„Ich mache die Politik, von der Ude nur schreibt!“

(Bild: AfD)
Petr Bystron (AfD) tut das, von dem Christian Ude (SPD) nur schreibt (Bild: AfD)

München – Petr  Bystron, bayerischer Landesvorsitzender der AfD, hat sich den Unmut von Münchens Altbürgermeister Christian Ude (SPD) zugezogen.  Dieser hat just zum Wahlkampf sein Buch mit dem Titel „Die Alternative oder: Macht endlich Politik!“ auf den Markt geschmissen. Bystron nimmt den Ball des pensionierten OBs auf und wirbt auf einem AfD-Wahlplakat: „Ich mache die Politik, von der Ude nur schreibt!“.

Christian Ude (SPD) nennt es „schmarotzende Werbung“, was Petr Bystron, Landeschef der bayerischen AfD und Direktkandidat seiner Partei für den Münchner Norden, aktuell tut. Bystron hatte einfach das Cover von Udes neuem Buch „Die Alternative oder: Macht endlich Politik!“ auf sein Wahlplakat drucken lassen und mit dem Versprechen überschrieben: „Ich mache die Politik, von der Ude nur schreibt!“.

Die AfD – laut Ude eine „schrumpfende Ansammlung verbitterter Rechter und nachwachsender Wutbürger“

Dass Ude jetzt Werbeträger für jene Partei sein soll, die er in seinem, just zum Bundeswahlkampf erschienen Werk als Gefahr brandmarkt und deren Anhänger er bereits im „braunen Sumpf“ wähnt, das ist für den altgedienten Parteisoldaten dann doch zuviel. „Die am rechten Rand entlangtorkelnde und seit Monaten stetig schrumpfende Ansammlung verbitterter Rechter und nachwachsender Wutbürger, die so gerne eine ,Alternative‘ wäre, wirbt jetzt mit dem Titelbild meines Buches“, so Ude laut der Münchner Boulevardzeitung tz.

Petr Bystron zeigt sich über die etwas verkrampfte Reaktion von Ude überrascht. Versuche Ude doch selbst mit seinem Buch etwas von der medialen Aufmerksamkeit der AfD für sich zu erhaschen. Er reibe sich im ganzen Buch an der AfD und hebt das Wort „Alternative“ sogar auf den Titel. Es sei kein Zufall, so Bystron gegenüber JouWatch weiter, dass Ude mit dem Buch mitten im Wahlkampf auf den Markt kam, wobei Bystron den Alt-OB Ude „Schmarotzende Werbung“ trotzdem nicht unterstellen möchte, auch wenn es bei einem Polit-Rentner, der um Beachtung kämpfen muss, nahe liegen würde. Eher vermutet Bystron dahinter einen cleveren Marketing-Zug.

Ude – wie übrigens die gesamte SPD- liefert nur heiße Luft

„Seine Entrüstung ist nur geheuchelt. Denn er engagiert sich aktiv im Wahlkampf in meinem Wahlkreis als Unterstützer von Florian Post und unterstützt dabei Posts billigen Linkspopulismus“, so Bystron weiter. Seite an Seite mit Ude verspreche Post den Wählern „kostenlose Kitas“. „Nun ja, Post saß vier Jahre für die SPD im Bundestag, Ude regierte München 21 Jahre lang – da hätten die beiden kostenfreie Kitas längst durchsetzen können“. „Ude – wie übrigens die gesamte SPD- liefert nur heiße Luft, die Taten bleiben aus“, so Bystrons Schlussfolgerung, die in zu dem Slogan führte: Ich MACHE die Politik, von der Ude nur SCHREIBT.

Dem Rat Udes, Bücher erst einmal zu lesen, bevor man diese „missbrauche“, hält Bystron mit Blick auf Udes Machwerk entgegen, dass dieses insgesamt – wie auch der Wahlkampf der SPD – um die Frage kreise, warum man diese völlig überflüssig gewordene Partei noch wählen sollte. Dabei gibt Ude zu, dass die SPD in der sozialen Frage völlig versagt hat:  »Es gab tatsächlich Leute, die eintreten wollten! Nur weil die Partei versprach, jetzt das soziale Thema zu entdecken, was ihr nach eigener Einschätzung wohl in den letzten 153 Jahren nicht wirklich gelungen war!«

AfD will den wirklich Verfolgten helfen, statt möglichst viele Steuergelder an die Asylindustrie zu verteilen

Auch die Empörung um die AfD-Vorschläge zur Verschärfung des Asylrechts seitens Ude könne Bystron gut nachvollziehen. Denn im Gegensatz zur SPD wolle die AfD den wirklich Verfolgten helfen, statt möglichst viele Steuergelder an die Asylindustrie zu verteilen.

„Wenn die SPD wirklich den Flüchtlingen helfen wollen würde, müsste sie sich wie die AfD für eine Unterbringung und Betreuung in deren Heimat-Nähe einsetzen. So könnte man 30 Mal mehr Menschen helfen. In unseren Augen wäre es jedoch besser, der gleichen Anzahl der Flüchtlinge zu helfen und das dadurch eingesparte Geld für Unterstützung der Familien mit Kindern hier in Deutschland aufzuwenden. Dann würde es endlich auch mit den kostenfreien Kitas klappen“, so Bystrons Hinweis in Richtung des wahlkampftreibenden Sozialdemokraten Christian Ude. (BS)

 

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