MH 017 und kein Ende

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Rätsel um einen "Absturz" (Foto: Wikipedia)

„Die von einem Vertreter  von den Niederlanden geleitete Ermittlergruppe besteht aus Experten von Australien, Belgien, Malaysia und der Ukraine.“

 Von Thomas Schlawig

 Was war geschehen?  Am 17. Juli 2014 befand sich eine Boeing 777 der Malaysia Airlines mit 298 Menschen an Bord auf dem Flug von Amsterdam nach Kuala Lumpur, als sie um 15.20 Uhr im Luftraum über der Ukraine vom Radar verschwand. Sehr schnell (zu schnell) wurde von westlicher Seite (Amerika) der Schuldige für diese Katastrophe gefunden. Nämlich Russland, bzw. Pro-Russische-Rebellen in der Ukraine. Diese sollen die Boeing mittels einer Rakete abgeschossen haben. Obwohl Russland Radardaten veröffentlichte, welche in der Nähe der Passagiermaschine zwei Kampfflugzeuge zeigten, sagte der damalige US-Präsident Obama, daß die USA Satellitenaufnahmen  hätten, welche den Abschuß mittels Rakete beweisen sollten.  Man sah sich allerdings nicht in der Lage, diese Satellitenaufnahmen auch zu veröffentlichen. Ebenfalls befanden sich zum Zeitpunkt der Katastrophe zwei NATO-AWACS-Flugzeuge in der Luft, welche allerdings nichts gesehen haben wollten. Wozu befinden sich hochgerüstete Beobachtungsmaschinen in der Luft, wenn diese nicht sehen, was in ihrer Umgebung vor sich geht? Zweifel sind angebracht. Der ehemalige Lufthansaflugkapitän und heutige Verleger, Peter Haisenko schrieb am 18.07.2014, also einen Tag nach der Katastrophe, daß das einzige, was man zum derzeitigen Zeitpunkt weiß, ist, daß die Maschine abgestürzt ist. Alles andere ist Spekulation und genaues läßt sich erst nach Auswertung der Flugschreiber sagen. Zitat:

Gut, die Wahrscheinlichkeit ist nicht gering, dass Flug MH 017 abgeschossen worden ist. Als ehemaliger Flugkapitän habe ich mich auch mit diesem Risiko eingehend beschäftigen müssen. Dabei gab es ein eindeutiges Ergebnis: Ein großes Passagierflugzeug kann nicht so einfach abgeschossen werden. Vor allem dann, wenn es im Reiseflug in 10 Kilometer Höhe fliegt. Um das zu erreichen, bedarf es ausgefeilter Militärtechnik – eben Boden-Luft Raketen, die von einer Radarstation geführt werden. Nun haben die deutschen Nachrichten sofort kolportiert, die Separatisten in der Ostukraine hätten eine Abschussrampe für BUK M1 antiaircraft-missiles russischer Bauart unter ihre Kontrolle gebracht. Das reicht aber nicht. Um mit dieser Rakete ein Flugzeug in großer Höhe abzuschießen, braucht man die zugehörigen Radarstationen – und die haben die Separatisten nicht.“ Und weiter:

„Bei allen Spekulationen bleibt eine Frage stehen: Wieso ist Flug MH 017 überhaupt über diese Gegend geflogen? In der Ostukraine wird Krieg geführt. Es steht in der Verantwortung der Ukrainischen Flugsicherung, Flugzeuge weiträumig an möglichen Gefahrengebieten vorbeizuführen.“

Das scheint allerdings auch heute, drei Jahre nach der Katastrophe immer noch ein Problem zu sein.

Am 26.07.2014 wies Peter Haisenko an Hand von Fotos aus dem Internet !!!  nach, daß die Beschädigungen am Cockpit kreisrunde Ein-und Austrittslöcher von ca. 30 mm Durchmesser sind. Das stützt die, von russischer Seite vorgelegten Radardaten, wonach sich Kampfflugzeuge in der Nähe der Boeing befanden. Zitat: „Was kann also passiert sein? Russland hat Radaraufzeichnungen veröffentlicht, die mindestens eine ukrainische SU 25 in der nächsten Nähe der MH 017 zeigen. Das korrespondiert mit der Aussage des verschollenen spanischen Controllers, der zwei ukrainische Kampfflugzeuge in der direkten Nähe der MH 017 gesehen hat. Betrachten wir dazu die Bewaffnung der SU 25: Sie ist ausgerüstet mit einer zweiläufigen 30-mm-Kanone, Typ GSch-302 /AO-17A, Kampfsatz: 250 Schuss Panzerbrand- bzw. Splitter-Spreng-Geschosse, die in einer definierten Reihenfolge in einem Gliederzerfallgurt befestigt sind. Das Cockpit der MH 017 ist von zwei Seiten beschossen worden: Ein- und Austrittslöcher auf derselben Seite.“  Und weiter:

