Vom Duracell-Wunder zur Reichweitenangst ….

Foto: Durch Oleksii Fedorenko
Fehlen nur noch die Reifen (Foto: Durch Oleksii Fedorenko)

….ist es nur ein kleiner Schritt. Dies ist eine der vielen absurden Geschichten, die das Leben in den „Vereinigten Wirtschaftsgebieten“ inzwischen fast täglich für uns schreibt. Mein aktuelles Absurdistan liegt „mitten in Deutschland“, genauer gesagt in Düsseldorf. Dort befindet sich der Sitz der Landesregierung von Nordrhein Westfalen und ebenda auch das NRW-Umweltministerium, welches seit kurzer Zeit von Christina Schulze-Föcking (CDU) geleitet wird. Während seit Monaten ohne Unterlass die hässliche VW-Diesel-Sau durch die Dörfer und Städte der Republik getrieben wird und uns das angebliche Umwelt-Wunder „Elektromobilität“ als einzig heilbringende Zukunftsvision medial an jeder Straßenecke verkauft wird, scheint das Umwelt-Ministerium in Nordrhein Westfalen schon eine Stufe weiter nach oben auf der steilen Leiter der Erkenntnis gekommen zu sein.

Von Gerhard Breunig

Ein vom GRÜNEN Amts-Vorgänger Johannes Remmel für „Testzwecke“ angeschaffter, rein elektrisch betriebener Super-Luxus Sportwagen Marke Tesla, der auf Kosten der Steuerzahler für geschätzte 110.000 Euro im Jahre 2016 in Dienst gestellt wurde, wird auf Weisung der Landes-Umweltministerin, nicht weiter genutzt und ab sofort still gelegt. Laut Auskunft des Ministeriums sei die Batterie zu schwach für längere Dienstfahrten. Dies bestätigte unlängst auch ein Ministeriums-Mitarbeiter gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger.

Nach dessen Aussagen hätte sich die Batterie für Dienstfahrten über mehrere hundert Kilometer als noch nicht ausreichend herausgestellt. Als maximale Reichweite ergaben Langstreckentests, je nach Fahrweise und Streckenprofil, weniger als 300 Kilometer. Diese Reichweite konnte allerdings nur ausgeschöpft werden, wenn am Reiseziel sichergestellt war, dass die Batterien auch wieder aufgeladen werden können. Und ich dachte bisher immer, Strom kommt bei uns überall aus jeder Steckdose (Ironie aus). Fakt ist, dass selbst der sündhaft teure Tesla für Leute, die auf eine jederzeit verfügbare Automobilität angewiesen sind, anscheinend völlig ungeeignet ist.

Die Ministerin ist daher flux auf einen neuen, besonders sparsamen „Kleinwagen“ umgestiegen. Sie hat sich für ein Modell der Mercedes S Klasse, genauer für das Dickschiff S 500 E-Hybrid entschieden. Damit dürfte zumindest die Ministerin vor der neuen Volkskrankheit „Reichweiten-Angst“ vorerst geschützt sein und den „gewissen“ Komfort genießen dürfen, der dem gemeinen Volk in der Regel auch in Zukunft versagt bleiben wird.

Die medial so hoch gehypte Duracell-Seifenkiste des Elon Musk hat also ein echtes Reichweiten-Problem, das derzeit technisch noch gar nicht gelöst werden kann? Kaum zu glauben aber wahr. Der von Politikern aller couleur üblicherweise für strunzdumm gehaltene Otto-Normalbürger fragt sich angesichts dieser unabänderlichen Tatsache dann allerdings schon, warum die Hersteller des angeblichen „Umwelt-Wunders“ Elektroauto ungestraft falsche Reichweiten-Angaben machen dürfen, während man beim Diesel auf völlig irre Grenzwerte besteht, die beim gleichen Gesetzgeber im Bereich Arbeitsschutz für die gleichen Menschen um mehr als das 20-fache höher liegen. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

Leider erschließt sich dieser schwierige Gedankengang wohl auch dann nicht dem ideologisch total verbeulten Politiker-Hirn klimasozialistischer Ausprägung, wenn man ihm diese Weisheit per Nürnberger Trichter einzuflößen versucht. Ideologie bleibt eben Ideologie und dafür kann man auch mal ein Opfer bringen. Und wie immer sind es die „Untertanen“, die das Opfer zu erbringen haben. In Wahrheit gilt bei der in Regierungsgremien betriebenen „Umweltpolitik“ nämlich wie so oft: Was für die elitären Minister aus dem politischen Absurdistan in ihren „Quasselbuden“ nichts taugt, ist für die dusseligen Untertanen da draußen immer noch gut genug.

So haben die GRÜNEN auf ihrem letzten Programmparteitag „mutig“ beschlossen, dass ab 2030 alle Neuwagen „abgasfrei“ sein sollen. Wenn politischer Schwachsinn wie dieser früher von oben verordnet wurde, bezeichnete man das vor wenigen Jahren noch als geistlosen sozialistischen Auswuchs. Heute nennen es die allgegenwärtigen Schwurbel-Medien gerne „mutige Politik“ von vorausschauenden Politikern mit Visionen.

Wie das ganze später einmal im wahren Leben funktionieren soll, überlässt man in der unendlich großmütigen Art aller Sozialisten gern den Volks-Deppen und deren nachfolgenden Generationen, die auch diese sozialistische Totgeburt kleingeistiger Politikversager wieder irgendwann selbst ausbügeln müssen.