GAU-Land 2017: Toleranz und Entsorgung

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Immer gut für ein knackiges Statement: Alexander Gauland (Foto: JouWatch)

Tärä-tärä-tärä …. der Medien-Mainstream gackert wieder wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen über Alexanders Gaulands Vorschlag, Frau Staatsministerin Özoguz von der SPD in Ostanatolien zu entsorgen. Thomas Fischer, früher Vorsitzender Richter beim Bundesgerichtshof, stellte sogar Strafantrag wegen des Verdachts auf Volksverhetzung gegen Alexander Gauland. Wie intolerant! Eine etwas sarkastische Betrachtung.

von Max Erdinger

„Tolerare“ (lat.) ist der Wortstamm von „Toleranz“. Die korrekte Übersetzung von „tolerare“ lautet auf „etwas ertragen, aushalten“. Toleranz ist folglich zu übersetzen mit Leidensbereitschaft und nicht mit dem infantilen ´68er-Geschwätz à la: „Ich bin ok, du bist ok.“

Der frühere Vorsitzende Richter am Bundesgerichtshof scheint Gaulands Äußerungen als etwas empfunden zu haben, für das es ein anderes deutsches Wort gibt: Die Unerträglichkeit. Sie ist das Gegenteil der Toleranz. Unerträgliche Kopfschmerzen sind das Ende aller Schmerztoleranz. Fischer ist also intolerant. Wenn er Pech hat, liegt das nicht an Gauland, sondern an seinem eigenen Mimöschenschädel. Sei es wie es sei: Was soll der Intolerante in Deutschland 2017? – Richtig, schämen soll er sich.

Die Politisch Korrekten hierzulande können den leichtesten Dissens nicht aushalten. Sofort fangen sie wegen ihrer Toleranzschwäche zu hyperventilieren an. Fischer zur Begründung seiner hysterischen Reaktion: Bei Gaulands Äußerung handele es sich um eine „ersichtlich allein an der ethnischen Herkunft der Person ausgerichtete Aufforderung“. – Hallo? Herr Fischer? Gauland hat gar nichts über die Herkunft der Frau Staatsministerin gesagt, sondern lediglich darüber sinniert, wo sich Frau Özoguz eventuell leichter integrieren könnte als hierzulande. Wir wissen alle, daß die Integration ein Segen ist und müssen Herrn Gauland dankbar sein dafür, daß er sich einen Kopf darüber macht, wo sich Integrationswillige am leichtesten integrieren können. Es kann doch nicht sein, daß man bestimmte Gebiete, welche immerhin Teil eines Landes sind, das noch bis vor kurzem als EU-Beitrittskandidat gehandelt worden – und Mitglied der NATO ist, als Gegenden herabwürdigt, in denen die Integration nicht gelingen könne? Alexander Gauland hat Recht! Frau Özoguz integriert sich in Ostanatolien vermutlich leichter als in Deutschland. Wir alle hätten eine Sorge wegen der Integration weniger. Es käme halt auf einen Versuch an.

Wenn Frau Özoguz in Ostanatolien öffentlich auftritt und sagt, eine anatolische Kultur sei außerhalb der Sprache dort nicht zu identifizieren, – und wenn sie das unwidersprochen überlebt, dann wäre sie dort besser integriert als hierzulande. Immerhin ist Deutschland ein Land, in dem man sich angewöhnt hat, daß sich jeder tagtäglich den Kopf darüber zerbricht, was für jeden anderen das Beste sei und was der jeweils andere zu denken und zu sagen hat, um schön tolerant dazustehen. Die Intoleranz des Herrn Fischer den Sorgen und den konstuktiven Vorschlägen des Herrn Gauland gegenüber stinkt doch zum Himmel!? Wie soll sich jemand in Deutschland integrieren, der außer der Sprache keine deutsche Kultur identifizieren kann? Da muß man doch, so man noch einen Funken Mitgefühl mit den Integrationswilligen hat, konstruktive Vorschläge dazu machen, wo die heilige Integration besser funktionieren könnte! Nichts anderes hat Alexander Gauland getan.

Und was fällt dem ehemaligen Vorsitzenden Richter Fischer eigentlich ein, von der „ethnischen Herkunft“ der Frau Özoguz zu reden? Wir sind alle nur „die Menschen“. Weiß er das nicht? „Die Menschen“ in Ostanatolien sind genau dieselben wie in Deutschland, oder nicht? Folglich darf man sich die Frau Özoguz überall hinwünschen, ohne deswegen gleich von hyperventilierenden Bedenkenträgern nach § 130 StGB verklagt zu werden.

Die offensichtlich mißlungene Integration der Frau Özoguz in Deutschland muß jedem Sorgen bereiten, der auf den Segen der Integration schwört. Was betreibt man folglich, wenn man eine Sorge loswird? – Genau, Entsorgung. Frau Özoguz in Ostanatolien zu entsorgen, ist also der Vorschlag, eine Sorge im Zusammenhang mit dem Gelingen der Integration loszuwerden. Gauland hat einen konstruktiven Vorschlag gemacht und konstruktive Vorschläge sind voll knorke. Man frage die Bundeskanzlerin. Da gibt es keine Bedenken zu tragen. Und schon dreimal nicht sind konstruktive Vorschläge – egal, woher sie kommen – ein Grund für den „Verdacht einer Verletzung der Menschenwürde durch Beschimpfen und böswilliges Verächtlichmachen“ (§ 130 Absatz 1 Nr. 2).

Das Gegenteil ist der Fall! Alexander Gauland hat sich ohne Ansehen jedweder „ethnischen Herkunft“ (Pfui!) Gedanken darüber gemacht, wo sich Frau Özoguz eventuell besser integrieren könnte als hierzulande. Und er hat den Verdacht geäußert, daß das im Falle der Frau Özoguz bei den Menschen in Ostanatolien gegeben sein könnte. Anders, als bei den Menschen in Deutschland, wo bekanntlich alle total intolerant sind. Da muß man applaudieren und nicht zum Staatsanwalt rennen!

Vielleicht würde der ehemalige Vorsitzende Richter beim Bundesgerichtshof seine Anzeige zurückziehen, wenn ihm das mit der Toleranz, der Unerträglichkeit, der Integration und der Entsorgung noch einmal jemand erklärt?

 

 

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