Wie Du dem Gauland auf’s Jackett gespuckt hast …

Foto: AfD
Wie viele Wählerstimmen wohl dieses süße Baby erhält? Foto: AfD

Wie Du dem Gauland auf’s Jackett gespuckt hast …

… das hat mir jedenfalls gut gefallen – Ein fiktives Gespräch von Frauke Petra mit ihrem Baby:  Migranten, die Dir den Brei wegfressen und Dich vom Töpfchen verdrängen wollen – Der Versuch, die AfD-Politik und die Partei überhaupt ins Lächerliche zu ziehen – Die AfD als „Empörungsjunkies“ diffamiert – Hetze als „Kernkompetenz“ der AfD hingestellt – Wer wirklich Hass sät und Hetzer ist

Von Klaus Peter Krause

Man muss die AfD nicht mögen. Man muss ihre Wahlplakate nicht mögen. Man muss Frauke Petry nicht mögen. Auch eine Zeitung muss das nicht. Aber sie muss den journalistischen Anstand wahren. Auch gegenüber dem politischen Gegner. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) wahrt ihn nicht. Sie fällt über ein AfD-Wahlplakat her, das die AfD-Vorsitzende Frauke Petry zeigt. Frau Petry, wieder einmal Mutter, guckt ganz lieb in die Kamera und hält ein Baby im Arm.  Es mag ihr eigenes Neugeborenes sein. Was der (anonyme) Autor dazu schreibt, wird er als erlaubte, spaßig-unterhaltsame Ironie oder gar Satire verteidigen. In Wahrheit ist es eine auf infame Weise subtile Hetze und ein neuer Höhepunkt im absonderlichem Kampf von FAS und FAZ gegen die AfD.

Der Versuch, die AfD-Politik ins Lächerliche zu ziehen

Das Plakat steht in plakativer Form für das, wofür die Partei eintritt, wofür sie „kämpft“, nämlich für eine gute Zukunft der Kinder, auch dafür, dass Deutschland Kinder braucht und Kinder willkommen zu heißen sind. Diese Politik versucht der Autor, ins Lächerliche zu ziehen und die Partei überhaupt. Sein Beitrag ist ein fiktives, Frauke Petry in den Mund gelegtes, groteskes Politik-Gespräch mit ihrem kleinen Sohn, der davon natürlich kein bisschen verstehen kann, weil er noch in den Windeln steckt. Er soll es auch gar nicht verstehen, nur der Leser. Damit das Gehässige, Perfide, Bösartige des Blattes gegen die Partei deutlich wird, muss ich den Text in Gänze zitieren (die Zwischenüberschriften sind von mir eingefügt):

Kinder kommen immer gut an, solange sie keine dunkle Haut haben

„Lieber Ferdinand, ist das nicht ein schönes Foto von uns beiden? So liebenswert, so friedlich kann es in unserem wunderbaren Deutschland sein, wenn man einfach nur unter sich ist. Und weil ich möchte, dass das so bleibt, habe ich dieses schöne Foto ganz groß auf ein schönes Plakat unserer schönen Partei drucken lassen. Tiere und Kinder, weißt Du, kommen nämlich immer gut an, sogar bei unseren Wählern, zumindest solange sie keine dunkle Haut haben. Also die Kinder, die Tiere dürfen das schon.“

Migranten, die Dir den Brei wegfressen und Dich vom Töpfchen verdrängen wollen

„Es gibt aber, und da, lieber Ferdinand, will ich ganz ehrlich zu Dir sein, noch einen zweiten Grund dafür, dass ich mich auf meinem Wahlplakat mit Dir zeige: Von den anderen aus meiner Partei wollte sich keiner mit mir fotografieren lassen. Politik ist nicht immer ganz einfach zu verstehen, auch nicht für Erwachsene – aber ein wenig hast Du vielleicht schon was kapiert. Wie Du, als ich Dich den anderen vorstellte, dem Gauland aufs Jackett gespuckt hat, das hat mir jedenfalls gut gefallen. Auf unserem Foto schläfst Du so süß, lieber Ferdinand. Und wenn Du

Deine Augen öffnest, dann erkennst Du sofort, wie bunt und vielfältig unsere Welt ist – und dass man dagegen natürlich was tun muss. Mehr Farben als Schwarz-Rot-Gold brauchen wir nämlich nicht. Denn weißt Du: Diese ganzen Migranten haben immer ganz viele Kinder, die Dir den Brei wegfressen und Dich vom Töpfchen verdrängen wollen. Du und Deine acht Halbgeschwister, lieber Ferdinand, Ihr braucht schließlich schon genug Platz. Und um diesen Platz müssen wir kämpfen, Ferdinand, und damit Du selbst mitkämpfen kannst, habe ich Dir schon mal eine schöne Wasserpistole gekauft. Die Steinschleuder kriegst Du später.“

Und wenn Du später einmal sauer auf mich bist …

„Und falls Dir, wenn Du eines Tages groß bist, dieser Brief nicht gefällt und Du sauer auf mich bist, dann sollst Du wissen: Das ist alles von mir überhaupt nicht so gemeint gewesen und völlig aus dem Zusammenhang gerissen worden. Deine Mutter Dr. Frauke Petry, Vorsitzende der AfD“ (FAS vom 3. September, Seite 12).

