Deutschland packt aus, Teil IV. – Lehrer klagen an: „Die Wende an den deutschen Schulen hat uns wie ein Blitz getroffen!“

Symbolfoto: Durch Tolga Sezgin/Shutterstock
Muslime in deutschen Schulen. (Symbolfoto: Durch Tolga Sezgin/Shutterstock)

Sie war jung und voller Ideale, als sie vor Jahrzehnten für das Mittlere Lehramt zu studieren begann. Germanistik mit Nebenfächern, vor allem ihrem Lieblingsfach Musik. Sie ist heute alt und ohne Hoffnung, vorzeitig pensioniert wegen eines schweren Nervenleidens, verursacht durch Zustände an deutschen Schulen, die nur noch wenig mit Humboldtschen Bildungsidealen zu tun haben. Ganzheitliche humanistische Bildung, der Freiheit und dem Wesen der Aufklärung verbunden, Musik und Kunst als Teil der Persönlichkeitsbildung – von all dem Schönen, Wahren und Klugen ist Deutschland inzwischen nirgends so weit entfernt wie im Bildungswesen. Unsere Schulen verrotten nicht nur äußerlich, auch innerlich ist der Lack ab und blättert der Putz. Unsere unfreiwillig frühzeitig aus dem Schulwesen ausgestiegene Pädagogin kann davon ein dissonantes Lied singen. Denn sie war in Berlin und an anderen schrägen Bildungsorten. Sie lernte den Wandel einstig geordneter Bildungsverhältnisse hin zu „Problemschulen“ hautnah und persönlich kennen. Ein deutsches Drama.

Von Hans S. Mundi

„Es begann nicht einmal schleichend, die Probleme waren plötzlich da, waren schlimm – aber keiner wusste, wie er darauf richtig reagieren sollte.“ Unsere Lehrerin war beamtet und insofern auf den Staat und seine Regulierungsbehörden fixiert, dem sie ewige Treue bis zum Pensionsalter geschworen hatte. Dieser Staat aber ist schon seit vielen Jahren ein verantwortungsloser Haufen, durchsetzt von nach oben dienernden Karrieristen, die nur ein Interesse haben: möglichst geräuschlos im Apparat zu funktionieren und die Wünsche der Vorgesetzten, bis hoch zu den politischen Ministeriellen, bedingungslos zu erfüllen. Das klingt übertrieben? Unsere Kronzeugin gegen den deutschen Schulalltag schildert es aber genau so!

„Schon vor Jahrzehnten kamen die Kinder von einstigen Gastarbeitern an unsere Schulen. Da gab es natürlich auch mal Probleme, vor allem mit der Sprache, aber eigentlich gelang in Deutschland gerade durch die Schulen die Integration von Ausländerkindern über viele Jahre sehr gut.“ Sie weist darauf hin, dass die Proportionen einst auch noch stimmten. In Großstädten wie Hamburg, Frankfurt oder Dortmund gab es in den allgemein bildenden Schulen mal drei oder vier Kinder mit ausländischem Hintergrund in einer Schulklasse. Das sollte sich gewaltig ändern – und die Verhältnisse zum Tanzen bringen. „Ich war zu Besuch bei einer Kollegin an deren Schule in Hamburg-Neustadt, es war Ende der 1990er Jahre. Wir hatten dort eine Lehrerfortbildung und besuchten auch Schulen. An dieser Schule fiel mir als erstes in der Pause ein unglaublich hoher Geräuschpegel auf, die Schüler wirkten lauter und aggressiver als anderswo. An der Schulkantine war ein großes Schild, darauf stand: ‚Selbstverständlich verwenden wir bei allen Speisen KEIN SCHWEINEFLEISCH!‘ – ich war etwas überrascht.“ Es kam einen Knall mit Ansage.

Wer die Verhaltensregeln der Muslime in etwa für so harmlos wie unser Vereinsrecht hält, der ist schon ein armer Irrer. Wenn diese Irren dann aber ausgerechnet unser Schulsystem in den Händen halten und dieses nicht verteidigen, sondern für desaströse Einflüsse öffnen, dann wird es mal wieder Nacht im Lande der Dichter und Denker. Die Avantgarde für kommende haarsträubende Zustände an unseren Schulen begann damals genau dort – mit den ersten Hinweistafeln der Muslime, die überall IHR RECHT installierten und dann mit allen Mitteln durchsetzten. Der Verzehr von Schweinefleisch an deutschen Schulkantinen war 1990 ff. nicht verboten, also keine Vorschrift, in unserem laizistischen Land galt, man isst das, was man mag und möchte. So etwas dulden Muslime aber nicht. Auch nicht in Deutschland! So wurde also bereits ca. 1998 Hamburger Schülern an einzelnen Schulen mit hohem Anteil von Muslimen der Verzehr von Schweinefleisch de facto verboten – von blöd lächelnden Hamburger Sozialdemokraten geduldet und von deren parteilich gelenkter Schulaufsicht untertänigst toleriert, Das machen eben Muslime nicht nur in ihren islamischen Theokratien bzw. Herkunftsländern so, nein, auch dort, wo sie zu residieren und das jeweilige Land zu übernehmen gedenken. Nicht anders lässt es sich interpretieren, was hier eine einstige SPD-Genossin zu Protokoll gibt, die einst auch bei sozialistischen Hochschulgruppen mitwirkte und an Bildung als Schlüssel zu sozialer Gerechtigkeit bis hin zu Frieden auf der ganzen Welt glaubte.

