Gesicht zeigen – Linksextremisten aus der Anonymität holen

(Bild: Sceenshot Twitter)
Raus aus der Anonymität! (Bild: Sceenshot Twitter)

Dortmund – Ein Outing der anderen Art. Unter dem Motto: „Gesicht zeigen“ haben Unbekannte in den letzten Tagen im Dortmunder Stadtgebiet Plakate angebracht, die Protagonisten der antifaschistischen Szene zeigen.

Unter dem Motto „Antifaschisten in Dortmund ein Gesicht geben – Linksextremiste aus der Anonymität holen!“ wurden im Dortmunder Stadtgebiet Plakate angebracht, die mutmaßliche Linksextremisten aus der antifaschistischen Szene „outen“ sollen.

„Licht ins Dunkel“ bringen

Auf den Plakaten sind 16 Personen mit Bild zu sehen, weitere 40, bei denen es sich ebenfalls um so genannte Antifaschisten handeln soll, werden nur namentlich genannt. Im dazugehörigen Beschreibungstext ist laut dem Dortmund Echo zu entnehmen, das es Ziel der Plakataktion sei, „Licht ins Dunkel“ zu bringen und über antifaschistische Strukturen aufzuklären, die sich fernab der linken Parteien organisieren und der Öffentlichkeit zumeist gänzlich unbekannt sind, aus deren „Szene“ jedoch immer wieder Straftaten gegen politisch Andersdenkende begangen werden.

Seit Jahren bereits betreiben linksextremistische Gruppen sogenannte „Outings“ von Personen, deren politische Gesinnung nicht ihrem Weltbild entspricht. Dazu werden die mutmaßliche politische Gesinnung, aber auch persönliche Daten wie Vollname, Adressen, Telefonnummer, besuchte Veranstaltungen, schulische Bildung, Berufsstand, Nennung des Arbeitgebers, Partner, Accountdaten zu sozialen Netzwerken, Parteiaffinität und Fotos per Flugblatt oder im Internet veröffentlicht.

Mit den eigenen Mittel schlagen

„Achtung Neonazi – Nazis raus aus der Anonymität“, so die fast wortgleiche Outing-Aktion 2013 einer Antifa-Gruppe in einer Kleinstadt im Norden Deutschlands, die  in der Öffentlichkeit Flyer verteilten und die Daten der geouteten Person im Internet auf der linksextremistischen Seite Indymedia veröffentlichten, die dort seit Jahren bereits die Kampagne „Nazis outen“ betreibt.

Diese Form der politischen Auseinandersetzung ist durchaus kritikwürdig. Dass sich jedoch jene Denunziation, die man jahrelang selbst betrieben hat, nun gegen die Initiatoren – sprich Mitglieder der linken und linksextremsitischen Szene – richtet und Antifa-Aktivisten mit den eigenen Mitteln geschlagen werden, das dürfte die mit öffentlichen Geldern gepuderten Antidemokraten wohl doch mehr als verblüfft zurück lassen. (BS)

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