Tonnenweise Kerosin über Bayern – kein Problem?

Foto: Durch PopTika/Shutterstock
Abschiebung (Foto: Durch PopTika/Shutterstock)

„Gut 400 Tonnen Kerosin haben Flugzeuge in den letzten zwei Jahren über Bayern abgelassen. Das geht aus einer Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage von SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher hervor. Gesundheitliche Beeinträchtigungen für die Bevölkerung seien nicht bekannt.“

 Ein Kommentar von Thomas Schlawig

Es gibt Zeitgenossen, denen alles ein Dorn im Auge ist. Sei es die Autobahn in der Nähe, der Flughafen bzw. die Einflugschneise oder eine Eisenbahnlinie. Kurioserweise benutzen eben diese Leute selbst die Autobahn, das Flugzeug oder die Bahn.  Nun hat der SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher eine Anfrage an die bayerische Staatsregierung gestellt, um eine Aussage über die gesundheitliche Beeinträchtigung der Bevölkerung durch das Ablassen von Kerosin zu erhalten.

Die Staatsregierung bestätigte  das Ablassen von 400 Tonnen Kerosin in den vergangenen zwei Jahren. Dabei wird es sich vermutlich um 5-6 Flugzeuge gehandelt haben, da lediglich Langstreckenflugzeuge über eine Vorrichtung zum Ablassen von Kerosin verfügen. Nur bei ihnen besteht aufgrund des Treibstoffvorrates eine große Differenz zwischen max. Startgewicht und max. Landegewicht. Tritt kurz nach dem Start mit vollen* Tanks ein Notfall ein, muß bis zum Erreichen des max. Landegewichts Kerosin abgelassen werden, um eine Beschädigung des Fahrwerkes bei der Landung zu verhindern.

Zitat Wikipedia:  „Für das Ablassen von Treibstoff muss zunächst eine Notfallsituation vorliegen. Den Piloten wird daraufhin von der Flugsicherung ein Gebiet zugewiesen, wobei eine Mindestflughöhe von 1500 Metern (typisch 4 bis 8 Kilometer) sowie ein bestimmter Kurs (keine geschlossenen Kreise) eingehalten werden müssen.[1] Unter Einhaltung der Mindestbedingungen ist sichergestellt, dass maximal 8 % des versprühten und in der Luft verdunstenden Treibstoffs den Boden erreicht, was einer Bodenbelastung von 0,02 Gramm je Quadratmeter entspräche.[2] Bei größerer Flughöhe oder zusätzlichen Luftströmungen ist die am Boden gemessene Menge deutlich niedriger.[3]

*Volle Tanks heißt nicht zwangsläufig volle Tanks. Es wird nur soviel Treibstoff an Bord genommen, wie für die zurückzulegende Strecke nötig ist, plus einer vorgeschriebenen Reserve um einen Ausweichflughafen anzufliegen. Jedes Kilo mehr Treibstoff bedeutet mehr Gewicht und mehr Gewicht bedeutet mehr Verbrauch. Allein daran läßt sich ablesen, daß Kerosin niemals aus Jux und Dollerei abgelassen wird. Dafür ist es einfach zu teuer.

Liest man die Kommentare zu diesem Artikel, stehen einem die Haare zu Berge. Wie z.B. folgender:
Zitat:
Harald, Mittwoch, 23.August, 08:51 Uhr

6. Rohstoffverschwendung

„Kerosin ist einfach zu billig. Es ist längst überfällig, diesen Treibstoff mindestens genauso teuer zu machen wie Benzin oder Diesel. Vielleicht hört dann diese Verschwendung auf oder wird zumindest auf das absolut notwendige Minimum reduziert.
Ja, man kann damit argumentieren, dass es aus Sicherheitsgründen notwendig sei. Das heißt aber auch nur, dass man sich vorher verkalkuliert hat. Oder aber, dass die Flugzeuge zu wenig konstruktive Reserve haben. Wenn man hier von Reserve überhaupt sprechen kann. Augenscheinlich sind sie nur zu „windig“ konstruiert, um Gewicht z.B. beim Fahrwerk zu sparen. Das wiederum kann man aber auch so interpretieren, dass bei der Konstruktion an der Sicherheit gespart wird. Wenn das Flugzeug ausreichend stabil wäre, könnte man ja mit voller Beladung landen.
Wie man es auch dreht und wendet, das Ablassen von Kerosin ist eine Schweinerei und sollte höchstmöglich bestraft werden.“

Bei solchen Leuten fällt der „Einsatz“ des SPD-Landesfraktionschefs ganz sicher auf fruchtbaren Boden und man wird ihm bei der nächsten Wahl gern die Stimme geben. Ich denke, der SPD-„Politiker“ hätte besser etwas gegen die ausufernde Kriminalität von „Flüchtlingen“ getan. Aber das ist scheinbar zweitrangig.

 

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