Kurts Geschichte: Damals bei der Versammlung

Das feministische Gift (Foto: Pixabay)

Ich erinnere mich noch ganz genau an damals. Anfangs der Siebziger ist das gewesen. Wir hatten Clubabend und eine Haushaltshilfe aus der Küche des städtischen Altersheims war als feministische Rednerin angekündigt. Wahnsinn!

Max Erdinger

Als die damals ankam, gab sie jedem Herren, der sie was fragte, schnippische Antworten mit einem belehrenden Nachsatz. Das konnte sie sich erlauben, weil damals das Züchtigungsrecht nach der Gesindeordnung des Deutschen Kaiserreiches schon abgeschafft gewesen ist. Wir Herrschaften hatten unsere besten Zeiten damals schon hinter uns. Schöne Scheiße.

Aber es war dann gar nicht so kompliziert, was die feministische Kartoffelschälerin vom Rednerpult aus in den Saal giftete. „Befreiung!“ hat sie oft gesagt. Befreiung war der Hit.

Unsere Damen, die sich im Clubhaus nirgendwo hinsetzen durften, weil wir sie so emanzipiert nun auch wieder nicht haben wollten, standen still und artig an den Wänden um die Herren in ihren Clubsesseln herum und gaben uns Feuer, wenn wir eine Zigarre rauchen wollten.

Ein kollektives „Hach!“ entrang sich ihren wogenden Busen dennoch, wenn die Küchenhilfe „Befreiung!“ brüllte. Ich glaube, manche hatten auch einen Orga … Orangensaft vor sich auf dem Boden stehen, als sie „Hach!“ stöhnten. Wenn eine einfache Frau aus dem Volk so schöne Sachen wie „Patriarchat“ und „Befreiung“ aufsagen kann, war das schon einen Orangensaft wert zur Feier des Tages, damals. Anfangs der Siebziger war Orangensaft teuer!

Wie die feministische Hackstockrasplerin aus dem städtischen Altersheim dann aber nach dem G- Punkt auf den Punkt mit der Zukunft der Geschlechter gekommen ist, das habe ich mir genau gemerkt. Es war „shocking“, wie mein Freund, der Viscount Wellesley of Wellington anmerkte, als ich ihm die Szene schilderte.

Die rote Durchblickerin haute nämlich einen Rohrreinigungs-Pümpel mit voller Wucht auf die Platte des Rednerpultes, und während der rote Gummi sich mit einem zähen, fast fiesen Schmatzgeräusch von den Zwängen des ihn unterdrückenden Vakuums befreite, sagte die Küchenhilfe zu den Herren: „Sie werden auch befreit. Von Ihrem zwanghaften Hang zu Frauen, die von Ihrem zwanghaften Hang unterdrückt werden. Freuen Sie sich. Sie bekommen Porno und schütteln sich einen von der Palme.“ Dann wandte sie sich an die Frauen und sagte:“Und Sie, meine Damen, werden Feministinnen. Sie sind von den Herren mit ihrem zwanghaften Hang voll befreit und rundum happy.“

So haben wir es dann auch gemacht. Wenn ich mir das heute aber so überlege …

Ich glaube, wir sind ziemlich übel reingefallen. Die Damen von damals sind jetzt zu Frauen verkommen und laufen durch die Gegend, als ob sie sich für einen Pornofilm halten würden. Schöne Scheiße.

 

 

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