Verbot von „linksunten.indymedia.org“ nur ein Wahlkampfgag?

(Bild: JouWatch)
Antifa muss als Terrororganisation eingestuft werden (Bild: JouWatch)

Berlin – Die Internetplattform „linksunten.indymedia.org“ war sieben Wochen nach den Krawallen am Rande des G20-Gipfels vom Innenministerium verboten worden. Am Samstag haben sich die Administratoren jedoch im Netz wieder zu Wort gemeldet.

„Wir sind bald wieder zurück“, hieß es auf der Homepage der Linksextremen. Weiter: „Der Cyberspace liegt nicht innerhalb Eurer Hoheitsgebiete. Glaubt nicht, Ihr könntet ihn gestalten, als wäre er ein öffentliches Projekt. Ihr könnt es nicht“. Die Verfasser der Zeilen sind nicht namentlich bekannt.

Bundesinnenminister de Maizière (CDU) hatte das Verbot am Freitag damit begründet, daß die Seite die wichtigste Plattform für gewaltbereite Linksextremisten in Deutschland sei. Daraufhin zog die Unter-Domain „linksunten.indymedia.org“ umgehend von einem französischen Server auf Rechner in Kanada um. Haupt-Domain Inhaber von „indymedia.org“ ist ein Verein zur „Demokratisierung der Kommunikation“(Associacao Brasileira pela Democratizacao da Comunicacao) in Sao Paulo (Brasilien). Das ministerielle Verbot bezieht sich jedoch nur auf den „linksunten»-Bereich.

Linksextremisten haben inzwischen für Samstagabend eine Demonstration in Freiburg angekündigt. Die geplante Aktion auf dem Augustinerplatz soll unangemeldet stattfinden, sei aber bekannt, da im Internet verschiedentlich dazu aufgerufen worden sei, so eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Freiburg. Man sei personell darauf eingestellt. Die zu erwartende Teilnehmerzahl lasse sich aber noch nicht abschätzen. (ME)

Das bedeutet natürlich eine krasse Diskrepanz zwischen der medialen Verklärung des ministeriellen Verbots als einer Heldentat im Kampf gegen links – und dem, was realiter dabei herumkommt. Ein bißchen „action“ simulieren für den Wahlkampf, Herr Innenminister? (ME)

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