#Hashtag

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Ein hashtag und schon bremst der nächste Terrorist ab...(Foto: Durch tostphoto/Shutterstock)

Die peinlichen Reaktionen auf die islamischen Attentate widern mich mittlerweile genau so an, wie die abscheulichen Taten. Twittern nur die Blöden wie die Blöden?

Von Volker Kleinophorst

Ich gebe es zu, nach Barcelona und seinen vielfältigen Äußerungen dazu hatte ich eine kleine Krise. Wie können nur so Viele so unfassbar dämlich sein und einen Krieg ignorieren, den der Islam bereits führt. Schon länger übrigens.

Doch auch ich bin mittlerweile beinhart im Weghören aus bestimmten Ecken. TV-Nachrichten guck ich schon seit Jahren nicht mehr. Eigentlich guck im sogenannten linearen TV  nur noch Fußball. Gefährlich. Beim Fußballspiel Bayern – Leverkusen war ich nicht schnell genug und hatte schon wieder den schiefmäuligen Kleber im Ohr. „#barcelona…“, da war ich dann am Tonknopf.

Und so was von angekotzt, dieses ‚ geht mir so auf den Geist. Egal was passiert, die Idiotenschleuder Twitter lenkt die Trauer in die richtigen #Hashtagbahnen. Und da wird jetzt überall bedeutungsschwer gehashtagt, am besten noch mit weiteren wie #love, #alltogether, #oneworld….

Dieser infantile Quatsch zieht mich fast noch mehr runter, als die Fakten und ihre übliche Verdrehung. Sie wissen schon #lastwagenfahrer, #hatnichtsmitdemislamzutun, #traumatisiert…

Was denken die wohl, was sie mit ihren dämlichen Herzchen und ihren feigen Betroffenheitsbekundungen bewegen. Gar nichts.

Versucht doch mal mit einem Hashtag einen LKW aufzuhalten oder eine blutende Messerwunde zu stillen.

Dann wisst ihr, was ein Hashtag nämlich wirklich ist:

Voll fürn Arsch und zu nichts zu gebrauchen.

Immerhin hat in dem Spiel keiner sein Tor den Opfern von Barcelona gewidmet. Da kommt es mir nämlich auch schon hoch.

Zu früh gefreut. Bartra widmet Tor den Terroropfern Barcelona.

Da wird man sich auf Wolke Sieben ja toll fühlen: „Guck mal, der Bartra hat uns ein Tor gewidmet.“ „Ja, alle spielen mit Trauerflor.“ „Es hat sogar eine Schweigeminute gegeben.“ „Na dann war unser Tod ja nicht umsonst.“ „Gibt’s hier oben eigentlich Twitter?“

Wandere aus, solange es noch geht!
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