Das Hetz-Girlie

Sooo was von witzig: Julia Schramm (Von Cawide - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49663182
Sooo was von witzig: Julia Schramm (Von Cawide - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49663182

Julia Schramm pöbelt gern. Das hat sie mit ihren Erzfeinden gemeinsam. Mit einem Unterschied. Sie darf das. Denn sie ist witzig.

Von Volker Kleinophorst

Julia Schramm ist mir vor allem durch diesen unglaublichen Widerspruch aufgefallen zwischen dem Anprangern von Hasssprache ihrem gleichzeitigen Rumgiften gegen alles und jeden, der ihren dogmatischen Vorstellungen nicht passt.

Sie gilt als Antideutsche und reißt auf Twitter gerne ihr Maul auf: „Stalingrad war wunderbar – Nazi Opa bleibt gleich da“ oder bejubelt die Bombardierung Dresdens als großartige Tat. Deutsche als Kartoffelbrei.

Sie hat Bücher geschrieben, die sich wohl trotz reichlich negativer Kritiken gut genug verkaufen, war bei den Piraten, ist jetzt bei den Linken gelandet. Berliner Landeslistenplatz 13, was uns wohl vor ihr als Bundestagsabgeordnete bewahren wird. Wie gut, dass sie noch diesen tollen Posten bei der Kahane-Stasi der „Amadeu Antonio Stiftung“ hat, als Fachreferentin für #hatespeech?

Auch mir wäre sie als erste eingefallen, denn Julias Hass ist ja ok, genau so förderungswürdig wie die Stiftung: „Abwertende Aussagen über Weiße fallen nicht unter Hate Speech, da ihnen schlicht die gesellschaftlichen Konsequenzen fehlen.“

Bevor jetzt einer durchdreht. Abwertende Aussagen über weiße Frauen sind natürlich Sexismus und damit hatespeech. Außer ein Goldstück pöbelt eine „deutsche Schlampe“, dann soll man sich nicht so anstellen. Kompliziert. Kein Wunder das man da Fachfrauen braucht wie Schramm.

Wer weiß schon mehr über Hetze als ein Hetzer.

Gleichzeitig macht sie auch gerne auf IT-Girl. Ihre „Handtasche“ steht kurz vor einem eigenen Twitter-Account.

Wie lebt man auf der Borderline zwischen Designerhandtasche und Antikapitalismus?

Neon, die Bravo für Männer mit Dutt und postfaktische Frauen gibt einen geschminkten Einblick. In Schramm und in sich selbst, vertreten durch Nora Reinhardt, Textredakteurin und verantwortlich für die NEON-Rubrik »Unnützes Wissen«.

Zuerst stellt Reinhardt fest. Die Schramm, die ist ja witzig. „Bomber Harris Feuer frei“ „Volkstod“ eine Scherz nach dem anderen. Aber die Scheißrechten verstehen ja noch nicht einmal einen Witz.

Übrigens auf Schramms nur mäßig betriebener Webseite ist der erste Artikel unter Feminismus über Diät. Den Witz versteh sogar ich.

Ihr eigener Lifestyle mit der 600 € Handtasche: „“Ach, es ist eh schon alles kompliziert genug, da will ich nicht auch noch Scheiße aussehen.“

Sie sollte unbedingt einen linken Abreiskalender rausbringen, von diesen Sprüchen hat sie offenbar ohne Ende, Muss wohl am Twittern liegen. Es geht aber auch platt.

Über die Linken: „Ich fühl‘ mich da sehr wohl.“

Über Schulz: „Ja, wenn er es ehrlich meint mit der sozialen Gerechtigkeit.“

Sie ist aber auch Merkel-Fan, über die sie ein wohl vernachlässigenswertes Buch geschrieben hat, einen diffusen Blog betreibt und die so Schramm Ende August in der Schweizer WOZ „für das neue Deutschland steht“.

Deutschland sei eine Kulturgemeinschaft. Nationale Grenzen lehne sie ab. Die Nationalhymne, falls sie mal Präsidentin wird, würde sie nicht singen. ABER, man dürfte sie ihrem Beisein abspielen.

Ein Obdachloser kommt vorbei. Julia gibt.

