Nackte Brunnenfigur wegen „neuen MitbürgerInnen“ verschleiert

Irre Verhüllungaktion von zwei Dresdner "Künstler", die nicht genug bekommen können (Bild links: Twitter; Bild rechts: Bybbisch94-Christian Gebhardt

Dresden – Hunderte Jahre europäischer Kultur werden nur noch mit Füßen getreten, um sich vor einer frauenfeindlichen, brutalen Ideologie in den Staub zu werfen. Ein sogenanntes Künstler-Duo aus Dresden zeigt einmal mehr, wie diese Unterwerfung aussehen kann. Die beiden verhüllten in Dresden die Statue des Marienbrunnens und begründeten ihre „Kunstaktion“ mit ihrem Wunsch nach einem Überdenken der verschiedenen Positionen in der sogenannten „Willkommenskultur“. Vor gut hundert Jahren habe man in Museen an Besuchertagen für Frauen auch nackte Statuen verhüllt. Mit einer ähnlichen Aktion solle man nun auf die vielen „neuen MitbürgerInnen“ zugehen, um deren Sehgewohnheiten zu verstehen und zu tolerieren.

Irre Verhüllungaktion von zwei Dresdner „Künstler“ (Bild links: Twitter; Bild rechts: Bybbisch94-Christian Gebhardt;  CC BY-SA 4.0; siehe Link)

Der unter Denkmalschutz stehende Marie-Gey-Brunnen- auch Marienbrunnen genannt- am Friedrich-List-Platz im Dresdner wurde ob ihrer Nacktheit am Donnerstag durch das Künstler-Duo Angela Hampel und Steffen Fischer verschleiert.

Die Aktion sei laut dem Künstlerpaar „ganz entspannt“ verlaufen, so Fischer gegenüber der SZ, der sich mit seiner Kollegin offensichtlich auf den Wegen des Künstlerpaar Christo und Jeanne-Claude wähnt und sich in weißen Schutzanzügen öffentlichkeitsgeil vor dem Brunnen von der SZ ablichten ließ. Passanten hätten zugeschaut und viele junge Leute die Performance fotografiert. Zum Ende des Kunst-Spektakels ließen die beiden ein Schreiben am Brunnen zurück, um ihre Gedanken mit den weiteren Besuchern des Brunnens zu teilen.

Öffentlichkeitsgeil oder nur irre?

Hintergrund der Aktion sei der Wunsch nach einem Überdenken der verschiedenen Positionen in der sogenannten „Willkommenskultur“, so  die beiden Verfasser. Sie argumentieren, dass es um 1900 herum in vielen Museen Besuchertage für Frauen gegeben habe, an denen Statuen verhüllt worden seien. Mit einer ähnlichen Aktion solle man nun auf die vielen „neuen MitbürgerInnen“ zugehen, um deren Sehgewohnheiten zu verstehen und zu tolerieren. Integration bedeute Hampel und Fischer zufolge „Aufeinanderzugehen“, aber auch „Kennenlernen“ und „Bildung“. Mit ihrer Verhüllungsaktion möchten die beiden ein Zeichen setzt und dem angeschlagenen Ruf Dresdens entgegenwirken. „Neue Herausforderungen verlangen neue Mittel und Wege – mitunter ungewöhnliche. Viele reden von Willkommenskultur – wir setzten sie um“, so die beiden „mutigen“ Künstler.

 (Bild: Twitter)
Das Bekennerschreiben der beiden „Künstler“ (Bild: Twitter)

„Hunderte Jahre europäischer Kultur werden nur noch mit Füßen getreten, um sich vor einer frauenfeindlichen, brutalen Ideologie in den Staub zu werfen“, so die Stellungnahme der AfD Freunde Kitzigtal auf Facebook zu der abartigen „Performance“ des Duos Angela Hampel und Steffen Fischer (BS).

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...