Kein Medienthema in Deutschland: Schwarzer Rassismus in Afrika

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Afrika im Blick (Foto: Pixabay)

Die ehemalige britische Kolonie Südrhodesien war bis in die Achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts hinein unter dem Beinamen „Kornkammer Afrikas“ bekannt. Seit April 1980 ist das Land unabhängig und wird seither als Präsidialsystem von Robert Mugabe geführt, zunächst als Ministerpräsident von 1980 – 1987, danach als Präsident und seit dem Jahr 2000 als Diktator. Der Kommunist Mugabe ist heute 93 Jahre alt und das vormalige Rhodesien ist wieder abhängig. Allerdings nicht mehr von Großbritannien, sondern von der Welthungerhilfe. Das Land gilt heute als die Hölle auf Erden. Die wirtschaftliche Elite des Landes, weiße Farmer zumeist, wurde enteignet, verjagt und nicht nur bei Widerstand ermordet. Es herrschen Justizwillkür, eine unvorstellbare Korruption, eine Inflation von mehreren tausend Prozent, die von Weißen geschaffene Infrastruktur zerfällt und eine medizinische Versorgung ist praktisch inexistent.

Jüngst hat sich Robert Mugabe zur Strafverfolgung für die schwarzen Mörder geäußert: Es gibt keine. Und das ist auch gut so, wie er meint. Alle Einheimischen, die während der umstrittenen Landreform seit dem Jahr 2000 weiße Farmer ermordet haben, genössen Immunität vor Strafverfolgung, so Mugabe im Juli anläßlich des jährlich gefeierten „Heldentages“. O-Ton Mugabe: „Ja, wir haben diese weißen Farmer, die umgebracht worden sind, als sie sich (gegen ihre Enteignung) wehrten. Wir werden ihre Mörder niemals strafverfolgen. Warum sollten wir?“ Bei der Gelegenheit kündigte er auch an, daß die wenigen weißen Farmer, die es noch gibt, ebenfalls enteignet werden würden. Die Zimbabwer bräuchten das Land. Tausende von weißen Farmern und ihren Angestellten waren bereits seit dem Jahr 2000 vertrieben worden und blieben ohne jedes Einkommen. Etwa 4.000 von ihnen wanderten in Nachbarländer aus, etwa nach Malawi, Mosambik oder Sambia.

Daß Mugabe und Zimbabwe kaum Medienbeachtung in Deutschland finden, ist seltsam. Schließlich wäre Mugabe wegen seiner Rhetorik der Aufreger schlechthin. Mit Sprüchen wie denen von Mugabe würde es jeder Deutsche hierzulande in den medialen Rang eines obernationalistischen Rechtpopulisten schaffen – und dementsprechend würde er auch angegangen werden.

Der greise Diktator in der Zeitung News Day: „Alles in allem ist das hier unser Land qua Geburt. Rechtmäßig ist das also unser Land. Es ist auch unseres, weil wir es uns erkämpft haben“. – Hallo? Wenn so etwas ein Björn Höcke sagen würde, wäre hierzulande doch der mediale Teufel los? Warum ist Mugabe kein Thema? Warum ist Südafrika kein Thema?