„Folgt man den Stimmen aus Washington, die von einem „möglicherweise tragischen Irrtum/Unfall“ sprechen, bleibt nur noch die Frage, welcher „Irrtum“ hier begangen worden sein könnte. Ich begebe mich jetzt nicht in den Bereich der Spekulationen, gebe aber folgendes zu bedenken: Die MH 017 ist in ihrer Lackierung verwechselbar mit der des russischen Präsidenten. Beide tragen die Farben der russischen Trikolore. Die Maschine mit Putin an Bord befand sich zur selben Zeit in der Nähe der MH 017, wenn man „Nähe“ mit Fliegeraugen betrachtet: etwa 200 bis 300 Kilometer. Dazu nehmen wir noch die Aussage der Frau Timoschenko, sie wolle Putin am liebsten mit einer Kalaschnikow erschießen. Aber das ist pure Spekulation. Der Beschuss des Cockpits der MH 017 nicht.“

Am 16.08.2014 schrieb Haisenko, Zitat: „Ein Monat ist vergangen seit dem Absturz der MH 017 und es gibt keine offiziellen Untersuchungsergebnisse. Das ist außergewöhnlich, aber letztlich nicht verwunderlich. Bereits wenige Tage nach dem Absturz gab es eine kurze Meldung, dass in diesem Fall darauf verzichtet werden soll, die Trümmer des Wracks einzusammeln und wie ein Puzzle zusammenzusetzen. Das aber wäre das normale Verfahren, wenn ein ernsthaftes Interesse bestünde, die Unfallursache objektiv zu ermitteln.“

Fazit: Die Boeing wurde tatsächlich mit einer Rakete angegriffen, aber nicht mit einer Boden-Luft-Rakete (BUK), sondern mit einer Luft-Luft-Rakete, abgeschossen von einem Kampfflugzeug, mit dem Ziel, die Putin-Maschine zu treffen. Getroffen wurde aber die Malaysia-Boeing und bei dieser  nur ein Triebwerk, was diese aber nicht zum Absturz brachte. Deshalb musste die Maschine, ehe sie den ukrainischen Luftraum verlassen hätte, unbedingt zum Absturz gebrachte werden, weil eine Notlandung mit einem zerschossenen Triebwerk viele Fragen aufgeworfen hätte. Deshalb beschlossen der/die Pilot(en) der Kampfflugzeug(e) die Boeing mit den 30 mm Bordkanonen abzuschießen, was auch gelang.

 „Unbequeme Wahrheiten werden zurückgehalten“ (Haisenko)

 „Die Spezialisten in Farnborough/England, die die Auswertung der Recorder vorgenommen haben, kennen die Wahrheit – und das seit mehr als zwei Wochen. Diese Wahrheit kann nur äußerst unbequem sein, um es vorsichtig zu formulieren. Wenn die Wrackteile der MH 017 ordentlich zusammengesetzt und untersucht werden, dann ist diese Wahrheit nicht mehr zu verbergen. Bislang ist es Privatleuten vorbehalten geblieben, der Wahrheit näher zu kommen. Das äußerst belastende Cockpitteil wurde immerhin schon als zugehörig zur Unfallmaschine identifiziert.

 Am 10.09.2014 schrieb Haisenko über den Bericht der holländischen Kommission zum Absturz von MH 017,  Zitat: Eines darf unumwunden festgestellt werden: Dieser Bericht lügt nicht. Kann er auch gar nicht, denn es steht nichts Neues drin. Ich selbst habe niemals einen Bericht über ein Flugzeugunglück gesehen, der derartig nichtssagend war. Allerdings lässt der Bericht Erstaunen aufkommen ob der diplomatisch ausgefeilten Wortwahl, die sich in mehrdeutigen Termini verliert. Das ist wohl so geplant, denn so kann jeder weiterhin seine Version mit Inbrunst verteidige.“ Und weiter:

„Dieser „Bericht“ ist das Papier nicht wert, auf dem er steht. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn auch die Kiew-Maidan-Regierung musste ihr OK geben zu dem, was veröffentlicht werden durfte. Der Bericht lässt alles offen, was tatsächlich zur Aufklärung beitragen könnte. Die MH 017 könnte von einer Rakete getroffen worden sein, gleichgültig ob Boden-Luft oder Luft-Luft. Sie könnte auch von einem Kampfflugzeug abgeschossen worden sein oder, etwas sarkastisch dem Terminus aus der Astro- oder Quantenphysik folgend, von einer großen Anzahl von „high-energie objects“, die aus den Weiten des Universums auf das Cockpit niedergeregnet sind.“

Kurios, daß denjenigen, die am meisten im Verdacht stehen, den Abschuß verursacht zu haben, über die Veröffentlichung des Berichts  ihr OK geben müssen/können/dürfen, während die russische Seite überhaupt nicht beteiligt ist. Zitat: „Die von einem Vertreter  von den Niederlanden geleitete  Ermittlergruppe besteht aus Experten von Australien, Belgien, Malaysia und der Ukraine.“  Wo bleibt die Neutralität bzw. Unbefangenheit?

