Die Helden von Hamburg

Foto: Screenshot/Youtube
Mut oder Selbstjustiz? (Foto: Screenshot/Youtube)

Am 28.7.2017 hatte es im Hamburger Stadtteil Barmbek einen brutalen islamischen Terrorangriff auf Christen gegeben. In einem Edeka-Markt ergriff der in den Vereinigten Arabischen Emiraten geborene Ahmad Alhaw (26) ein Messer und stach auf Menschen ein. Durchaus nicht wahllos, wie der weitere Verlauf unzweifelhaft zeigt. Ein Opfer wurde getötet und sieben weitere teils schwer verletzt.

Von Pastor Jakob Tscharntke

An der Flucht gehindert und niedergeschlagen wurde der islamische Täter von 7 Männern, die offenbar alle Migrationshintergrund haben. Laut Medienberichten sind sie vor allem tunesischer, türkischer und afghanischer Abstammung. Vom Täter wurden sie wohl alle als solche und insbesondere als Muslime eingestuft. Diese nun als „Barmbeker Helden“ reichlich in den Medien gefeierten Männer hatten den Messerangreifer zunächst mit Stühlen und Steinen beworfen, schließlich zu Boden gebracht und dort offenbar weiter mit einer Eisenstange auf ihn eingeschlagen. So in etwa die Aussagen der Helden von Barmbek. Als die Polizei eintraf und den islamischen Messerangreifer gefesselt hatte, lag dieser nach Fernsehbildern mit einer blutenden Kopfwunde am Boden. Die Medien konnten sich tagelang kaum einkriegen mit ausführlicher Berichterstattung über diese Heldentat, die schließlich auch noch mit der öffentlichen Verleihung des Ian-Karan-Preises „für Mut, für Entschlossenheit, für Unerschrockenheit, für Zivilcourage“  geehrt wurde, der pro Person auf 500,- € dotiert wurde.

So weit, so gut oder eben auch nicht.

Was mich als Erstes wunderte, war die ausführliche mediale Berichterstattung über diesen islamischen Terrorangriff. Üblicherweise kehren die Medien so was ja so weit wie möglich unter den Teppich. Warum hier dieser gewaltige mediale Aufruhr? Ganz einfach, weil die Helden allesamt wohl Migrationshintergrund haben und deshalb politisch korrekt als Helden taugen. Deshalb wurden sie meines Erachtens bis zum Geht-nicht-mehr der Öffentlichkeit als solche präsentiert. Die Botschaft: Solche Männer braucht das Land – tapfere Muslime, welche die armen Deutschen beschützen! Entsprechend bezeichnete der  Polizeipräsident Ralf Martin Meyer die sieben Männer als „Helden“ und als „echte Barmbeker Jungs„.

Damit hier keine Mißverständnisse aufkommen: Was die Männer getan haben, war meines Erachtens gut und richtig. Ich habe mich nur gefragt: was wäre geschehen, wenn diese „Barmbeker Helden“ keine Muslime mit Migrationshintergrund, sondern Deutsche ohne Migrationshintergrund gewesen wären? Dann, so bin ich persönlich überzeugt, wäre die mediale, und wohl auch die politische und juristische Reaktion eine ganz andere gewesen.

Denn, was mir als Zweites auffiel: in der veröffentlichen Videoaufzeichnung wirkt der Messerangreifer überraschend passiv und unschlüssig. Er weicht vor den Helden zurück. Er zeigt nicht die geringste Neigung, diese anzugreifen. Einer der Helden nennt auch den Grund: die Angriffe des islamischen Messerattentäters galten nur Christen! Das hat dieser offenbar ausdrücklich betont. So zitiert die Sächsische Zeitung die Helden: „Er wollte uns nicht angreifen, das hat er uns selber auf Arabisch gesagt: `Ich will euch nichts tun´, sagte er, `ich will die Christen angreifen´.“ (http://www.sz-online.de/nachrichten/ich-will-die-christen-angreifen-3738221.html ).

Für die Helden bestand also ganz eindeutig keine Notwehrsituation. § 32 des Strafgesetzbuches formuliert dazu in Absatz (2): „Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.“ Die Betonung liegt dabei unter anderem auf dem Stichwort „gegenwärtigen“. Dies meint also einen unmittelbar stattfindenden Angriff. Für die Barmbeker Helden bestand aber überhaupt keine persönliche Notwehrsituation, da der Täter explizit mitteilte, daß er ihnen nichts tun will. Das Video zeigt sein entsprechendes zurückweichendes Verhalten.

Rechtlich genau genommen war es möglicherweise nicht einmal eine Nothilfesituation. Denn auch diese ist laut StGB durch das Stichwort „gegenwärtigen Angriff“ definiert. Nochmals: ich halte das Verhalten dieser Männer für gut und richtig. Sie haben nicht gejubelt, daß mutmaßliche Christen massakriert werden. Sie haben eingegriffen und solchem Tun gewehrt. Sie haben, wenn auch vermutlich keinen unmittelbaren und gegenwärtigen, so doch einen zeitnah später zu erwartenden Angriff abgewehrt. Sie haben auch vom Jedermannsfestnahmerecht gemäß § 127 StGB Gebrauch gemacht und den Täter an einer Flucht gehindert. Sie haben damit außerdem sich und ihre Familien zumindest indirekt in Gefahr gebracht. Denn einer der Helden wollte im Fernsehen nicht erkannt werden aus Angst um seine Familie.

Wovor hat dieser Mann wohl Angst? Doch wohl eindeutig vor Racheakten anderer Muslime, die es gar nicht lustig und heldenhaft finden würden, daß dieser islamische Attentäter daran gehindert wurde, weitere Christen abzuschlachten. Von dieser Sorte scheint es also doch so viele zu geben, daß ein Held sich im deutschen Fernsehen nicht öffentlich zeigen will!

Allerdings, so meine Sorge: Wären die Helden Deutsche ohne Migrationshintergrund gewesen, dann, so vermute ich, wäre die öffentliche Reaktion ganz anders ausgefallen. Wütende Proteste gegen maßlose Gewaltanwendung wären meines Erachtens die Folge gewesen. Die Polizei  hätte auf politische Weisung die „Helden“ verhört, vielleicht Hausdurchsuchungen vorgenommen und womöglich sogar Verhaftungen. Von Grünen, Linken und anderen politisch Korrekten, vor allem auch von Kirchenleuten, wäre heftig geschimpft worden. Die Medien hätten von Selbstjustiz und schwerer Körperverletzung gegen den armen, traumatisierten Flüchtling berichtet, der doch nur in geistiger Verwirrung so gehandelt hat und vor allem, weil wir Deutsche bei seiner Integration versagt haben!

Zum Abschluß noch einmal: Ich halte es für richtig und gut, was die Hamburger Helden getan haben. Sie haben das Jedermannsfestnahmerecht ausgeübt. Sie haben zumindest indirekte Nothilfe geleistet. Ich hoffe nur, daß Deutschen ohne Migrationshintergrund entsprechendes Verhalten ebenfalls zugestanden und im Falle des Falles entsprechende öffentliche Ehrung und mediale Anerkennung finden wird!