Euro ist Belastung für den Wohlstand der Menschen

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Der Euro als Zwangswährung, damit alle Länder den Bach runtergehen (Foto: Durch ANDREA DELBO/Shutterstock)

München (ots) – „Die Ökonomik ist zu einem intellektuellen Steigbügelhalter geworden, der das Zentralbank-Geldwesen, das Teilreserve-Bankgeschäft, die Politik der Zinsmanipulation und die Idee, das Finanzsystem durch staatliche Regulierung „sicher(er)“ zu machen, scheinlegitimiert“, stellt Prof. Thorsten Polleit, Präsident des Ludwig von Mises Instituts Deutschland, in seinem jüngsten Beitrag auf www.misesde.org fest.

Polleit bezieht sich dabei auf einen Vortrag, den EZB-Chef Mario Draghi auf der Lindauer Tagung der Wirtschaftswissenschaften hielt. Besonders bemerkenswert an diesem Vortrag war, dass Draghi mit keinem Wort auf die Ursachen der Krise einging. Er erweckte hingegen den Eindruck, dass diese aus heiterem Himmel über die Volkswirtschaften hereingebrochen sei und es nur dem klugen und schnellen Handeln der Notenbank zu verdanken gewesen sei, dass „Schlimmeres“ verhindert wurde. Tatsächlich aber waren die vorangegangenen Zinsmanipulationen der Notenbanken ursächlich für die Krise. Die exzessive Ausweitung der Geld- und Kreditmenge sorgten für einen Boom, der früher oder später im Bust enden musste und so die tatsächlichen Kosten der Zentralbankpolitik offenbarte.

Der Bust – der Abbau der Fehlallokationen – wurde dann durch die „undogmatische“ Politik der Zentralbanken, also die diversen Eingriffe in das Marktgeschehen bis hin zum direkten Ankauf von Staatsanleihen, übertüncht. Draghi erklärt dies damit, dass sich die Welt geändert habe und sich folglich auch die Politik der Notenbanken, insbesondere die Geldpolitik, ändern müsse. Dabei bestehen aber grundlegende Gesetzmäßigkeiten, die sich niemals ändern. Beispielsweise kann die Ausweitung der Geldmenge nicht zu einer Steigerung des volkswirtschaftlichen Wohlstands führen, sondern muss zwangsläufig eine Herabsetzung der Kaufkraft des Geldes nach sich ziehen. Die künstliche Absenkung des Zinsniveaus wiederum führt unweigerlich zu Boom-Bust-Zyklen.

Leider führt das Scheitern staatlicher Interventionen nicht dazu, künftig derartige Interventionen zu unterlassen, sondern nur dazu, dass die Interventionisten noch wütender in die Markprozesse eingreifen. Im Kern maßen sie sich Wissen an, das sie nicht haben können. Die Folgen sind meist verhängnisvoll. Im Falle des Euro bedeutet die Aufrechterhaltung dieses Experiments um jeden Preis eine Umverteilung von Einkommen und Vermögen in bisher unbekanntem Ausmaß – nicht nur innerhalb eines Staates, sondern staats- und nationenübergreifend. Polleit konstatiert abschließend: „Als Instrument einer anti-demokratischen Politik ist der Euro Quelle unaufhörlicher Konflikte und Ungerechtigkeiten, und er ist eine Belastung für den Wohlstand der Menschen.“

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