Sehr interessant auch dieser Beitrag auf www.anderweltonline.com vom 20.01.2015. Darin wird u.a. Bezug auf die AWACS-Flugzeuge genommen. Zitat:  „[….] AWACS-Maschinen können den Luftraum in einem Umkreis von mindesten 250km überwachen. Wo genau sie sich im betreffenden Zeitraum befanden und warum sie keine Angaben machen konnten, wird nicht offen gelegt“  Und weiter:Die Autoren behaupten, es sei so gut wie ausgeschlossen, dass eine Luft-Luft-Rakete den Absturz verursacht haben könnte, weil sie deutlich kleiner ist, als eine Buk-Rakete und weniger Splitter erzeugt. Die Schäden am Flugzeug sähen dann anders aus. 
Aus fachlicher Sicht ist diese Aussage nicht haltbar. Das Aussehen der Einschläge in die Außenhaut bzw. die Form der Austrittsöffnungen allein können allenfalls einen Hinweis auf ihre Entstehung liefern. Nur exakte Materialuntersuchungen an den Rändern der Löcher könnten das belegen.
Bis jetzt weiß ich nicht, wer die MH17 zum Absturz gebracht hat. Aber als diplomierter Fla-Raketenoffizier mit jahrelanger Truppenerfahrung – einschließlich realer Gefechtsschießen – schätze ich ein, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Boden-Luft-Rakete war.“

Am 07.03.2015 schrieb Haisenko, MH 17-Abschuß durch ukrainische SU 25 ist bewiesen. Zitat: „Der erste „Bericht“ der holländischen Kommission zum Absturz der MH 17 über der Ostukraine war beschämend nichtssagend. Er konnte sich auch nicht auf Fakten stützen, die nur belegt werden können, wenn die Wrackteile ordentlich untersucht werden. Ein Teil der Flugzeugreste ist seit einigen Monaten nach Holland gebracht worden und jetzt lässt sich zweifelsfrei belegen, was an diesem schrecklichen 17. Juli 2014 geschehen ist: Die „Haisenko-Analyse“ ist vollständig bestätigt.“

Am 10.10.2016 schrieb www.anderweltonline.com zusammenfassend, Zitat:  „Die Wahrheit liegt weiter in Trümmern – Ein Faktencheck zu MH17.“  Und schließlich, Zitat:  „Wer den Russen unterstellt, sie wären so töricht, ein Buk-System von Kursk in die Ostukraine zu verlegen, um von dort eine in 10 km Höhe fliegende zivile Passagiermaschine abzuschießen, der disqualifiziert sich selbst. Warum sich alle in den Vorgang verwickelten Parteien noch immer in Schweigen hüllen, kann nur vermutet werden. Auch deshalb ist der jetzt vorgelegte Untersuchungsbericht nur eine weitere Episode bei der systematischen und raffinierten Vertuschung eines Verbrechens.“

Fazit: Am 17.07.2014 ist eine Boeing der Malaysia Airlines mit 298 Passagieren an Bord auf dem Flug von Amsterdam nach Kuala Lumpur „vom Himmel gefallen.“ Was dazu führte, wissen die Ermittler, nur wird dieses Wissen nicht an die Öffentlichkeit dringen. Der „Absturz“ wird ein Politikum bleiben. Dazu gibt es viele Gründe.

·       Der Sturz der ukrainischen Regierung 2014 mit Hilfe der USA und der EU um die Ukraine in die EU und die NATO zu integrieren.

·         Die Schüsse auf Demonstranten auf dem Maidan, welche man Russland unterstellt hat.

·         Die „Annexion“ der Krim, welche durch ein Referendum zustande kam, in welchem sich die mehrheitlich russische Bevölkerung für Russland entschieden hat.

Das alles führte in der Summe zu den bekannten (und verlängerten) Sanktionen der EU und der USA gegen Russland, zu denen eben auch der „Absturz“ der Boeing 777 zählt. Egal wie man diesen „Absturz“ über der Ukraine auch betrachtet, ich nenne es STAATSTERROISMUS und MORD an 298 unschuldigen Zivilisten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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