EU-Innenkommissar: Mehr Flüchtlinge aus Afrika umsiedeln

Foto: EU-Kommission in Brüssel (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: EU-Kommission in Brüssel (über dts Nachrichtenagentur)

Brüssel – Die Bürokraten aus Brüssel scheinen den Hals nicht voll zu kriegen: EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos drängt die europäischen Staaten dazu, deutlich mehr Flüchtlinge aus Afrika nach Europa umzusiedeln. „Wir haben eine rechtliche und eine moralische Pflicht, jenen Schutz zu bieten die ihn wirklich brauchen“, heißt es in einem Brief an die Innenminister der Mitgliedstaaten, über den das „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe) berichtet. Die Regierungen sollten demnach bis Mitte September mitteilen, wie viele Menschen sie im kommenden Jahr aufzunehmen bereit seien – und dabei „so ehrgeizig wie möglich“ sein, heißt es in dem vergangenen Freitag verschickten Schreiben.

Es gelte nun, nicht mehr nur Flüchtlinge aus der Türkei und dem Nahen Osten umzusiedeln, sondern zunehmend auch aus Staaten wie Ägypten, Libyen, Niger oder dem Sudan. Für Avramopoulos ist die Eröffnung legaler Wege nach Europa ein zentrales Element, um die Flüchtlingskrise auf der zentralen Mittelmeerroute in den Griff zu bekommen. Das sogenannte Resettlement war auch Thema beim Migrationsgipfel am Montag in Paris. Für Avramopoulos scheinen wirklich alle Menschen, die nicht in Europa leben, Schutzsuchende zu sein. Es wird also noch etwas voller werden in den Ländern diesseits des Mittelmeeres. (Quelle: dts)

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