Sowohl in Zimbabwe als auch in Südafrika passiert unter umgekehrten Vorzeichen das, was hierzulande medial als der Sündenfall schlechthin bezeichnet werden würde. „Die Menschen“ in den dortigen Regierungen sind schwarze Suprematisten allein wegen Hautfarbe und Herkunft. Daß sie es wegen irgendwelcher Verdienste um ihre Länder seien, kann man nun wirklich nicht behaupten. Alles, was zu Kolonialzeiten im südlichen Afrika einst einen gewissen Glanz verströmte, läuft schnurstracks in den zivilsatorischen, kulturellen und wirtschaftlichen Ruin, ganz egal, um welches Land es sich dabei handelt. Zimbabwe, Südafrika, Namibia, Mosambik, Sambia und Angola – allesamt haben sie schon wesentlich bessere Zeiten gesehen. Ich selbst kenne Johannesburg in Südafrika aus der Zeit der ausgehenden Siebziger Jahre. Wenn man sich damals völlig sicher durch das Geschäfts- und Bankenviertel Hillbrow bewegte, spürte man keinen Unterschied etwa zur Frankfurter Zeil oder der Kaufinger Straße in München. Heute gilt Johanesburg als die Welthauptstadt des Kapitalverbrechens. Raub, Überfall und Mord sind an der Tagesordnung. In ganz Südafrika gab es 170 Morde im Jahr 1967. Heute sind es über 25.000. Allein seit dem Ende der Apartheid in Südafrika sind über 70.000 Weiße meist bestialisch ermordet worden. Sie sind eine Minderheit von unter 10 Prozent in Südafrika, aber eine starke Mehrheit unter den Mordopfern dort, knapp unter 50 Prozent. Aber es regt sich hierzulande niemand auf. Warum nicht?

Die Antwort liegt meines Erachtens auf der Hand. Bei unseren westlich-dekadenten Salonbolschewisten in Politik und Medien – hauptsächlich in den Medien – handelt es sich um einen Haufen verlogener Heuchler, denen es nie wirklich um das geht, was sie behaupten. Es geht ihnen nicht um Täter und Opfer – nie! Es geht ihnen immer nur darum, daß sowohl Täter als auch Opfer jeweils „die Richtigen“ zu sein haben. Das zieht sich durch wie das sprichwörtliche rote Band. Hitlers Opfer sind Opfer, Maos oder PolPots Opfer sind hingegen nicht der Rede wert. Ein verbrannter Schwarzer in einer deutschen Haftzelle ist ein Skandal, der medial wochenlang breitgetreten wird. 70.000 ermordete Weiße in Südafrika sind hingegen nicht erwähnenswert. Südafrika ist „Rainbow Nation“, der eingebildete Beweis für das Funktionieren ihrer völlig abgehobenen Multikulti-Visionen, – und dieser Traum von der „Rainbow Nation“ darf nicht beschädigt werden, auch von der Realität nicht. Die Realität ist nämlich der Feind jeder Vision.

Ein anderes Beispiel: Auch wenn Frauen in Deutschland ihren Vorsprung bei der statistischen Lebenserwartung innerhalb nur eines knappen Jahrhunderts versechsfachen konnten (von einem im Jahr 1920 auf sechs Jahre im Jahr 2017) – sie gelten als die Benachteiligten, als die Unterdrückten, die Diskriminierten, die jeder – und die Frauen gefälligst sich selbst – als Mündel der politisch korrekten Helferindustrie zu begreifen hat.

Das notorische Messen mit zweierlei Maß ist inzwischen kennzeichnend geworden für die gesamte gesellschaftliche Debatte in Deutschland. Es geht nie um die Realität, sondern immer nur um die politisch korrekte Interpretation derselben. Meinung sticht inzwischen jeden Fakt. Das läßt sich an kaum einem Beispiel besser festmachen, als an dem willentlichen Ignorieren der Zustände im südlichen Afrika, die geeignet wären, dem deutschen Gesinnungsjournalismus die Maske vom Gesicht zu reißen. Robert Mugabe ist ein Diktator, ein Verbrecher, ein Killer, ein Marodeur, ein Rechtsverächter, ein grässlicher Barbar und Wohlstandsvernichter. Er ist ein Rassist. Aber er ist Kommunist und er hat die „richtige Hautfarbe“, wie auch Jakob Zuma in Südafrika. Reden wir also nicht darüber.

Verdienen wir eigentlich die Bezeichnung „aufgeklärte Gesellschaft“ noch? Oder haben wir lediglich die Wandlung von einem religiösen zu einem zivilreligiösen Volk durchgemacht? (ME)