Platz der Opfer des Salonbolschewismus

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Dunkel ist´s in Nürnberg (Foto: Pixabay)

In Nürnberg gibt es unweit der Meistersingerhalle den Platz-der-Opfer-des-Nationalsozialismus, im Volksmund Hitlerplatz. Franken mögen es gern kurz und bündig.

von Max Erdinger

Was fehlt, ist ein Pendant. Wegen der Ausgewogenheit. Es dürfte ruhig ein wenig kleiner ausfallen als der Hitlerplatz. Aber so harmlos, daß es gar keinen Platz-der-Opfer-des-Salonbolschewismus gibt, ist der herrschende Salonbolschewismus auch wieder nicht. Ich schlage eine Gedenksäule vor mit einem vergoldeten Donald Trump als Statue obendrauf. Im Halbkreis außen herum könnten Gedenksteine aufgestellt werden mit den Büsten von Viktor Orban, Wladimir Putin, Vaclav Klaus und etlichen anderen Opfern des hysterischen Zeitgeistes. Bisschen Kieswege drum herum, Rasen, Blumen und Sträucher – und fertig wäre der Lack.

Obwohl Trump von einer Mehrheit gewählt worden ist und Orban einen Segen für Ungarn darstellt, sind im deutschen Fernsehen noch nie begeisterte Befürworter der Beiden interviewt worden. Daran können wir schon erkennen, wie grässlich kleinkariert der hysterische Zeitgeist ist. Und daß es bei so viel spießiger, selbstgerechter Kleinkariertheit naturgemäß immer Opfer geben muß, erkennen wir auch. Vielleicht könnte man den Ort des Gedenkens auch Platz-der-Opfer-des-Kulturmarxismus nennen. Für Kultur haben die Salonbolschewisten durchaus etwas übrig. Kulturwerkstatt, Kulturfabrik, Workshop, Kunstkollektiv … – wenn man von Kulturmarxismus anstatt von Salonbolschewismus reden würde, vielleicht … das ist halt die Frage: Löst „Salon“ oder „Kultur“ die größere Gedenklichkeitsbereitschaft aus? Womit käme die linke Pseudointellektelite besser zurecht? Man möchte ja niemanden absichtsvoll verprellen, gell? Wegen des gesellschaftlichen Friedens und so. Das ist schon wichtig.

Obwohl: Kieswege können wir vergessen. Da muß geplättelt werden, damit man auf die Platten noch die Namen der minderen Zensierten eingravieren kann, die vom salonbolschewistischen Kulturmarxismusbetrieb via Zuckerberg mundtot gemacht werden. Nicht auszudenken, der Mann würde Rattenfanger mit Nachnamen heißen. Jürgen Fritz, Imad Karim, Michael Mannheimer, Akif Pirincci, Thorsten Schulte, Rolf Peter Sieferle, Thilo Sarrazin und vieler anderer mehr könnte auf den Gehwegplatten pietätvoll gedacht werden. Man kann die Wege ja auch ein bißchen breiter machen und dafür den Rasen ein wenig kleiner.

Obwohl: Wenn man sich vergegenwärtigt, wie es am Plärrer aussieht und in Langwasser, der Südstadt und anderswo mit allen diesen freundlichen Menschen aus ihren fremden Kulturen – und wenn man dabei bedenkt, daß es allein in Deutschland während der letzten fünfzig Jahre 10 Millionen kulturmarxistisch-liberaler Abtreibungen gegeben hat, die meisten davon bei deutschen Schwangeren, dann könnte man vielleicht auf einen Platz-der-Opfer-des-Kulturmarxismus verzichten und stattdessen die ganze Stadt umbenennen. Wäre vielleicht einfacher: Nürnberg – Stadt des Völkermords. Ich glaube, das wär´s: Nürnberg – Stadt des Völkermords. Die Kulturmarxisten könnten sich auf Reichsparteitage, Rassegesetze und noch viel mehr herausreden und die anderen wüssten trotzdem, wer wirklich gemeint ist. Das scheint mir konsensfähig zu sein. Konsens ist auch wichtig. Wichtiger als der Kompromiss jedenfalls.

Mit „Nürnberg – Stadt des Völkermords“ könnten die Salonbolschewiken durchaus einverstanden sein. Ich werde anregen, es einmal im Stadtrat anzusprechen. Einer der beiden Vorschläge wird schon angenommen werden. Im Grunde aber muß ich sagen: Es ist schon schön, daß Leute wie ich gleichberechtigt Vorschläge im Sinne einer gerechten Teilhabe am gesellschaftlichen Diskurs machen dürfen und daß die Salonbolschewisten so gierig darauf sind, zu erfahren, was ich gesagt habe. Damit sie mich via Zuckerberg sperren und mundtot machen können. Was wiederum die Chancen auf Annahme meines Vorschlags erhöhen dürfte. Oder meinen Sie, ich sähe das etwas zu blauäugig und es gäbe gar keine Demokratie mehr?

 

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