Jubel für Trump in Arizona: „Wir sperren die Verbrecher ein oder schmeißen sie raus!“

„Die Mauer ist essenziell“: Donald Trump besucht Bundesgrenzschutz in Yuma, Arizona Foto: Das Weiße Haus / YouTube
„Die Mauer ist essenziell“: Donald Trump besucht Bundesgrenzschutz in Yuma, Arizona Foto: Das Weiße Haus / YouTube

Während die Fake-News-Medien in USA und Deutschland darauf bestehen, Donald Trumps Präsidentschaft in möglichst schlechtem Licht darzustellen und alle seine Aussagen ins Negative zu verdrehen, erntet der US-Präsident bei Grenzern und Wählern in Arizona begeisterten Zuspruch.

Von Collin McMahon

Eine Million neue Jobs sind seit Trumps Amtsantritt entstanden. Der Dow Jones ist auf einem Allzeithoch, das Bruttosozialprodukt brummt um 2,6%, abgehängte Bergregionen wie West Virginia verzeichnen dank Trumps Steckenpferd „Saubere Kohle“ das zweithöchste Wachstum in den USA, und Firmen wie iPhone-Zulieferer Foxconn bauen wieder zuhause Fabriken statt in China. International scheint der mit Wladimir Putin ausgehandelte Waffenstillstand in Syrien zu halten, der Kampf gegen ISIS zeigt ungeahnte Fortschritte, Osteuropa und die USA bilden eine starke neue Wertegemeinschaft, und sogar ein Irrer wie Kim Jong Un scheint – was Wunder! – die Sprache der militärischen Macht zu begreifen.

Aus den deutschen Medien werden wir solche Tatsachen jedoch nie erfahren, und auch die meisten US-Medien stellen Trump wechselweise als gefährlichen Neonazi oder kompletten Versager dar. Stattdessen wendet sich Trump direkt an seine Wähler, wie bei seiner umjubelten Rede am Dienstag, 22.8. in Phoenix, Arizona vor 15.000 Fans.

TRUMP: „Heute Abend sind wir unter Freunden, und stehen zu unseren gemeinsamen Traditionen, Bräuchen und Werten. Wir feiern unsere Soldaten. Wir erfreuen uns unserer Freiheit. Wir respektieren unsere Fahne. Wir sind stolz auf unsere Geschichte, und schätzen unsere Verfassung, unter anderem das Recht Waffen zu besitzen und uns zu verteidigen.

(Jubel: ‚USA! USA! USA!’)

Wir glauben an die Freiheit der Religionsausübung. Wir glauben an Recht und Ordnung. Wir stehen hinter unseren fantastischen Polizisten und Polizistinnen. Und wir schwören dieser Nation vor Gott unsere Treue.

(Applaus.)

Ihr habt immer verstanden, was Washington nicht kapiert. Nämlich, dass unsere Bewegung auf Liebe aufgebaut ist. Liebe für unsere Mitbürger. Liebe für die sozial Schwachen und Abgehängten, Liebe für jedes amerikanische Kind, das die Chance verdient, seine Träume zu verwirklichen. Von den Großstädten zu den ländlichen Gegenden, vom Sonnengürtel zum Rostgürtel, von Ost nach West und Nord nach Süd, basiert unsere Bewegung auf der Überzeugung, dass jeder Amerikaner ein Recht auf eine Regierung hat, die seine Sorgen und Nöte an erste Stelle setzt…

Wir wollen, dass jedes Kind Erfolg hat, jede Gemeinde gedeiht, und jeder Amerikaner der es schwer hat eine Chance auf ein besseres Leben hat. Was in Charlottesville passiert ist ist ein Schlag ins Herz von Amerika. Diese gesamte Arena verurteilt hier und heute vehement die Schläger, die Hass und Gewalt säen. Aber die Lügenpresse, die Leute da oben mit ihren Kameras…

(Buhrufe)

…in der Lügenpresse gibt es Leute, die einfach Geschichten erfinden. Sie haben keine Quellen, aber sie sagen ‚Laut einer Quelle’. Sie berichten keine Tatsachen. Sie berichten auch nicht darüber, dass ich mich vehement gegen Hass, Vorurteile und Gewalt ausgesprochen habe, gegen Neonazis, weiße Rassisten und den KKK. Ich habe zu Versöhnung, Zusammenhalt und Liebe aufgerufen, und die wissen das, weil sie da waren…

