Wahn und Wirklichkeit: Ein paar provokante Thesen

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2017: 500 Jahre Thesenanschlag (Foto: Pixabay)

Frisch und frei von der Leber weg hier notiert: Ein paar Thesen, die es in sich haben.

von Max Erdinger

  1. Wahrheit:

Es gibt sie. Hinsichtlich der Frage, wie die Dinge sind, ist es „relativ“ nachrangig, festzustellen, wie sie im Verhältnis zu anderen Dingen sind. Wenn es tagelang ununterbrochen regnet, gibt es Überschwemmungen. Das ist absolut so. Wie das im Verhältnis zu einer Atombombenexplosion relativ zu bewerten ist, ändert an der Tatsache der Überschwemmung nichts. Wer seine Heimat mit Kulturfremden flutet, die eine exorbitant höhere Geburtenrate haben als die eigenen Leute, der schafft seine Heimat mit ihren Traditionen, Bräuchen und kulturellen Übereinkünften eher über kurz als über lang ab. Das ist absolut so. Meinungen darüber, wie das im Verhältnis zu einer Atombombenexplosion zu werten sei, ändern daran gar nichts. Die Wahrheit: Einige Deutsche schaffen Deutschland ab. Punkt. Deutschland heißt aber Deutschland, weil es das Land aller Deutschen ist und nicht das Land einiger nationalsuizidaler Deutscher. Auch Punkt.

2. Umwelt:

Es gibt keine Umwelt. Es gibt eine Welt. Die grundlose Unterstellung, der entwickelte Mensch stünde in einem Gegensatz zur Welt – quasi hier Mensch und dort Welt – ist untrennbar an die irrationale Überzeugung geknüpft, der Mensch kontrolliere diese Welt. Es braucht anscheinend erst den seit ca. 6000 Jahren überfälligen Ausbruch des Yellowstone-Vulkans samt seinen desaströsen Folgen für Flora und Fauna der nördlichen Hemisphäre, damit die zivilreligiösen Wissenschaftsgläubigen begreifen, daß der Mensch die Welt nicht kontrolliert, sondern daß er nur „relativ“ mehr Handlungsmöglichkeiten hat als die pfälzische Weinbergschnecke. Der Begriff „Umwelt“ ist ein politisches Herrschaftsinstrument, mehr nicht. Mit Naturschutz hat „Umweltschutz“ nichts zu tun. Wir können lokal oder regional begrenzt die Natur schützen. Vor der Welt können wir uns nicht schützen, wir können auch die Welt nicht vor uns schützen und vor allem können wir die Welt nicht vor sich selbst schützen. „Wir müssen den Planeten retten“, wie Frau Göring-Eckardt von den Grünen meint, ist nichts als die gnadenlose Selbstüberschätzung im zivilreligiösen Wahn.

Der sog. Dieselskandal ist aus einem sehr viel schwerwiegenderen Grund ein Skandal, als dem, dessentwegen er als einer gilt. Mir fällt kein anderes, künstlich gehyptes Aufregerchen ein, das so schnell als völlig irrelevant entlarvt worden wäre, wie dieser „Dieselskandal“. Geradezu zum Schreien komisch ist es, zu beobachten, wie die Berufsalarmisten der ersten Stunde still und leise ihren Rückzug antreten, damit sich nur ja keiner überlege, um was für einen Versuch es sich tatsächlich bei der medialen Etablierung des „Dieselskandals“ gehandelt hat. Das war nämlich der dummdreisteste Versuch jemals, die Realität per Propaganda für Lobbyisteninteressen zu vergewaltigen. Unfassbar ist die Arroganz, die hinter diesem Versuch vorscheint: Die Umweltinstrumentalisierer scheinen tatsächlich der Ansicht gewesen sein, daß sich ein Volk von Dieselbesitzern selbst dann noch nicht um Wahn und Wahrheit scheren würde, wenn es an ihren liebsten Besitz geht, das Auto. Dabei ist Materie in ihrem weitesten Sinne inzwischen das Einzige, wofür sich Deutsche überhaupt noch ernsthaft interessieren. Zu glauben, daß selbst dieser Sachverhalt noch ignoriert werden könne, um eine virtuelle Wahrheit zum höchst realistischen Eigennutz zu etablieren, zeigt, wie grotesk die Hybris der „Eliten“ in Medien und Politik inzwischen geworden ist.

3. Freiheiten:

Es gibt keine Freiheiten. Es gibt Freiheit oder es gibt keine. Freiheiten sind mitnichten der Plural von Freiheit. Freiheit ist nicht pluralisierbar. Freiheiten sind Gestattungen, Erlaubnisse, Genehmigungen, Duldungen etc.pp. Die Existenz von Erlaubnissen hinwiederum ist der Beweis für Herrschaft. Unter der Herrschaft gibt es aber keine Freiheit, sondern Knechtschaft. „Freiheiten“ im Namen der Freiheit zu verteidigen, ist illusionäres Handeln. Die Freiheit müssen wir verteidigen, nicht die „Freiheiten“. Freiheit ist die weitgehende Absenz von „Freiheiten“. Daß „die Freiheit“ als Absolutum selbst wiederum Illusion ist, stimmt zwar. Ein Ideal bleibt sie dennoch. „Freiheiten“ laufen diesem Ideal zuwider.

