„WAS DARF SATIRE? ALLES!“…

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Lachen Sie doch mal...(Foto ESB Professional/ Shutterstock)

…sagte Kurt Tucholsky

 „Übertreibt die Satire? Die Satire muß übertreiben und ist ihrem tiefsten Wesen nach ungerecht. Sie bläßt die Wahrheit auf, damit sie deutlicher wird, und sie kann gar nicht anders arbeiten als nach dem Bibelwort: Es leiden die Gerechten mit den Ungerechten.“

Von Thomas Schlawig

n-tv berichtete am 23. August 2017 unter dem Titel, „Charlie Hebdo“ provoziert mit Terror-Cover über da franz. Satire-Magazin. Kritiker werfen der Zeitschrift vor, Islam und Terror gleichzusetzen.

Dazu hat sich wenige Tage zuvor, am 18.08.2017, die F.A.Z. in einem Artikel geäußert, Zitat: „Terrorismus und Islam hängen zusammen Der Islamgelehrte Kyai Haji Yahya Cholil Staquf ist Generalsekretär der größten Muslim-Vereinigung Indonesiens. Zum islamistischen Terror spricht er Klartext. Der Westen müsse aufhören, Kritik am religiösen Fundament des Extremismus für „islamophob“ zu erklären, sagt er.“

Ebenso eindeutig hat sich der türkische Schriftsteller Zaver Senocak bereits am 29.12.2007 in der WELT geäußert, Zitat: „Auch wenn die meisten Muslime es nicht wahrhaben wollen, der Terror kommt aus dem Herzen des Islam, er kommt direkt aus dem Koran.“

Ich meine, wenn ein Islamgelehrter und ein türkischer Schriftsteller sich derart unmißverständlich zu diesem Thema äußern, zwei Personen, welche über jeden Zweifel, „islamophob“, „rechtsradikal“ oder „nazi-afin“ zu sein, erhaben sind, dann sollte das unbedingt zu denken geben.  Die „Neue Zürcher Zeitung“ hat am 20.08.2017 eine Liste mit allen Terroranschlägen in Europa seit 2015 veröffentlicht. Dazu kann sich jeder selbst seine Gedanken machen.

Satire darf alles!? Oder doch nicht? Oder nur, wenn es die „Richtigen“ trifft? Oder vertragen sich Satire und die Wahrheit nicht?

Im Jahr 2005 veröffentlichte dänische Zeitung „Jyllands-Posten“ zwölf Mohammed-Karikaturen von Kurt Westergaard.

„Vor zehn Jahren ist die Zeitung weltberühmt geworden. Damals, am 30. September 2005, druckte „Jyllands-Posten“ zwölf Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed – und löste damit die größte außenpolitische Krise aus, die Dänemark seit dem Zweiten Weltkrieg erlebt hat.“

Haben seine Zeichnungen die „Falschen“ getroffen, oder verträgt die islamische Welt die Wahrheit nicht?

Merkwürdig ist, daß Merkel im Jahr 2010 Kurt Westergaard mit dem M 100-Medienpreis auszeichnete. Zitat: „Die Folgen für den Zeichner sollten uns mahnen“, sagte Merkel beim Festakt in der Orangerie des Potsdamer Schlosses Sanssouci. In Europa sei es möglich, solche Karikaturen zu veröffentlichen. „Egal, ob wir die Karikaturen geschmackvoll finden oder nicht, ob wir sie für nötig oder hilfreich halten – oder eben nicht.“

Heute, sieben Jahre später, würde sich Merkel als eifriger Verfechter des Islam, vermutlich ähnlich äußern, wie im Falle des Buches von Thilo Sarrazin „Deutschland schafft sich ab.“ Obwohl sie nach eigener Aussage dieses Buch nicht gelesen hat, bezeichnete sie es als „diffamierend“ und „nicht hilfreich.“

Auch zu Thilo Sarrazins Buch trifft ein Zitat von Kurt Tucholsky zu:                                          „In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.“

 

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