Schlimm: Der Knollenblätterpilz ist ein arger Fremdenfeind

Gefahr für Migranten: Knollenblätterpilz (Foto: Pixabay)

In der FAZ stehen üblicherweise die ganz schlimmen Sachen. Merkel zum Beispiel. Oder der Schulz. Oder wenn ein Sachsenhausener volltrunken in den Äppelwoi gefallen und ersoffen ist.

von Max Erdinger

Daß die FAZ aber jemals zuvor darüber berichtet hätte, daß jemand nach dem zweifelhaften Genuß des grünen Knollenblätterpilzes zur Entgiftung ins Krankenhaus musste, ist mir nicht bekannt. Vielleicht liegt es daran, daß es früher weniger Syrer in Frankfurt gegeben hat und Pilzvergiftungen bei Einheimischen nicht der Rede wert sind.

Der Vater einer Flüchtlingsfamilie aus Syrien, so die FAZ, sei mittlerweile gerettet, nachdem er selbst und seine Familie vom süßlich riechenden, nussartig schmeckenden Knollenblätterpilz gegessen hatten. Das dürfen wir getrost als einen Erfolg im Kampf gegen rechts werten und deshalb ist es auf jeden Fall eine Meldung wert. Um den wunderbaren Erfolg zu konsolidieren, soll der Kampf gegen den fremdenfeindlichen Knollenblätterpilz nun intensiviert werden. In Frankfurt wird es zukünftig Broschüren in arabischer Sprache geben, welche vor den tödlichen Gefahren warnen, die der fremdenfeindliche Knollenblätterpilz für Migranten bereithält. Zu oft hatte der radikale Fungus bereits zugeschlagen.

Zitat: „Nachdem im September 2015 an der Uniklinik Hannover innerhalb weniger Tage 30 Flüchtlinge mit Vergiftungen behandelt werden mussten, nahm sich das Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin des Themas an. Dem Institut müssen alle Vergiftungen mit Chemikalien angezeigt werden, eine Meldepflicht für solche mit Pilzen gibt es nicht. Eine Umfrage ergab, dass 43 Flüchtlinge vor allem in Norddeutschland betroffen waren, drei von ihnen starben, sechs erhielten eine Lebertransplantation. Das Bundesinstitut hat daraufhin die Gesundheitsämter informiert und die Broschüre „Risiko Pilze“ ins Arabische übersetzt, um Flüchtlinge zu warnen. Sie kann im Internet heruntergeladen oder kostenlos bestellt werden.“ – Zitatende.

Das ist sinnvoll, weil die Rettung aus Seenot schließlich Geld kostet, das völlig verschwendet wäre, wenn die Geretteten sich anschließend mit giftigen Pilzen vollstopfen. Wahrscheinlich hat man vorher nicht bedacht, daß es goldstückartige Fachkräfte geben könnte, die ein etwas unkritisches Verhältnis zu Pilzen haben, die sie nicht kennen. Dabei ist es ein alter Hut, daß auch Genies hin und wieder Fehler machen.

Jedenfalls ist die Idee mt der Pilzbroschüre in arabischer Sprache nicht schlecht. Die ist sogar ausbaufähig. Broschüren in arabischer Sprache könnten sich mit vielen Problemen befassen, die Migranten oft haben. „Warum es im Gefängnis gar nicht schön ist“, könnte eine zum Beispiel heißen. Viele Migranten machen sich keine Vorstellung davon, wie schwer das Leben in Deutschland nach einem Messermord oder der Vergewaltigung einer Ungläubigen werden kann. Da müsste man Aufklärung betreiben. Aufklärung ist überhaupt gut. „Was ist Säkularisation?“ in arabischer Sprache würde als Broschüre garantiert ein Hit werden. Wenn man sie bei einem eingewanderten syrischen Drucker herstellen läßt, könnte man auch gleich eine Erfolgsstory aus der Welt der Integration hinterherschieben.

Oder „Ramadan & FKK – Warum nichts anzuziehen genauso wertvoll ist wie nichts zu essen.“ Im Ramadan könnte man diese Broschüre tagsüber anstatt der über die fremdenfeindlichen Knollenblätterpilze verteilen, ohne daß Mehrkosten entstehen. Der Araber ißt nämlich keine Knollenblätterpilze im Ramadan. Jedenfalls tagsüber nicht. Und in der Nacht liegt niemand nackig in der Sonne.

„Allah ist schon stark, doch ein Laster von Mercedes-Benz ist stärker: Warum auch Moslems an der Fußgängerampel stehen bleiben sollten“, wäre eine klasse Broschüre in arabischer Sprache für mehr Verkehrssicherheit unter den Migranten. Oder Broschüren, die ganz locker daherkommen: „Schwimmbadwasser spermafrei und trotzdem recht viel Spaß dabei: Das Kleinkinderbecken ist kein Mittelmeer – Warum Masturbation nicht überall dasselbe ist.“

Broschüren in arabischer Sprache haben jedenfalls Zukunft – und wer sie druckt, wird reich.

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