Wir verlieren dieses Katz und Maus Spiel gegen den Terrorismus

(Foto: Durch Sergey Zaykov/Shutterstock
Ein "Terrorist" belauert sein "Opfer" (Foto: Durch Sergey Zaykov/Shutterstock)

Die Briten werden dazu verführt, Terroranschläge als normal zu akzeptieren, und sie sollen „kapieren“, dass niemand für sie verantwortlich gemacht werden kann.

Von Rod Liddle für The Spectator, übersetzt von Ingmar Blessing

Ich frage mich gerade, wie die Streitsache zwischen Mohammad Khan und der Fluggesellschaft Virgin Atlantic läuft. Mo – ein Moslem, man erkennt es am Namen – wartete gerade am Flugsteig, als er damit begann in „harmloser Weise“ über 9/11 zu reden. Es gab zwar keinen Grund zur Annahme, er könnte Verbindungen zu Extremisten pflegen, allerdings wurde er wegen Sicherheitsbedenken trotzdem vom Mitfliegen ausgeschlossen und musste das Land am Ende mit einer anderen Fluglinie verlassen. Auch wenn er später eine Entschädigung dafür bekam, will er trotzdem einen Prozess anstrengen, weil er wie er meint, von den Virgin Mitarbeitern auf „rassischer und religiöser Basis“ herausgepickt wurde. „Ich weiß genau, dass mir das nicht passiert wäre als weißer Mann in seinen Sechzigern,“ beschwerte sich Mo. Da hat er vermutlich recht. Würde es auf der Welt aber nur weiße Männer in ihren Sechzigern geben, dann wäre wohl auch 9/11 nicht passiert. Die Welt wäre vermutlich insgesamt ein netterer Ort zum leben, auch wenn es vermutlich ein paar zu viele Skattourniere gäbe für meinen Geschmack.

Es ist mittlerweile geradezu eine Grundannahme, dass weiße Männer in ihren Sechzigern die priviligierten Unterdrückerschweine sind, wobei man aber auch sagen muss, dass sie in letzter Zeit bemerkenswert ruhig waren. Kein einziger weißer Mann in seinen Sechzigern war unter den Verdächtigen des Anschlages in Barcelona vor kurzem, als 15 Menschen ermordet und viele mehr verletzt wurden. Anstatt dessen suchte die Polizei nach Personen, die wie Mo aussehen – muslimische Männer in ihren Zwanzigern. Genauso wenig waren Weiße involviert beim Messeranschlag im finnischen Turku, als zwei Frauen umgebracht und acht weitere Personen verletzt wurden. Nicht anders war es beim Anschlag in Hamburg, als eine Person getötet und sechs verletzt wurden.

In all diesen Fällen suchte die Polizei nach Personen, die man genauso gut mit „Mohammd“ bezeichnen könnte. Inzwischen geben sie die Namen der Verdächtigen nicht mehr heraus, weil sowieso jedem klar ist, dass mindestens einer von ihnen Mohammed heißt.

Die Anschläge von Turku und Hamburg haben Sie womöglich verpasst – allzu viel Berichterstattung darüber gab es ja nicht. Und bis diese Zeilen hier gelesen werden, gibt es in der ein oder anderen europäischen Stadt bestimmt noch ein paar weitere Zwischenfälle, die alle nicht von weißen Männern in ihren Sechzigern verübt wurden. Vielleicht erwischt man ja eine Nachrichtenmeldung der BBC, die irgendwo versteckt wird, wenn es nicht gerade wieder ein Massenmord war, in der die Täter als „Terroristen“ bezeichnet werden. Auf diese Verallgemeinerung folgt dann keinerlei nähere Beschreibung. Es sind alles nur Terroristen und das alles hat nichts zu tun mit dem Islam. Das Morden von Menschen nur wegen ihrer Religion, oder wegen der Abwesenheit einer Religion, oder die Verfolgung von Personen aufgrund ihres Geschlechts oder sexuellen Orientierung, oder weil sie jüdisch sind, oder weil sie nicht länger als Moslems bezeichnet werden wollen – nichts davon hat etwas zu tun mit dem Islam. Und wenn schon, all das passiert mehr oder weniger in jedem muslimischen Land der Welt.

