Paar fürchtet um Existenz: Flüchtlingswohnung nach Auszug leergeräumt

(Symbolfoto: Durch ah_fotobox/Shutterstock
Wohnung (Symbolfoto: Durch ah_fotobox/Shutterstock)

Kaarst – Und wieder steht jemand vor den Trümmern seiner Existenz, weil er auch was abhaben wollte vom Flüchtlingshype. Mehrere seiner vollmöblierten Eigentumswohnungen vermietete ein älteres Ehepaar an Flüchtlinge. Kurze Zeit später der Schock: Die Schutzbedürftigten räumten bei ihrem Auszug die gesamte Wohnung aus und nahmen alles mit, was nicht niet- und nagelfest war.

„Damit die Flüchtlinge nicht in Massenunterkünften untergebracht werden mussten“, habe das Ehepaar Hingsen aus dem nordrhein-westfälischen Kaarst ihre Privatwohnungen an Flüchtlinge vermietet. Nun das große Heulen beim Vermieterehepaar: „Wir fürchten um unsere Existenz“.

In der einen Wohnung, wo drei albanische Frauen untergebracht waren fehlte alles, was nicht niet- und nagelfest war. Über Betttücher, Besteck und Toaster bis zu Toaster und Geschirr – alles wurde mitgenommen. Fernseher und Kühlschrank seien defekt und die Wohnung in einem schlimmen Zustand. Damit aber nicht genug. Die Nebenkostenabrechnung überstieg mit über 6.500 Euro den Normalverbrauch um ein vielfaches.

Wäscherei- und Bügelservice auf Kosten des Vermieters betrieben

Wie der „Stadt Kurier“ berichtet, sollen die drei Albanerinnen laut Hausgeldabrechnung 120 Kubikmeter Warmwasser verbraucht haben. Zum Vergleich: Im gesamten Vier-Parteien-Mehrfamilienhaus hätten die Anwohner 180 Kubikmeter zusammen verbraucht. Die Vermieter glauben, dass die drei Frauen einen Wäscherei- und Bügelservice betrieben haben. Laut Anwohnern lief die Waschmaschine im Keller rund um die Uhr und im Hausflur stand alles voll mit Wäscheständern und die Frauen sollen Säcke rein- und rausgetragen haben“, so der schockierte Vermieter.

Die Stadt Kaarst scheint nicht gewillt, die gesamte Rechnung zu bezahlen, da zum einen die Forderungen auf der eingereichten Liste stellenweise nicht nachvollziehbar seien und zum anderen vor dem Bezug der Wohnung durch die Albanerinnen  keine Bestandsaufnahme durchgeführt wurde. „Wenn wir Schäden feststellen, ersetzen wir diese dem Vermieter natürlich sofort anstandslos. Nach Absprache mit den drei albanischen Anwohnerinnen waren manche Angaben aus unserer Sicht nicht korrekt“, so der Beigeordnete der Stadt Kaast. (BS)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.