Überraschung: Frauen für die Frauenquote?

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Die Pestilenz (Foto: Pixabay)

BerlinDie Hälfte der Frauen in Deutschland ist für eine gesetzliche Frauenquote in Unternehmensvorständen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid für das Nachrichtenmagazin Focus. Demnach sind 50 Prozent der Frauen für eine verpflichtende Quote, 45 Prozent sind dagegen.

Bei Männern sind 46 Prozent dafür und 46 Prozent dagegen. Die höchste Zustimmung hat eine Frauenquote unter den Anhängern der Grünen und der Linkspartei mit jeweils 58 Prozent, gefolgt von AfD (55 Prozent) und SPD (51 Prozent). Die Anhänger von CDU/CSU lehnen die Quote zu 51 Prozent ab, FDP-Anhänger sind sogar zu 87 Prozent dagegen.

Für die Umfrage wurden am 22. und 23. August 2017 insgesamt 1.007 Personen befragt. Die Auswahl der Befragten sei „repräsentativ“, teilte das Institut mit. Die Fragestellung lautete: „Sind Sie für die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote in Unternehmensvorständen?“ Antwortmöglichkeiten: „ja“, „nein“, „weiß nicht, keine Angabe“. (dts)

Kommentar:

In Deutschland leben 41 Millionen Frauen, zwei Millionen mehr als Männer.  Eine Umfrage unter 1.007 Befragten vor diesem Hintergrund „repräsentativ“ zu nennen, ist schon dreist. Man hatte ein Achtzigtausendstel befragt. Das ist ungefähr so, als würde man in Minden (Nordrhein-Westfalen) mit seinen 80.000 Einwohnern eine Person etwas fragen und dann behaupten, ihre Antwort sei repräsentativ für alle Mindener.  Interessant ist, daß diese Dreistigkeit zu funktionieren scheint. Letztlich steckt ja die Aussage dahinter: „Kennt man einen von euch, kennt man sie alle.“ Das ist schon bemerkenswert in einem Land, in dem ansonsten gilt, daß Pauschalisierung und Vorurteil gleichzusetzen sind mit Maul- und Klauenseuche.

Wenn man sich allerdings auf die 1.007 tatsächlich Befragten beschränkt und ihre Antworten zur Frage einer Frauenquote sieht (AfD 55% PRO Frauenquote), dann kann man schon Zweifel am Geisteszustand dieser 1.007 Personen, resp. an dem dieser 55 Prozent bei der AfD bekommen. Es zeigt einfach, wie tief der irrationale Schnack von der generellen Frauenbenachteiligung über Jahrzehnte in die Köpfe hineingehämmert worden ist. Und es läßt vermuten, daß man mit demselben Aufwand auch in den Köpfen hätte verankern können, Voodoo sei eine Wissenschaft. Fakten scheinen hierzulande kaum noch jemanden zu interessieren. Davon gehen die Fakten allerdings nicht weg. Neben einer ganzen Reihe von Details zur angeblichen Frauenbenachteiligung, ob es nun um Quoten bei der Müllabfuhr oder beim Straßenbau geht, um Scheidungs- und Sorgerechtsurteile,  – fast egal – , es gibt dennoch eine Kardinalfrage, die geeignet wäre, den ganzen Frauendiskriminierungs-Schnack bloßzustellen. Deswegen wird sie auch nirgends gestellt.

Fakt: Im Jahre 1920 betrug die Differenz in der statistischen Lebenserwartung von Männern und Frauen ziemlich genau ein Jahr, bereits damals zugunsten der Frauen. Diese Differenz ist ein knappes Jahrhundert später auf sechs (!) Jahre angewachsen.

Die Frage zum Fakt: Was wäre in diesem frauenbesoffenen Land mit seinem flächendeckenden,  egalitaristischen „Mindset“ gebacken, wenn sich dieser Sachverhalt genau andersherum darstellen würde? Ich denke, das kann sich jeder selbst ausmalen.

Tatsache ist: Das Leben in westlichen Gesellschaften ist seit ewigen Zeiten gezeichnet durch eine generelle Ressourcenverschiebung vom Mann zur Frau. Das kann man bedauern oder nicht. Ich bedauere es beispielsweise nicht, weil ich diese Ressourcenverschiebung für natürlich halte. Der Natur des Menschen in seiner ganzen Zweigeschlechtlichkeit nach ist es eben die Frau, die neues Leben zur Welt bringt und deswegen Schutz und Unterstützung braucht. Daß sich das in modernen Gesellschaften insofern verändert hat, als daß diese Schutzfunktion durch den Staat weitgehend kollektiviert worden ist, ändert an der Biologie nichts. Biologisch sind Frauen nach wie vor Frauen – und eine biologische Gleichstellung des Unterschiedlichen gibt es nicht. Es ist nur Folgendes passiert: Linke Ideologen haben die Soziologie über die Biologie gestellt, ja, die Biologie für „biologistisch“ erklärt. Auch das haben 1.007 Leute widerstandslos gefressen.

Die Frauenquote für die Sahnejobs in der Wirtschaft ist daher nichts weiter als die Unterwerfung unter das linke Dogma vom Primat der Soziologie – und damit schlicht menschenfeindlich im wahrsten Sinne des Wortes. Daß das sogar in der AfD – wenn man der Umfrage glauben will – sagenhafte 55 Prozent nie bedacht haben oder schlicht nicht wahrhaben wollen, liefert einem aber immerhin eine Möglichkeit zur realistischen Einschätzung der Relevanz von Meinung im Verhältnis zur Realität. (ME)

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