Und dann wundern sich die Zeitungsmacher, warum immer mehr Leser sie fluchtartig verlassen

Zugestanden: Es ist glänzend geschrieben, ist unterhaltsam, ein kabarettistisches Kabinettstück. Man könnte es als solches durchgehen lassen, wenn sich nicht beide Blätter aus dem Hause Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH in ihrer Einseitigkeit gegenüber der AfD ständig überbieten und sich nicht nur dem AfD-Bashing hingeben würden. Schlimm auch, dass es andere Blätter und Hauptstrom-Medien nicht anders treiben. Solider Journalismus, wie er auch bei anderen Themen nötig wäre, ist das nicht. Und dann wundern sich die Blätter, dass immer mehr Leser sie fluchtartig verlassen, und versuchen, diese Flucht allein auf das Internet zu schieben.

Zwei FAS-Seiten zuvor die AfD als „Empörungsjunkies“ diffamiert

In derselben FAS-Ausgabe, zwei Seiten zuvor, setzt die Redaktion ihren Lesern schon ebenfalls eine Anti-AfD-Hetze vor. Der Beitrag von (diesmal nicht anonym) Jan Grossarth stellt die AfD als „Empörungsjunkies“ hin. Was das ist? „Sogenannte Empörungsjunkies haben einen Volkssport daraus gemacht, aus der Anonymität des Internets auf alles zu schießen, was nicht in ihr kleinkariertes Weltbild passt.“ Thilo Sarrazin zum Beispiel ist so einer. Er „steht für alles, was Empörungsjunkies doof an Deutschland finden. Zu viele Flüchtlinge. Zu wenig Polizei. Und zu viele Gutmenschen, die sich nach den jüngsten spektakulären Fällen von Gewalt gegen Frauen in Freiburg, Hameln oder Bochum weigern, den Tatsachen ins Auge zu sehen.“ (Quelle hier).

Hetze als „Kernkompetenz“ der AfD hingestellt

Nun also Jan Grossarth: Die Kernkompetenz der AfD sei es, zwanghaft moralische Grenzlinien zu übertreten. „Darüber regen sich Demokraten sehr auf, und wenn sie das nicht täten infolge solcher Hassreden wie in dieser Woche von Alexander Gauland, dann wäre die Demokratie tot. Doch das passt der AfD ins Kalkül: die Empörung über ihre Hetze. Die AfD und die ihnen nahestehenden Publizisten karikieren jede Aufregung über solche Provokationen als Hysterie.“

Der „rassistische Hetzer“ Gauland mit seinen „Macht-  und Gewaltphantasien“

Parteichef Alexander Gauland habe das schizophrene Rollenspiel auf die Spitze getrieben, als er sich vom rassistischen Hetzer zum Opfer „politischer Korrektheit“ re-maskiert habe. „Die Parteifreunde stellten sich hinter ihn, nachdem er vor Anhängern in Thüringen davon gesprochen hatte, die Bundesintegrationsbeauftragte Aygan Özoguz von der SPD würden ‚wir’ bald ‚Gott sei Dank’ in ‚Anatolien entsorgen können’.“ Später habe Gauland seine Macht- und Gewaltphantasien mit den Worten präzisiert, eine Frau, die sage, eine deutsche Kultur sei jenseits der Sprache nicht identifizierbar, habe in diesem Land nichts verloren. Er habe seine Wortwahl verteidigt: Sie entspräche dem Volkswillen, nicht dem der Eliten. Die AfD und in ihr geistiges Umfeld habe dann die „Empörung“ über Gaulands Rassismus zum eigentlichen Skandal gemacht. (FAS vom 3. September, Seite 10).

Wer wirklich Hass sät und Hetzer ist

Das ist heimtückische Rabulistik, unredlich-intellektuelle Wortverdreherei. Die FAZ hat Gaulands Wort vom „entsorgen“ schon mehrmals gegen die AfD ausgeschlachtet. Nun hat auch die FAS zum Schlag ausgeholt. Das Beschimpfen Gaulands als „rassistischen Hetzer“, der „Hassreden“ schwinge, wendet sich gegen das Blatt selbst. Es sät hier wirklich Hass und ist in Sachen AfD verkommen zu einem Hetzblatt, aber nicht zu einem rassistischen, denn Rassismus ist etwas ganz anderes. Dass auch ein Blatt wie die FAS die missbräuchliche Umdeutung und Nutzung dieses Begriffes durch alle politisch Linken mitmacht, stimmt außerordentlich traurig. Es mag vorgekommen sein, dass FAZ und FAS ihre Leser auch einmal sachlich über das Parteiprogramm der AfD unterrichtet haben, aber ganz sicher bin ich mir da nicht, und wenn, dann nur in feindseliger Kürze. Beim Leser haften bleibt die derzeit nahezu alltäglich diffamierende Hetze gegen die AfD – gegen die inzwischen einzige und, wie es ihr Parteiprogramm zeigt, wahrhaftige Oppositionspartei.

(Wahlprogramm Kurzfassung hier, Grundsatzprogramm hier).

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