Kennen Sie Bernd Kasparek? Sie sollten…

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Grenzenlos debil? (Foto: Screenshot/Seite)

Wer heute noch immer glaubt, Angela Merkels Grenzöffnung am 4. September 2015 war spontan und der Ansturm von „Flüchtlingen“ danach geschah aus einer Notlage heraus und war unvorhersehbar, der ist entweder sehr naiv oder wird dafür bezahlt. Die Migrationskatastrophe, von der ganz Europa nun bald im dritten Jahr heimgesucht wird war absehbar, sie war geplant und sie sollte gar nicht verhindert werden, im Gegenteil. Der „Grenzexperte“ Bernd Kasparek mag dabei nur ein kleines Rädchen sein in der Mechanik der Massenmigration, aber er sitzt im Zentrum des Geschehens.

Von Ingmar Blessing

In  einem Video von PeterSweden, der aus Sizilien von der Ankunft neuer Migranten berichtete, stach ein kleines Detail heraus. Es befand sich auf einem Flyer, den die britische NGO Oxfam an frisch ankommende Migranten verteilt und in dem ausführlich die Vorzüge des Asylstatus in der EU erklärt werden. Von der Unterkunft mit Verpflegung, über den Anwalt bis hin zur Telefonkarte für den Kontakt in die Heimat – alles wird gestellt, alles ist kostenlos und selbstverständlich ein verbürgtes Recht auf das man nur bestehen muss, so die Erstinformation für Neuankömmlinge.

Während der Flyer von Oxfam verteilt wird und sich auch deren Logo darauf findet, so ist am unteren Ende die Internetadresse www.w2EU.info angegeben, die nicht zu Oxfam gehört. Auf dieser Seite findet sich eine umfassende Enzyklopädie zu den Feinheiten des europäischen Einreise-, Aufenthalts- und Asylrechts und wie man sich das System am besten zunutze macht. Eine WhoIs Abfrage zeigt, dass die Adresse einer Privatperson gehört: Bernd Kasparek, wohnhaft in München und Betreiber des Vereins Bordermonitoring.eu (ansässig natürlich in der Friedensstraße).

In der Eigenbeschreibung der Organisation heisst es: „Im Zentrum der Tätigkeiten des Vereins steht die Auseinandersetzung mit den Politiken, Praktiken und Ereignissen im europäischen Grenzregime und in den Bewegungen der Migration. Zu diesem Zweck kombiniert der Verein wissenschaftliche Forschung, bürgerschaftliches Engagement, kritische Öffentlichkeitsarbeit und konkrete Unterstützung für Flüchtlinge und MigrantInnen.“ Dazu will der Verein „einen Beitrag zur Veränderung der Realität an den Grenzen“ leisten. Es handelt sich bei Kasparek und seine Mitstreiter also um lupenreine Sozialingenieure in Vollzeit, die sich den Anschein von Seriosität geben, indem sie „wissenschaftliche Forschung“ betreiben wollen.

Was mit dieser Forschung gemeint ist, lässt sich in einem bereits 2011 bei Telepolis erschienenen Interview mit Kasparek nachlesen. Dort heißt es in der Einleitung, dass Bordermonitoring „ein Netzwerk von kritischen Wissenschaftlern und Aktivisten“ ist, das „auf Fakten und Forschung statt auf Stammtischparolen“ setzt. Da sich Wissenschaft und Aktivismus in etwa so verhalten wie Alkoholismus und Schnaps brennen, lautet die angemessene Schlussfolgerung, dass sich der Verein zum Ziel gesetzt hat Stammtischparolen zu ersetzen mit Stuhlkreisparolen. Das Interview mit Telepolis zeigt dann auch, bei Kasparek handelt es sich um einen linksindoktrinierten Aktivisten, der nicht im Sinn hat, Grenzen und Migration neutral zu beobachten und zu bewerten, sondern er erachtet selbiges als Subjekt, mit dem man die Nationalstaaten erodieren kann.

Noch davor im selben Jahr gab er den Jungen Grünen ein Interview zum Thema, dessen Tenor ebenfalls darin bestand, dass es sich bei Grenzen um einen Anachronismus handelt, den man sowieso nicht mehr erhalten kann und man am besten vollendete Tatsachen schafft. Die Jungen Grünen wiederum haben ein bekanntes Extremismusproblem in ihren Reihen, an dem nicht einmal die Mainstream Presse vorbeikam. Man war also unter sich bei dem Interview.