Der Nächste kommt mit Süßigkeiten für ein Spende? Julia kauft UNS (gelebter Sozialismus) Rafaello.

Beim dritten hat sie kein Bargeld mehr, ich vermute mal eher kein Kleingeld. Doch Neon ist da verständnisvoll:„Ja, so scheitert die Umverteilung ganz banal“ Genau? Nämlich daran dass die Gestopften die Scheine für sich behalten.

Ihr ins Gerede gekommene staatliches Buchhonorar: „Ich habe mir ein leistungsloses Einkommen ausbezahlt. Es ist leichter Missstände aus einer privilegierten Position zu bekämpfen.“ Wie viel sie persönlich davon anderen Bedürftigen, als sich selbst gespendet hat, erfahren wir nicht. Ich vermute mal…

An anderer Stelle war ja zu lesen, wie sehr sie es mitgenommen hat, dass man sie dafür kritisierte, ihr Geld für sich zu behalten. Mein ist Mein und Dein ist Unser. Mädchenzeug, kennt man doch.

Weiter geht’s mit Mädchenzeug. Woher die süße Bluse? Oh von Primark. Ja, Julia hat das geprüft, „ist auch nicht schlimmer als H&M.“ Da „schwingt auch ein ganze Menge Armenverachtung mit“ sondert sie denn auch noch einen besonders originellen Ansatz ab. Die Diskussion sei elitär: „Viele Arme freuen sich über bezahlbare Mode.“ Gut, nicht die Arbeiterinnen in den asiatischen Sweat-Shops, wo Billigmode herkommt, aber die Neon-Redakteurin findet, das sei doch ein interessantes Argument.

Das Reinhardt bei der Verteilung des Gehirns nicht laut genug hier gerufen hat, fällt ja schon im Einstieg auf, wo sie sich wundert, das der Treffpunkt Ankerklause einen maritimen Namen habe, obwohl die Kneipe doch nur am Landwehrkanal liege. Dass auch Binnenschiffe Anker haben, muss man nicht wissen. Aber haben die bei Neon keinen Textchef oder hat der auch bei Prinzessin Lillifee volontiert.

Das Fan-Girl von Neon, kommt so ein bisschen rüber wie die „Beste Freundin“, die während der Schulzeit bei jeder „Hübschen“ dazugehört.

Und so schreibt sie ihrer „Freundin“ nach dem Mund. Julia denkt selber, hat immer recht, ist supertoll und alle die das nicht finden, sind ja so was von…

Durch welche Brille man bei Neon die Welt sieht offenbart ein anderer Text ebenfalls von Nora Reinhardt. Und zwar wie sie bei H&M in Barcelona von dem islamischen Terroranschlag überrascht wurde. Neon hat es doch geschafft den „Augenzeugenbericht“ und die redaktionelle Aufbereitung hinzukriegen, ohne einmal das Wort Islam zu erwähnen. Zusätzlich peinlich auf der Webseite ist das Bild eines Täters eingeblendet, um auf einen Stern-Artikel zu leiten. Und da sieht man, was man nicht lesen darf.

 

Auffällig zu Schramm, ich hab hier und da mal was versucht, einen Kommentar zu ihr posten. Wird nie freigeschaltet. Ich meine jetzt nicht allein den Mainstream. Wenn man zu ihr schreibt, wird wohl vielfach reflexartig gelöscht.

 

Ihren Hass darf sie, wohl alimentiert, weiter verbreiten. Sicher auch nur ein Witz.

 

Einige haben sicher schon mit dem Kopf geschüttelt, wie man auf die Idee kommen kann, Julia Schramm hübsch zu nennen. Aber auf den älteren Bildern sieht sie doch ganz nett aus. Ihr Gesicht verzieht sich allerdings zusehends. Man sieht einfach schon, wie Hass und Fanatismus sich in die Züge graben.

 

Irgendwann sieht sie aus wie Anetta Kahane.

 

Denn Julia, ich duz dich jetzt einfach mal, weil ich weiß, das kannste garantiert nicht ab: Die Anderen sind nur ein Spiegel. Den Hass, den du da siehst, diese hässliche Fratze, das ist deine eigene.

 

Kleine Anmerkung: Witzig ist, wenn Andere lachen, nicht wenn man selbst seine „Scherze“ zum Schreien findet.

 

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