Per WhatsApp nach Spanien

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Hilfsmittel Whatsapp (Foto: Collage)

Die illegalen Einwanderer, die jetzt über die neueröffnete Mittelmeer-Route via Spanien kommen, nutzen den Messengerdienst WhatsApp, um „gerettet“ zu werden.

Seit es schwieriger wird, Griechenland oder Italien anzusteuern, wird die nur 14 Kilometer lange Überfahrt von Marokko nach Spanien immer beliebter.

Der Chef des maritimen Rettungsdienstes der südlichsten Stadt Europas, Tarifa, Jose Maraver: „Diejenigen, die die entsprechenden Daten auf ihren Handys haben, rufen uns an, um uns ihren exakten Standort mitzuteilen. Das ist der beste und effektivste Weg, um sie zu retten. Doch nach Barcelona haben immer mehr Spanier negative Gefühle wegen dieser Immigranten, das wird zum Problem“, so Maraver.

Die illegalen Einwanderer würden zur WhatsApp greifen, wenn sie erschöpft vom Paddeln seien, heißt es.

Gangs in Marokko gehen hart gegen jeden vor, der auf eigene Faust versucht, per Boot nach Spanien zu gelangen. Doch sind sie bisher nicht gut organisiert und so gelingt es dem ein oder anderen die Überfahrt auf eigene Faust.

Bisher ist das 8.200 von ihnen gelungen, ein großer Anstieg, denn im selben Zeitraum des Vorjahres nutzten nur 2500 illegale Einwanderer die Route.

„Die meisten, die in Spanien ankommen, sind Wirtschaftsflüchtlinge“, erklärt Chris Borowski von der EU-Küstenwache Frontex.

Die tatsächlichen Zahlen der bisher angekommenen Illegalen könnte um einiges höher liegen, da offiziell nur die von den Behörden geretteten oder erwischten Einwanderer gezählt werden.

Innerhalb der Bevölkerung wachsen die Befürchtungen, dass immer mehr Islamterroristen unentdeckt nach Europa gelangen. Viele der illegalen Einwanderer aus den Subsahara-Ländern bekommen lange Aufenthaltsgenehmigungen und auch die, die Spanien verlassen sollen, tun dies nicht und bleiben.

(MS)

 

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