4. Gerechtigkeiten:

Für die „Gerechtigkeiten“ (soziale Gerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit, Rassengerechtigkeit usw.usf.) gilt analog das, was für die „Freiheiten“ gilt: Es gibt keine Gerechtigkeiten. Gerechtigkeit ist nicht pluralisierbar. Wenn etwas nicht gerecht ist, dann ist es unerheblich, ob es uns im Verhältnis zu etwas anderem als „mehr oder weniger gerecht“ vorkommt. Es gibt Gerechtigkeit oder es gibt keine. Meinungen gibt es zur Gerechtigkeit, das wohl. Was ist gerecht? Wenn jeder das Seine hat oder wenn alle gleich viel haben? Freiheit und Gerechtigkeit sind in Bezug auf „Wahrheit“ oder „Realität“ so sehr aufeinander verwiesen wie Mann und Frau in Bezug auf „Menschheit“.

5. Realität:

Realität ist ein Synonym für Wahrheit. Die individuelle Realitätswahrnehmung ist irrelevant. Die Realität ist relevant.

6. Demokratie:

„Demokratie“ sollte, wenn überhaupt, im Betäubungsmittelgesetz erwähnt werden. Sie kennt derartig viele Erscheinungsformen, daß der bloße Begriff „Demokratie“ problemlos auch durch das Kunstwort „Wrschtlpfrmpft“ ersetzt werden könnte. Die europäische Geschichte kennt die antike attische Demokratie genauso wie die Deutsche Demokratische Republik und die bundesdeutsche Medien- & Massendemokratie. Überspitzt ausgedrückt: Der Fetisch „Demokratie“ ist der Putsch der Meinung gegen die Realität. Allein schon der Zeitfaktor stützt diese Behauptung: Wie schnell auf die Realität reagiert werden muß, hängt keinesfalls davon ab, wie lange die „Demokratie“ braucht, um zu ihren „Lösungen“ zu kommen. „Demokratie“ ist der Fetisch von Egalitaristen. Der Egalitarist wiederum ist per se ein Realitätsverweigerer. Es gibt keine Gleichheit. Wer Gleichheit will, muß eine unterstellen. Was Unterstellungen hinwiederum nach Meinung des Egalitaristen sind, kann er sich vom Egalitaristen erklären lassen. Wenn er meint, daß er das im Kopf aushält.

7. Menschlichkeit:

Wertfrei betrachtet gibt es eine Menschlichkeit. Alles, was Menschen tun, ist menschlich. Ob sich die Menschlichkeit darin zeigt, daß jemand voll Hingabe Kranke pflegt, oder ob sie sich darin zeigt, daß er jemanden brutal zu Tode foltert, ist hinsichtlich des Begriffs „Menschlichkeit“ unerheblich. Daß es nicht unerheblich sein soll, – das ist der Punkt. Das heißt, daß dem Begriff „Menschlichkeit“ sehr wohl eine definierte Qualität inhärent ist. Die Frage ist also, wer „Menschlichkeit“ jeweils definiert, warum er sie so und nicht anders definiert, mithin also, welche Ziele er mit seinem Schnack von der Menschlichkeit verfolgt.

So viel steht fest: Beim Islamischen Staat versteht man unter Menschlichkeit etwas völlig anderes als am Abendbrottisch der Frau Kässmann von der EKD. Dennoch hält eine Frau Kässmann ihren Begriff von der Menschlichkeit für einen universal gültigen Begriff, der überall so zu verstehen sei, wie sie ihn definiert. Der Schnack von der Menschlichkeit endet sinnvollerweise genau da, wo es ein gemeinsames Verständnis des Begriffs gibt. Das sind üblicherweise die Grenzen definierter Kulturräume. Wer das ignoriert, der sabotiert seine eigene „Menschlichkeit“. Wer seine eigene „Menschlichkeit“ sabotiert, ist tendenziell kultursuizidal und folglich ein Depp.

