IS: Die Eroberung geht weiter, in Italien kocht es

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Wo dieser Begriff auftaucht, brennt es lichterloh (Foto: artefacti/shutterstock)

Trotz der Zerschlagung der islamischen Terrorzelle von Barcelona, gehe der Krieg weiter, so der IS in seiner neuesten Botschaft. Er verkündete, dass sich seine Kämpfer immer noch in der Stadt befänden.

Von Marilla Slominski

Die Wafa Media Foundation veröffentlichte eine Erklärung „von der Islamischen Republik Spanien an die Regierung Spaniens“, in der es heißt: „Wisset, Ihr Anbeter des Kreuzes, der Krieg ist nicht ausgefochten und vorbei, und sie (die Kämpfer, Anm.d.Red.) leben unter Euch in Barcelona.“

In der Nachricht kündigt der IS auch an, Katalonien  sowie Gibraltar und Andalusien erobern zu wollen.

„Das ist eine unserer Prioritäten. Heute bauen wir unsere neue Gemeinschaft. Wir werden unschuldige Spanier dafür töten, dass sie unser muslimisches Land besetzen. Durch unsere Attacken sind es schwarze Tage für Eure Städte wie Madrid, Paris, London und Brüssel“, endet die IS-Botschaft.

Unterdessen warnt Libyen Europa erneut vor dem Eindringen von IS-Kämpfern über die Mittelmeer-Route.

Der Premierminister Fayiz Mustafa as-Sarradsch, stellte einen 5-Punkte-Plan vor, der unter anderem vorsieht das UN-Waffenembargo zu lockern, damit die libysche Küstenwache besser ausgerüstet werden kann.

„Die EU muss uns mehr bei der Bekämpfung der Menschenschmuggler helfen. Wir können nicht allein mit Italien die ganze Last schultern, das ist für ganz Europa wichtig. Wenn Migranten die EU erreicht haben, können sie sich frei bewegen. Wenn sich unter ihnen, Gott verhüte, Terroristen unter ihnen sind, betrifft das ganz Europa“, so as-Sarradsch.

In diesem Jahr haben bereits 100.000 illegale Einwanderer die italienische Küste erreicht. 700.000 weitere warten in Libyen auf ihre Chance.

Die Anti-Migranten Stimmung in Italien erreicht inzwischen einen Höhepunkt. Es wird vermutet, dass die Fünf-Sterne-Bewegung, die sich den Stopp der Einwanderung auf die Fahnen geschrieben hat, die Wahlen im Frühjahr gewinnen wird.

Ihr Kandidat für das Amt des Premierministers Luigi Di Maio erklärte gegenüber The Times: „Ganz Italien ist ein Flüchtlingslager geworden. Wir haben 10 Millionen Italiener, die in Armut leben, während Migranten pro Tag 38 Euro zum Leben bekommen. Das ist ein Dampfkochtopf, der explodieren kann.“

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