligung der Grünen nach der Bundestagswahl am 24. September wünschen. Das hat die jüngste Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa für den „Stern“ ergeben.“

 Von Thomas Schlawig

 Will Forsa-Genosse Güllner dem Wähler einen Bären aufbinden, oder ist es das Pfeifen im dunklen Wald?

„Vor allem die unter 30-Jährigen und die formal höher Gebildeten seien dafür. Sogar jeder zweite Unions-Anhänger fände es gut, wenn die Grünen an einer Koalition beteiligt wären. Allerdings stehen die Grünen laut der Umfrage derzeit bei nur 8 Prozent und könnten rechnerisch lediglich in einem sogenannten Jamaika-Bündnis mit CDU/CSU und FDP regieren.“

 Es läßt einen innerlich den Kopf schütteln. Wer soll diese Güllner-Gülle glauben? Es ist zwar bekannt, daß gerade die „unter 30-jährigen und die formal höher Gebildeten“  (besonders Lehrer und sonstige) unter großer Verwirrung leiden, aber das jeder zweite Unionsanhänger für eine Regierungsbeteiligung der Grünen zu erwärmen ist, halte ich für aus den Fingern gesogen.

Der Umfrage von EMNID vom 13.08.2017, welche ich immer noch für am verläßlichsten halte, traue ich da schon eher.  Zitat: „Die SPD hat in einer Umfrage den Abstand auf CDU und CSU leicht verringert. Doch für die Grünen wird es nun eng. Erstmals sieht sie eine neue Umfrage hinter FDP, AfD und der Linken.“

 Wie fehlerbehaftet Umfragen sind, zeigt gerade das Abschneiden der AfD bei den vergangenen Landtagswahlen. Infratest Dimap etwa sah die AfD in Sachsen-Anhalt zehn Tage vor der Wahl bei 19 Prozent; sie erreichte dann 24,2 Prozent. Ein Problem für Infratest-Geschäftsführer Michael Kunert.“

 Wahlforscher Thorsten Faas von der Universität Mainz: „Ich glaube, was wir gerade erleben nach meinem Eindruck, ist, dass Parteien, Medien, vielleicht eben auch Demoskopen, dass die insgesamt kritischer beäugt werden, auch in Zeiten eines durchaus wachsenden Populismus. Und dass wir deswegen nach meinem Eindruck zwischen Demoskopen auf der einen Seite und Medien auf der anderen Seite so ein Spiel sehen, wer da Schuld ist. Da sagen die einen, nämlich die Demoskopen, die Medien berichten falsch darüber. Die Medien sagen, ja, man liefert uns vielleicht auch nicht das optimale Zahlenmaterial. Wir kriegen gar nicht diese Informationen, wie wir uns Sicherheit vermitteln sollen. Da scheint man sich manchmal so eben gerade nach Wahlen, wo man so ein bisschen daneben gelegen hat, den Schwarzen Peter hin und her zu schieben. Und das kann man durchaus in meiner Wahrnehmung so im Lichte sehen.“

 Meine Meinung ist, daß sich der Wähler durch diese Umfrageergebnisse nicht irritieren lassen sollte, sind sie doch darauf angelegt, ihn unterschwellig zu manipulieren. Daß dies in der Vergangenheit immer öfter geschieht, zeigt, daß bei den Umfrageergebnissen und den tatsächlichen Wahlergebnisse letztlich, daß „die Abweichung größer war als die statistische Fehlertoleranz.“

Ich denke, daß die Ursache dafür darin liegt, daß die Menschen sich immer mehr alternativ zu den Einheitsmedien informieren und sich so ihre eigene Meinung bilden, statt sich durch den Mainstream berieseln zu lassen. Das ist kaum deutlicher geworden als bei der letzten Präsidentenwahl in den USA. So meldete n-tv am 23.10.2016, Zitat: „Rund zwei Wochen vor der US-Wahl erlebt Donald Trump den Umfrage-Tiefpunkt. Hillary Clinton liegt im Rennen um die US-Präsidentschaft klar vorn. Eine neue Umfrage sieht sie sogar so stark wie nie zuvor.“

Wie jeder weiß, wurde diese Wahl für Clinton zum Desaster und es wird noch heute versucht, eine Wahlmanipulation von außen (Rußland) herbeizureden, um den Trump-Sieg zu erklären. Dass der Wähler einfach nur die Nase von dieser Art „Politiker“ voll hat, kommt vielen Leuten nicht in den Sinn. Seitdem geht in Deutschland die große Angst um, der Wähler könnte sich, anders als in Umfragen angegeben, ebenso entscheiden und sein Kreuz an einer Stelle machen, die einigen nicht behagen wird. Die Wahrheit werden wir erst am 24. September um 18.00 Uhr erfahren.

Ich persönlich kann nur sagen: „Seid schlau, wählt blau.“ Alles andere wird unser Land in ein noch größeres Verderben stürzen, als wir es gerade schon erleben

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.