Schwesig: Feste Frauenquote für Vorstände muss kommen

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Fordert eine Frauenquote in den Vorständen, aber nicht bei der Müllabfuhr: Manuela Schwesig (Foto: JouWatch)

Schwerin – Die Sozialisten wären nicht Sozialisten, wenn sie sich nicht in die Angelegenheiten der Wirtschaft einmischen würden und alles unter staatlicher Kontrolle bringen wollen würden: Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), unterstützt die Forderung ihrer Nachfolgerin im Bundesfamilienministerium, Katarina Barley (SPD), eine Frauenquote für Vorstände einzuführen. „Das ist der richtige Weg“, sagte Schwesig der „“Frankfurter Allgemeinen Zeitung““ (Montagsausgabe). Die Idee der Freiwilligkeit, wie sie die Union verfechte, sei gescheitert.

Die feste Quote für Aufsichtsräte zeige zwar Wirkung, nicht aber die freiwillige Quote für Vorstände. „Deshalb halte ich es für richtig, dass die Quote für Vorstände kommt“, sagte Schwesig. „Wenn 70 Prozent der Unternehmen nichts machen, ist die Konsequenz: die feste Quote für Vorstände muss in der nächsten Wahlperiode kommen.“

Barley hatte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND) in der vergangenen Woche gesagt: „Ich gebe der Wirtschaft noch ein Jahr Zeit, die Sache selbst zu regeln. Wenn sich bis dahin nichts tut, werden wir gesetzlich eingreifen.“ Die Selbstverpflichtungen der Unternehmen funktionierten nicht.

Deshalb sei eine gesetzlich verpflichtende Frauenquote für Unternehmensvorstände denkbar. (Quelle: dts)