Flüchtlinge machten mehrfach Urlaub in Heimatländern

(Symbolbild: JouWatch)
Immigranten (Symbolbild: JouWatch)

Baden-Württemberg – Mehrfach reisten Flüchtlinge in ihre Heimatländer gereist, darunter auch Menschen aus dem Irak und Syrien. Trotzdem durften sie ihren Schutzstatus behalten. Zudem müsse man von einer „gewissen Dunkelziffer“ ausgehen.

Mehrere Flüchtlinge sind einem Bericht zufolge aus dem Südwesten zeitweise wieder in ihre Herkunftsländer gereist. Die Ausländerbehörden in Baden-Württemberg hätten 100 Flüchtlinge erfasst, die seit 2014 zum Teil mehrfach in ihre Heimatstaaten gereist seien und nach der Rückkehr ihren Schutzstatus als Asylbewerber behalten hätten, berichteten „Heilbronner Stimme“ und „Mannheimer Morgen“ (Donnerstag) unter Berufung auf eine Erhebung des Innenministeriums.

In der Stellungnahme auf einen Antrag der AfD-Landtagsfraktion schrieb Ministerialdirektor Julian Würtenberger demnach: „Wenn anerkannte Schutzberechtigte trotz einer Verfolgung oder Bedrohung zu Urlaubszwecken wieder in ihr Heimatland reisen, stellt sich zu Recht die Frage nach der Schutzbedürftigkeit dieser Ausländer.“ Zielländer waren nach Angaben eines Sprechers etwa Syrien und der Irak. Man müsse von einer „gewissen Dunkelziffer“ ausgehen. (dpa)

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