Das alles war noch lange vor Angela Merkels fataler Entscheidung, das Asyl-, Einreise- und Grenzrecht außer Kraft zu setzen und die halbe Welt nach Deutschland einzuladen. Damals waren Kasparek und seine Kumpane noch nicht so wichtig, um zum Großen Sprung nach vorne zur Abschaffung Deutschlands und Europas beizutragen. Vielmehr hat Kasparek mit seinem Verein dank der freundlichen Unterstützung von Spendern über mehrere Jahre die Grundlagen gelegt, um die Grenzen später optimal perforieren zu können. Das Asylrecht wurde eingehend studiert, mögliche Routen wurden ausgeheckt – selbstverständlich alles hochtheoretisch die Realität beschreibend – und die Grenzregimes der europäischen Länder, ihre Überlappungen und Bruchstellen bis ins Detail analysiert. Nachlesen lässt sich das alles auf der Vereinsseite von Bordermonitoring in den Berichten, die von den aus ganz Europa stammenden Vereinsmitgliedern erstellt wurden. Offiziell war das alles nur zur Dokumentation, schaut man sich aber die oben verlinkte Seite W2EU an (zu lesen als „Way to Europe“), dann sieht man, dass mindestens als Nebenprodukt der Forschungsarbeit umfassende Informationen dafür abgefallen sind, wie man das System am besten überlistet und dauerhaft überlastet. Das ist in etwa so, als würde ein Pädophiler im Polizeidienst versuchen, in die Abteilung für Kinderpornos versetzt zu werden.

Kaspareks Expertise und Netzwerkerei blieb auch bei Dritten nicht unbeachtet. Die Bildungsgewerkschaft Hessen etwa lud ihn im vergangenen Jahr zu einem Vortrag ein, wo er seine Vorstellungen deutlich machen durfte. Er eröffnet seine Rede mit einem Verweis auf das damals gerade aktuelle Interview von Frauke Petry mit dem Mannheimer Morgen, als die Fragensteller versuchten, Petry auf einen „Schießbefehl“ festzunageln. Eine wirklich tolle Vorlage für einen Grenzexperten mit guter Gesinnung. Zu dem Zeitpunkt – der erste Höhepunkt des erfolgreichen Ansturms auf Europa war gerade zu Ende – war er in den wissenden Kreisen wohl schon eine Berühmtheit und vermutlich irre stolz auf seinen Beitrag dazu.

Tatsache ist, dass sich der Diplommathematiker Kasparek hocharbeiten konnte vom randständigen Linksextremisten, der systematisch erforscht hat, wie man am besten Landesgrenzen beseitigt, zum offenbar respektierten Experten zum Thema, der von Oxfam und damit mindestens indirekt auch von der EU konsultiert wird (nicht zu sprechen von linken Parteien und Institutionen). Leider sind die E-Mails von George Soros Open Society Stiftung nicht mehr erreichbar. Es wäre eine Überraschung, wenn sein Name dort nicht fiele.

Kasparek ist eindeutig eine jener Akteure, die es in den vergangenen Jahren geschafft haben, im Schatten der öffentlichen Aufmerksamkeit unter Vorgabe der „wissenschaftlichen Forschung“ das institutionelle System unseres Landes termitengleich auszuhöhlen und Personen wie ihn sollte der Staat eigentlich nicht fördern, konsultieren und beschäftigen, sondern im Gegenteil dafür sorgen, dass sie keinen Schaden anrichten.

Angesichts der politischen Lage in Deutschland und Europa kann man davon ausgehen, dass sich der Linksextremist Bernd Kasparek in den letzten drei Jahren nach den diversen politischen Entscheidungen der (sic!) CDU Kanzlerin Angela Merkel mehr als nur einmal einen runtergeholt hat. Wer an einem Gespräch mit ihm interessiert ist, um über den Sinn und Unsinn seiner Tätigkeit zu diskutieren, oder erklärt haben möchte was an seinem Verein eigentlich gemeinnützig ist, der erreicht ihn unter der E-Mailadresse bk@bordermonitoring.eu. Telefonisch ist es die +49 (0)89 1710 2825 und wer in München wohnt, der sucht nach der Friedensstraße 10 im Postleitzahlenbereich 81671. Bitte immer schön freundlich bleiben.

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