Aber sie berichten es nicht… Sie haben nur kritisiert: ‚Warum verurteilt er es nicht ausdrücklicher?’ Also wurde ich in meinem zweiten Statement sehr ausführlich. Und dann haben sie gesagt, warum kommt das so spät? Wenn man diese Berichterstattung liest, kann man nicht wissen, ob es wahr ist oder nicht. Es ist wie der Pleitekandidat New York Times. Die sind echt übel. Oder die Washington Post, die sind nur noch ein Lobbywerkzeug für Amazon.  Oder CNN, die sind so mies und armselig, kein Wunder dass ihre Quoten in den Keller fallen…

(‚CNN ist Scheiße! CNN ist Scheiße! CNN ist Scheiße!’)

…Ich will euch nicht langweilen, denn ihr versteht mich. Aber es gab von mir dazu zwei Statements und eine Pressekonferenz. Meine Worte dazu waren perfekt. Aber sie nehmen sie und machen damit was sie wollen. Hauptsächlich meckern sie nur. Aber sie zeigen nie was ich wirklich gesagt habe.

 Von mir aus können die Medien mich angreifen. Aber was ich nicht leiden kann ist, wenn sie euch angreifen. Wenn sie den Anstand meiner Wähler in Misskredit bringen. Ihr seid ehrliche, fleißige Steuerzahler – übrigens zahlt ihr zu viele Steuern. Das werden wir noch ändern! – Ihr seid amerikanische Steuerzahler, die ihr Land lieben, seine Gesetze achten und sich um unser Volk sorgen. Es ist an der Zeit die Lügenpresse herauszufordern, und die Rolle der Medien bei der Spaltung unseres Volkes zu entlarven… Denn die einzigen, die diesen Hassgruppen ständig eine Plattform bieten, sind die Medien.

Ach guck mal da. Jetzt gehen an den Kameras die roten Lämpchen aus. Das ist ja witzig. Das ist der Grund warum sie mich ungern live sprechen lassen. CNN will nicht, dass ihre schwindende Zuschauerschaft hört, was ich euch zu sagen habe. Zum Glück habe ich eine gute Stimme. Und wenn ich nicht Twitter und die sozialen Medien hätte, würde nie jemand erfahren, was ich wirklich gesagt habe. Dann würde ich wahrscheinlich heute nicht hier stehen.

 Die Medien bieten nicht nur diesen Hassgruppen eine Plattform, sie ignorieren auch die Bandenkriminalität auf unseren Straßen, den furchtbaren Zustand unserer öffentlichen Schulen, und die Vernichtung unseres Wohlstands aufgrund furchtbarer Handelsabkommen, geschlossen von Menschen die niemals ein politisches Amt hätten bekleiden sollen. Und die unfassbare Feindseligkeit gegenüber unseren tollen Polizisten, die so hart in einem sehr gefährlichen Job arbeiten.

 Meine Regierung ist der Ansicht, dass unsere Bürger alle das Recht auf ein Leben in Sicherheit und Frieden haben. Wir glauben an Recht und Ordnung, denn ohne sie können wir nicht in Freiheit leben… Die allerwichtigste Aufgabe einer Regierung ist es, das Leben und die Sicherheit ihrer Bürger zu schützen, und dazu gehört die Grenzen zu sichern und die Einwanderungsgesetze einzuhalten… Die Bürger von Arizona kennen die tödlichen, herzzerreißenden Folgen illegaler Einwanderung, die Todesopfer, die Drogen, die Gangs, die Kartelle, die Schmuggler- und Schlepperkrise. Die Bande MS-13 – die schmeißen wir so schnell raus, so was haben die noch nie gesehen. Wir befreien ganze Städten von ihnen auf Long Island. Kann man sich das vorstellen? Dass wir im Jahre 2017 Städte befreien müssen? Es ist wie etwas aus einem anderen Jahrhundert.  Wir fangen diese Typen. Das sind Typen, die erschießen die Leute nicht, denn das geht ihnen zu schnell und ist nicht schmerzhaft genug. Sie zerstückeln ihre Opfer lieber ganz langsam. Das sind Tiere. Wir schaffen die raus. Wir sperren sie ein und weisen sie aus. Wir befreien unsere Städte von ihnen…

 (Applaus.)