8. Angela Merkel:

Angela Merkel sieht aus wie die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, weil überall behauptet wird, das, was man sehe, sei die Bundeskanzlerin. Man könnte freilich auch einmal nachschauen, was ein Bundeskanzler eigentlich tun sollte und es mit dem vergleichen, was Angela Merkel tatsächlich tut. Schnell würde klar werden, daß Bundeskanzler ist, wer wie einer agiert – und nicht, wer wie einer aussieht. Im Kasperletheater, in der Bundesrepublik also, ist Angela Merkel die Handpuppe mit dem Namen Bundeskanzlerin. Mehr nicht. Wozu gibt es Kasperletheater und Handpuppen? Sie sind gut für das Entertainment von Kindern. Das passt sehr gut. Angela Merkel ist die Oberhandpuppe in einer schier endlosen Reihe anderer „demokratischer“ Handpuppen, die sich allesamt im globalistischen Wahn von der volkspädagogisch wertvollen Erziehung ihrer lieben Kinderlein (offiziell: mündige Bürger) suhlen. Im Kasperletheater erfährt das brave, mündige Bürgerkind, was es denken und sagen soll – und daß der Teufel mit seiner Klatsche kommt, wenn es etwas Falsches denkt und sagt. Die frequentiersten Vorstellungen des Kasperletheaters nennt man Tagesschau und Heute-Journal.

9. Einigkeit und Recht und Freiheit

Das ist nur der offizielle Slogan, das, was über dem Vorhang der Puppenbühne zu lesen ist. Ein gutes Schauspiel ist schließlich eines, bei dem die erdachte Handlung in der Wahrnehmung des Zuschauers für eine Weile zur Realität gerinnt. Ginge es darum, einen Slogan anzubringen, der darauf hinweist, wovon das Kasperletheater ablenken soll, hätte „Einigkeit und Recht und Freiheit“ längst in „Zwietracht, Unrecht und Knechtschaft“ abgeändert werden müssen. Oder in „divide et impera“ (teile und herrsche). In einer Gesellschaft der Vereinzelten, die zu glauben gelernt hat, ihre Vereinzelung sei dasselbe wie individuelle Freiheit, weswegen jeder Rechte gegen jeden anderen habe; in einer Gesellschaft, in der sich in seinem Freiheitswahn ständig jeder gegen jeden anderen ausspielen läßt, Nichtraucher gegen Raucher, Radfahrer gegen Autofahrer, Veganer gegen Fleischliebhaber usw.usf. – in einer solchen Gesellschaft ist Einigkeit schlicht unmöglich. Gut für die Profiteure der Uneinigkeit! In einer solchen fragmentierten Gesellschaft kann man auch leicht dafür sorgen, daß „Recht“ mit „Gesetz“ verwechselt wird – und die Inexistenz von Freiheit läßt sich leicht dadurch wegreden, daß man behauptet, es gebe noch viel mehr als bloß die Freiheit: Die Freiheiten nämlich.

Die zeitgenössische Übersetzung von „Einigkeit und Recht und Freiheit“ lautet also auf: „Du sollst nicht erkennen, daß …“. Damit das so bleibt, müssen wir ab und zu Filmchen anschauen, in denen die Abschaffer von Einigkeit und Recht und Freiheit diejenigen sind, die am inbrünstigsten die Nationalhymne mitsingen.

10. Frauenbenachteiligung:

Der Spaltkeil überhaupt. Es gibt keine Frauenbenachteiligung. Was es seit jeher gibt, sind Schutz und Galanterie, Rücksicht und Nachsicht mit Frauen, und die Bereitschaft, ihnen die Früchte aller Arbeit zu einem wesentlichen Teil einfach zu schenken. Damit sie es im Leben nicht so schwer haben, nicht verbittern und folglich das tun können, was sie – trotz einer Menge von Eigenschaften, die aus männlicher Sicht und gelinde ausgedrückt etwas „zweifelhaft“ sind -, am besten tun – und was mit Blick auf den Sinn des Ganzen am zielführendsten ist, da es der Fortpflanzung dienlich ist: Anmut und Liebreiz verströmen.

Davon sind wir heute weiter entfernt als je zuvor. Heerscharen deutscher Frauen verströmen nur noch eine Penetranz, die jeden Penetrationswilligen in die Flucht schlägt. Oder nach Thailand. Was schreien die Berufsfrauen also? -Refugees Welcome! Warum? Weil die Refugees noch nicht wissen können, wie sich das in Deutschland verhält mit den Frauen. Das nutzen sie schamlos aus.

Da passt es wie die Faust aufs Auge des deutschen Illusionsdemokraten, daß die Bundeskanzler-Handpuppe eine kinderlose Frau mit globalsozialistischen Schrullen im Kopf ist, die keinerlei Bezug hat zu allem, was aus sich heraus das Potenzial für eine gute Zukunft in sich trägt: Realitätssinn, Familie, Fortpflanzung, Einigkeit und Recht und Freiheit.

Was also tun? Endlich damit aufhören, reibungslos zu funktionieren. Zu Sand im Getriebe werden. Der Möglichkeiten gibt es gar viele. Und am 24.09.17 den letzten Strohhalm ergreifen, den es noch gibt: AfD wählen – und der AfD danach dann Beine machen.

 

Wandere aus, solange es noch geht!
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