Es gab seitens der Linken keinerlei gewaltsame Demonstrationen gegen die Morde in Spanien, Finnland oder Deutschland und es wird auch keine geben. Es war eine vergiftete Ideologie, die für diesen furchtbaren Anschlag in Charlottesville verantwortlich war, bei der eine Person starb und diese Ideologie wurde umgehend und richtigerweise von den Liberalen, die an der dortigen Schlägerei teilnahmen, identifiziert und verurteilt. Es ist auch eine vergiftete Ideologie, die verantwortlich ist für bei weitem schlimmere Anschläge auf dem Kontinent, da aber kommt nur dröhnendes Schweigen von den Linken und auch von unseren Anführern. Wir werden dazu verführt, diese Greueltaten als normal zu akzeptieren, und dass niemand dafür zur Verantwortung gezogen werden kann. Es waren ja nur Menschen, die mit Hilfe eines mysteriösen Prozesses „radikalisiert“ wurden, ganz so, als wären sie genauso Opfer, wie die von ihnen umgebrachten Personen. Es handelt sich dabei, wie es scheint, um eine sich völlig neben der Spur befindliche, existenzielle Bedrohung für uns alle, die nicht wirklich von auf einen Ursprung zurückverfolgt werden kann. Ein zufälliges Übel. Und wie Londons Bürgermeister Sadiq Khan meinte, ist es etwas, mit dem man einfach leben lernen muss, wenn man in einer Großstadt lebt. Es kommt aus dem Nichts, es ist stimmungsabhängig und einfach eine kleine Verschrobenheit des Lebens, an die wir uns gewöhnen müssen, dieses Umgebrachtwerden an der Bushaltestelle am helllichten Tag. Jedes Mal, wenn es passiert – also drei bis vier Mal pro Woche – findet man die Berichte darüber ein Stückchen weiter unten in den Nachrichten. Die Nummer in Hamburg etwa wurde kaum noch registriert: Oh, die schon wieder und dann ist wieder jemand tot. Weiter geht’s. Und wenn es dann trotzdem mal einen Aufreger darum gibt, dann fand sich bislang noch immer irgendein linker Pressefuzzy, der uns daran erinnerte, dass muslimische Mörder bei weitem mehr Moslems umbringen als Weiße. Achso, ok. Dann ist ja alles geklärt – es rückt einem die Perspektive gerade. Wir alle sehen zwar den logischen Fehlschluss in dieser Aussage, aber niemand sagt etwas und niemand macht etwas dagegen. Sie lassen einfach immer mehr von diesen Leuten bei uns ins Land, von denen eine ansehnliche Minderheit uns alle tot sehen will: Eine Politik, die an institutionellen Suizid erinnert. Buchstäblich.

Verlockend. Hat Ihr Kind bereits „Moogy’s Coming“ gelesen? Das ist ein Buch, das gerade in den Schulen an kleine Kinder verteilt wird, um sie auf den nächsten Moslem-Anschlag vorzubereiten. Darin geht es um eine Mäuseschule, die von einer großen Katze heimgesucht wird und eine Passage darin teilt – zur Melodie von „Campfire’s Burning“ – mit, was wir im Fall der Fälle alle zu tun zu haben: „Moogy kommt, Moogy kommt, wir sind in Gefahr, wir sind in Gefahr, rennt weg, versteckt euch und ruft! Helft den verletzten Mäusen, helft den verletzten Mäusen!“

Es gibt in dem Buch auch ein Gedicht, in dem die Kleinen darin eingewiesen werden, wie man die von dieser „Katze“ zugefügten Wunden behandelt. „Ihr greift nach der Wunde und drückt/ das stoppt die Blutung ganz rasch!“ Die Katze sieht dabei aus wie eine normale gezeichnete Katze; sie skandiert nicht „Allahu Akbar“ oder etwas derartiges. Die Katze ist einfach nur ein zufälliges Übel, an dessen Anwesenheit im Bereich der Mäuseschule nichts und niemand schuldig ist. Katzen machen das nun mal so. Sie töten Mäuse. Teil und Last eines Großstadtlebens, nicht wahr Sadiq?

Und doch drängen mehr und mehr „Katzen“ nach Europa und Großbritannien. Die Verführung hat begonnen, um die Ursache zu ignorieren, denn wir haben uns diesen Schlamassel selbst eingebrockt und nun haben wir weder die politische Absicht, noch überhaupt den Willen, das alles aufzuhalten. Und natürlich, weil unsere Politiker Angst haben als „rassistisch“ bezeichnet zu werden, wenn sie das Problem beim Schopf packen. Und so kommt es, dass wir in einem bizarren Zustand des Leugnens leben. Jede Wette, Mohammad Khan wird seinen Prozess gewinnen.

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