„Wir wurden von der Realität wie vom Blitz getroffen. Es kam plötzlich Schlag auf Schlag. Ich unterrichtete in Berlin und der Ausländeranteil in bestimmten Stadtvierteln dominierte das gesamte Bild. Es gab ein aufgeregtes Hin und Her. Erst waren Kopftücher untersagt, dann auch in den Klassenzimmern erlaubt, plötzlich sah man mehr Kopftücher als Haare junger Mädchen.“ Was dann Zug um Zug kam, war für die Pädagogen vor Ort eine gewaltige Herausforderung. Denn es blieb nicht mehr friedlich. „Die Sportlehrerin an unserer Schule bot den jungen Musliminnen heimlich (!) die Turnhalle an, dort konnten sie die Kopftücher ablegen und Volleyball spielen – wir stellten dann aber vor der Schule Wachen ab und die Halle wurde fest verschlossen und nur durch ein vereinbartes Klopfzeichen geöffnet.“ Nun wird unsere Zeugin der Anklage gegen eine vollkommen aus den Fugen geratene Bildungspolitik sichtlich nervös, erregt, sie muss zwei starke Beruhigungspillen nehmen um weiter erzählen zu können. „Es gab immer wieder Vorfälle mit meist türkischen Vätern, die an die Schule kamen und uns kontrollierten. Es wurden Lehrer bedroht, beschimpft, bespuckt und geschlagen, wenn sie sich weigerten, das islamische Recht zu beachten. In Folge dessen gab es getrennte Klassenfahrten, keinen offiziellen Sportunterricht für Mädchen und jede Menge Konflikte in den Klassenzimmern.“

Da eine türkische Familie  bis zu sechs Kinder bekommt, veränderte sich allerorts das Stadtbild – vor allem an den deutschen Schulen. Die Schulbehörden ließen hierbei die Pädagogen mit den Problemen allein. Sie hatten keinen Plan – außer eine wohl weit verbreitete Dritte-Welt-Romantik in den Köpfen mit der seit 1968 ff. hierzulande Bevölkerungs- und Bildungspolitik gemacht wird. „Es wurde immer schlimmer. In Gegenden wie Kreuzberg oder Neukölln formierten sich nun zunehmend arabische, kurdische, libysche oder türkische Jugendgangs, deren Bandenkriege in die Schulen gerieten. Das Schlimmste aber war: Wir durften nichts sagen!“

Die Lehrer sollen Dienstanweisungen von der sozialdemokratischen Oberaufsicht erhalten haben, die darauf zielten, auf keinen Fall die anwachsende Ausländerproblematik intern (!) oder extern (!!) zu kommunizieren. Ein Skandal! „Wer dem nicht gewachsen war, der ging daran kaputt. Ich erinnere einen Morgen, als ich eine neue Klasse bekam, die zu zwei Dritteln aus männlichen Jugendlichen mit Migrationshintergrund bestand. Ich kam ins Klassenzimmer, ein Riesendurcheinander, Gebrülle, ein Hin und Her, Raufereien, einzelne wurden geschubst, die Mädchen am Rand und trauten sich nicht sich hinzusetzen. Ich musste schreien, rufen und hatte alle Mühe die Verhältnisse zu ordnen. Mir wurde klar, woran es auch lag – ich war eine Frau und die ist in jenen Kulturkreisen keine Autorität und wird nicht ernst genommen.“ Sie ging zum Schulleiter und schilderte ihm diese katastrophalen Zustände, die nicht mehr beherrschbar waren. Seine Antwort hatte es in sich. „Der Schulleiter sagte, oh mein Gott, behalten sie das bloß für sich, das sollte niemand erfahren, ich bekomme den größten Ärger bei der Schulaufsicht. Die sagen dann, wir wären nicht fähig zu unterrichten.“

Eine Katastrophe ohne Ende. Der berühmte Knall an der Berliner Rütli-Schule ca. zehn Jahre später bewies in aller Öffentlichkeit genau dieses: Mitten in Neukölln ist eine Schule ein Ort des Terrors, der islamistischen Parallelgeselschaft und von Steinewerfern, bis die zuständige Schulleiterin die Nerven verliert, sich und ihr Personal schützen will – und daher an die Öffentlichkeit geht. Ein Kamerateam des ZDF wird vom Schulhof der berüchtigten Rütli-Schule aus mit Steinen beworfen. Ganz Deutschland guckt blöd. Die mutige Schulleiterin wird vom Berliner SPD-Genossensenat des Amtes enthoben und strafversetzt. Damit ist die Welt in dieser Domäne von Alt-68er-GEW und altbackenem SPD-Milieu wieder in Ordnung. Genau deshalb hat Deutschland nun ein Riesenproblem. Die jetzt hinzu kommenden Einwandererströme werden den Kollaps des Bildungswesens zur Folge haben. Denn wer schon vor zwanzig Jahren nicht einmal eine muslimische Verbotstafel an einer deutschen (!) Schule entfernen konnte, wer also blind und blöd die eigenen Gesetze und Regeln nicht einmal in einer Schulklasse durchsetzen kann, der ist „failed“, also Teil eines zusammen brechenden Systems. Ob mit oder ohne Nervenzusammenbruch.

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