Politikerin kommt mit Burka ins Parlament

Pauline Hanson (Bild: One World)
Pauline Hanson (Bild: One World)

Australien – Im australischen Parlament zeigte die Parteichefin der rechtskonservativen Partei „One Nation“, wie die Zukunft Australiens aussehen könnte. Pauline Hanson trug eine Burka und nahm in dieser Kluft ihren Platz im Senat ein. „Ich würde sehr, sehr vorsichtig damit sein, die religiösen Gefühle von anderen Australiern zu beleidigen“, so die Reaktion von Australiens Justizminister George Brandis. 

Australien hat – wie jedes westliche Land –  mit all jenen Problemen zu kämpfen, die überall dort auftreten, wenn Muslimen in nennenswerter Zahl die Zuwanderung gestattet wird. Pauline Hanson, Parteichefin der rechtskonservativen islamkritischen Partei „One Nation“, die mit vier Sitzen mim australischen Parlament vertreten ist, griff am Donnerstag zu einem eindrucksvollen Mittel, um der Forderung ihrer Partei nach einem islamischen Vollverschleierungsverbot und dem Stopp muslimischer Zuwanderung Ausdruck zu verleihen.

Hanson nahm, mit einer schwarzen Burka bekleidet, ihren Platz im australischen Senat ein und habe „mit ihrer provozierenden Kleiderwahl für Empörung“ gesorgt, so die Basler Zeitung. Im Mitschnitt am Ende des Artikels ist Hanson zu sehen, wie sie, nachdem sie zur Ordnung gerufen wurden, den Schleier abnimmt, um eine Frage an die Regierung zu stellen. Danach verließ sie den Senat unverschleiert, mit der Burka in der Hand.

„Ich würde sehr, sehr vorsichtig damit sein, die religiösen Gefühle von anderen Australiern zu beleidigen“

Australiens konservativer Justizminister George Brandis warf der 63-jährigen Politikerin nach ihrer Frage vor, Zwietracht zu säen. „Ich würde sehr, sehr vorsichtig damit sein, die religiösen Gefühle von anderen Australiern zu beleidigen“, so die islamdevote Haltung. Zugleich versicherte er, dass Australien die Burka nicht verbieten werde. Bradis fügte hinzu: „Unsere besten Verbündeten, unsere unentbehrlichen Verbündeten im Kampf gegen den islamistischen Extremismus, gegen den islamistischen Terrorismus, ist die muslimische Gemeinschaft“. Die meisten Opfer dieser Terroristen seien Muslime. Deshalb müsse klar sein: „Sie sind unsere besten Verbündeten in jeder Hinsicht“.

Von den Oppositions-Politikern der Grünen und der Labour-Partei erhielt Brandis stürmischen Applaus für seine Ermahnung. Hanson hielt dagegen: „Die Notwendigkeit, die Burka in der Öffentlichkeit zu verbieten, ist ein wichtiges Thema für das moderne Australien“.Von den Oppositions-Politikern der Grünen und der Labour-Partei erhielt Brandis stürmischen Applaus für seine Ermahnung. Hanson hielt dagegen: „Die Notwendigkeit, die Burka in der Öffentlichkeit zu verbieten, ist ein wichtiges Thema für das moderne Australien“. Hanson hielt dagegen: „Die Notwendigkeit, die Burka in der Öffentlichkeit zu verbieten, ist ein wichtiges Thema für das moderne Australien“.

Burakverbot ist ein wichtiges Thema für das moderne Australien

Ein muslimischer Senator der sozialistischen Labor-Partei bezeichnete Hanson als „Schande“ für das Parlament. Senatspräsident Stephen Parry gab an, Hansons Identität sei bestätigt worden, bevor sie in die Parlamentskammer gekommen sei. Er sei nicht dazu da, den Kleidungsstandard für den Senat vorzugeben. (BS)

 

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