Heute habe ich den Grenzschutz in Yuma besucht. Es war heiß, etwa 45° C. Da merkt man ob man fit ist oder nicht. Und die haben mir gesagt, Herr Präsident, das ist gar nicht so heiß heute. Sonst ist es heißer. Kann man das fassen? … Bei meinem Besuch habe ich mit den Grenzschützern gesprochen, die haben mir gesagt, es ist völlig richtig, was wir machen. Ich habe viel Zeit mit den Familien von Opfern illegaler Einwanderer verbracht, die ihre Kinder verloren haben, weil die Regierung sich weigert, die bestehenden Gesetze einzuhalten. Ich habe diesen Familien versprochen, dass ihre Liebsten nicht umsonst gestorben sind. Wir werden die Verbrecher, die Drogendealer und Bandenmitglieder finden, die unser Volk zum Opfern machen. Wir werden sie rausschmeißen oder einsperren, verdammt noch mal. Wir werden gegen die Asylstädte vorgehen, die Verbrechern Zuflucht bieten. Und wir werden die Mauer bauen, die absolut notwendig ist…

 (‚Baut die Mauer! Baut die Mauer! Baut die Mauer!’)

Als ich mit den Grenzschützern gesprochen habe, habe ich sie gefragt, wie wichtig ist diese Mauer für euch? Und sie sagten, sie ist absolut essenziell. Wir sind schon dabei, die Mauern zu reparieren, die schon bestehen. Und wir wollen ja keine starre Mauer, sondern eine Grenzsperranlage, durch die man hindurchsehen kann, damit man weiß was auf der anderen Seite passiert. Aber wir werden die Mauer bauen…

Grenzsicherheit ist eine Frage der nationalen Sicherheit. Deshalb werden wir strikte neue Prozeduren einführen, um sicherzugehen, dass radikalislamische Terroristen aus unserem Land ferngehalten werden. Seht euch nur an was in Spanien passiert ist, und an so vielen anderen Orten. Nein. Wir werden sie durchleuchten. Wir sind sehr streng. Sollen wir lieber nachlässig sein, oder was sagt ihr?

(‚Nein!’)

‚Extreme Durchleuchtung.’ Das ist mein Ausdruck dafür. Das ist, was wir brauchen. Deshalb habe ich heute ein Botschaft für den Kongress: Euer Job ist es, das amerikanische Volk zu vertreten, amerikanische Familien, amerikanische Arbeitnehmer. Das ist eure Aufgabe…“

 (Applaus.)

Wir können alles schaffen. Wir können alles bauen. Wir können alles träumen. Wir müssen uns an das erinnern, was unsere tapferen Soldaten nie vergessen haben: Als Amerikaner teilen wir eine Heimat, eine Fahne und ein glorreiches Schicksal. Wir leben nach den selben Gesetzen, erziehen unsere Kinder nach denselben Werten, und sind alle das Werk desselben allmächtigen Schöpfers.

(Applaus.)

Solang wir diese Wahrheit nicht vergessen, solange wir genug Mut und Kraft haben ist keine Herausforderung zu groß, keine Aufgabe zu schwer, kein Traum außerhalb unserer Reichweite. Die Zukunft gehört euch allen.

 (Applaus.)

 Das ist unser Augenblick. Das ist unsere Chance. Das ist unsere Gelegenheit, unser Schicksal in die Hand zu nehmen wie nie zuvor, unsere Zukunft wieder aufzubauen und für Gerechtigkeit für jeden vergessenen Mann, jeder Frau und jedes Kind in Amerika zu sorgen.

 Die Freiheit wird gewinnen, unsere Werte werden obsiegen, unsere Bürger werden profitieren, Arizona wird gedeihen, und unser geliebtes Land wird erfolgreich wie nie zuvor sein. An alle Amerikaner, jung und alt, nah und fern, in großen und kleinen Städten, hört meine Worte: Wir werden Amerika wieder stark machen. Wir werden Amerika wieder reich machen. Wir werden Amerika wieder stolz machen. Wir werden Amerika wieder sicher machen. Und wir werden Amerika wieder großartig machen. Vielen Dank.“

 Hier die ganze Rede (auf Englisch).

 

 

Collin McMahon ist Autor („Lukas und Skotti“) und Übersetzer („Gregs Tagebuch“). Er schreibt gerade an einem Buch über Donald Trump. Bei Verlagsinteresse bitte Zuschrift.

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.