Realsatire: EU bezichtigt China der Beihilfe zur Schleuserei

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Alles chinesisch: Schlauchboot und Buddhabrot (Foto: Pixabay)

Brüssel – EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos hat mehr Einsatz von China zur Reduzierung von Schlepperei, Schleuserei und Schmuggelei auf See gefordert. Er meinte allerdings nicht den Pazifischen Ozean, sondern das Mittelmeer.  Avramopoulos sagte in der Donnerstagsausgabe der „Welt“, dass es nicht nur um Schmugglernetzwerke gehe, sondern dass auch das Problem ihrer Lieferketten thematisiert werden müsse. Der EU-Innenkommissar: „Dies ist nicht nur eine europäische Angelegenheit, dazu brauchen wir vielmehr alle Partner an Bord. China kann die Europäische Union dabei unterstützen, Menschenschmuggel im Mittelmeer besser zu bekämpfen, wenn man bedenkt, dass eine gewisse Zahl von Schlauchbooten, die von den Schleusern benutzt werden, von Unternehmen hergestellt werden, die in China aktiv sind.“

Avramopoulos betonte, dass die zuständigen EU-Behörden daran arbeiteten, ein „besseres Bild über die Handelsströme dieser Schlauchboote“ zu gewinnen. Informationen der „Welt“ zufolge werden von den Schleusern benutzte Schlauchboote oft nicht nur in China hergestellt, sondern dort auch auf Online-Plattformen wie Alibaba als „hoch-qualitative Flüchtlingsboote“ beworben.  Bei einem Treffen in Brüssel hatten die EU-Außenminister im Juli erst Ausfuhrbeschränkungen nach Libyen beschlossen. Und zwar für Schlauchboote und Außenbordmotoren.

Annemarie Loof von `Ärzte ohne Grenzen` (MSF) in der „Welt“: „Es ist absolut unverantwortlich, dass diese aufblasbaren Gummiboote derzeit als Qualitäts-Flüchtlingsboote beworben werden.“ Loof beobachtet bei MSF die Rettungsoperationen im Mittelmeer. Die Beobachterin weiter: „Skrupellose Schleusernetzwerke, die es nur auf Maximierung ihrer Profite abgesehen haben, benutzen diese Typen von seeuntauglichen Booten, die eine Überfahrt über das Mittelmeer noch tödlicher machen.“

Ein Verkaufsstopp für diese Boote könne aber nicht die Antwort sein, um Menschen vor dem Ertrinken im Mittelmeer zu bewahren. „Der Verkauf dieser Boote ist nur das Symptom eines größeren Problems. Es besteht darin, dass es keine sicheren und legalen Kanäle für Menschen gibt, die ein sichereres und besseres Leben suchen“, so die MSF-Expertin. (Quelle: dts Nachrichtenagentur)

Kommentar:

Wir Deutsche könnten natürlich dabei helfen, die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle in den USA zu senken, indem wir den Amerikanern keine Porsches mehr verkaufen. James Dean könnte noch leben ohne unsere Gier. Oder, um mit den Worten von Annemarie Loof zu sprechen: „Skrupellose Porschehändler-Netzwerke, die es nur auf Maximierung ihrer Profite abgesehen haben, verkaufen diese Typen von Rollgeschossen, die eine Autofahrt in Amerika noch tödlicher machen.“ – Tödlich, tödlicher, am tödlichsten führt nämlich pfeilgerade zu gestorben, gestorbener, am gestorbensten.

Herr Avramopoulos und Frau Loof – (hatte die ein Glück mit dem „L“!) – könnten sich natürlich auch an die deutschen Rüstungsexporteure wenden und ihnen eindringlich klarmachen, daß Rüstungsgüter nicht in Krisengebiete verkauft werden dürfen, sondern nur dorthin, wo man sie nicht braucht, weil vor lauter Friede, Freude und Eierkuchen sowieso schon alle ganz happy sind. (ME)

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