Manuela Schwesig (SPD): Wasser predigen und Wein saufen

Manuela Schwesig JouWatch
Manuela Schwesig: Privatschule für den Sohn (Bild: JouWatch).

Gar keine Frage: Wer für sein Kind das Beste will und das Geld dafür hat, der schickt es auf eine Privatschule, anstatt es dem Terror auszusetzen, der an vielen staatlichen Schulen herrscht. Daß Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsientin von Mecklenburg-Vorpommern, ihren ältesten Sohn zum Beginn des fünften Schuljahres auf einer Privatschule angemeldet hat, freut mich aufrichtig für ihren Sohn.

Max Erdinger

Politisch ist die Sache allerdings etwas heikel, weil Manuela Schwesig Mitglied einer Partei ist, die das Konzept vom „längeren gemeinsamen Lernen“ an einer staatlichen Regionalschule vertritt. Es sieht nach der Grundschule einen mindestens zweijährigen gemeinsamen Unterricht eines Jahrgangs vor. Dieses sozialdemokratische Konzept wird nun ausgerechnet von der SPD-Ministerpräsidentin Schwesig privat umgangen. Es entsteht so der Eindruck, als hätte Schwesig privat eine andere Überzeugung, als die, die sie öffentlich vertritt.

Es muß ihr vorher klar gewesen sein, daß sie dieser Vorwurf mit der Entscheidung für eine Privatschule treffen wird. Daß der zu erwartende Ärger kein ausschlaggebendes Kriterium für die Schulwahl gewesen zu sein scheint, zeichnet Schwesig als Mutter zwar aus, als Ministerpräsidentin und Sozialdemokratin jedoch nicht. Und für das sozialdemokratische Bildungskonzept ist es ein schwerer Schlag. Wer vertraut sozialdemokratischen Bildungskonzepten, wenn sich sogar die Ministerpräsidentin abseilt? – Niemand.

Der Rest der Geschichte ist das Übliche: Vorwürfe von sich weisen, behaupten, es seien andere Kriterien als die der Schulqualität maßgeblich für die Entscheidung gewesen, es herrsche freie Schulwahl auch für die Kinder von Ministerpräsidentinnen, die neue Privatschule für den Sohn sei einfach am nächsten zur elterlichen Wohnung gelegen, Parteigenossen springen ihr zur Seite usw.usf.

Dennoch verfestigt sich einmal mehr das Bild, das man von Sozialisten aller Art und ihren Politbüros im allgemeinen hat: Wasser predigen und selber Wein saufen. Das wird wieder Stimmen kosten. Bald ist Bundestagswahl.

Ein gutes Ende würde die Sache nehmen – und Manuela Schwesig hätte meine ewige Verehrung dafür -, wenn sie sich entschließen könnte, einfach den Weg weiter zu beschreiten, den sie mit der Wahl einer Privatschule für ihren Sohn bereits eingeschlagen hat. Trennung von der SPD, Rücktritt als Politikerin (weil sie in dem Job eh nichts taugt, welcher heutige Sozialdemokrat taugt schon was?) und das tun, was sie wahrscheinlich besser kann: Eine gute Mutter mit viel Zeit für ihre Kinder sein. Am Geld kann es nicht mehr liegen.

Bei dem halluzinatorischen Frauenbild, das Sozialdemokraten im allgemeinen aber haben, wird es wohl mit meiner Verehrung nichts werden. Manuela Schwesig wird einfach weiter behaupten, ihre private Entcheidung habe mit ihrer politischen Überzeugung nicht das geringste zu tun – und sich im Beruf „selbstverwirklichen“. Es ist halt ein großer Jammer mit den Linken und ihren dämlichen Überzeugungen.

 

 

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