Kanadas Premier Trudeau im Merkelfieber

Kanadas Premier Justin Trudeau (Bild: gemeinfrei)
Kanadas Premier Justin Trudeau (Bild: gemeinfrei)

Kanada scheint es kalt zu erwischen: Immer mehr Latinos, vor allem aus Haiti, ersuchen aufgrund der amerikanischen Asylpolitik nun in Kanada um Asyl nach. Doch das Land ist darauf gar nicht vorbereitet und könnte mit zweijähriger Verspätung durch Trudeaus Worte jenes Chaos erleben, das Angela Merkel über die Deutschen gebracht hat.

Justin Trudeau, Kanadas smarter Premierminister, kritisierte noch vor Kurzem den US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump für die angekündigte Verschärfung im Kampf gegen illegale Immigranten.

Trudeau gibt den männlichen Merkel

Besonders in Deutschland erhielt er Anfang des Jahres dafür aus der linksdrehenden Politik und der ihr angegliederten Neigungspresse viel Applaus. Der kanadische Präsident sei das gute, politische Gegengewicht zum verhassten US-amerikanischen Präsidenten. Trudeau zeigte, dass man auch ohne Mauern und Grenzzäunen eine vernünftige Migrationspolitik betreiben könne, ohne das eigene Land zu überfordern, so Jubelstimmung.

Indes scheint sich das Blatt für Trudeau gewendet zu haben. Trumps restriktive Migrationspolitik zeigt erste Wirkung. Immer mehr Latinos, insbesondere Haitianer, die sich seit Jahren in den USA illegal aufgehalten hatten und deren Schutzstatus im Januar 2018 ausläuft, haben in den vergangenen Wochen die Grenze zwischen den USA und Kanada Richtung Norden überquert und in Kanada um Asyl nachgesucht.

Kanada ist auf solch einen Ansturm nicht vorbereitet

Die Behörden scheinen dem Ansturm nicht gewachsen zu sein. In zahlreichen Grenzstädten seien Feldbetten der kanadischen Armee in Sporthallen aufgebaut worden, um Notunterkünfte zu errichten, so der Nachrichtensender CBC. In den ersten beiden Augustwochen seien bereits alleine im Bundesstaat Quebec mehr als 3.800 Asylsuchende erfasst.

Die Opposition kritisiert, dass das Land auf einen solchen Ansturm in keiner Weise vorbereitet sei und Trudeau mit seinen vollmundigen Worten ganz im Stil von Angela Merkel diese Entwicklung gefördert, wenn nicht sogar herauf beschworen habe. In wieweit diejenigen, die schon länger in Kanada leben, eine Flutung ihres Landes mittragen, darf mit Spannung beobachtet werden. Ein Trostpflaster: Die zu Tausenden hereinflüchtenden Latinos sind mehrheitlich erzkatholisch und mit dem westlichen Lebensstil vertraut. (BS)

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