Die Macht und die Erbärmlichkeit

Herzlichen Glückwunsch, werte Frau Springer (Foto: Von Michael Thaidigsmann - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35663121
Merkel-Freundin Friede Springer (Foto: Von Michael Thaidigsmann - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35663121

FRIEDE SPRINGER WURDE 75

„Das Begräbnis war ein voller Erfolg – dreimal mußten sie den Sarg wieder hochziehen, so groß war der Applaus!“ Man kennt diesen albernen Witz aus der Kneipe von einst. Sei’s drum: Der „75.“ von Friede Springer war wirklich eine schöne Feier…

Von PETER BARTELS, P.I. 

Alle waren da: Echter und adoptierter Adel, Minister mit und ohne Portepee. Sogar die Kanzlerin in Rot. Die Macht und die Erbärmlichkeit eben … Klar, man ist immer Abu Wirrwarr oder komatöser Kläffer, der den Mond anbellt, wenn man der ehrenwerten Gesellschaft in die goldene Wade beißt. Aber was BILD da auf der letzten Seite komplett in Colori zelebrierte, war nun mal der Almanach des Neuen Deutschlands:

FRIEDE – majestätisch lächelnd an die schmale, aber beherzte Brust ihres 1. Flötenspielers gezogen. FRIEDE – mildessa lächelnd Arm in Arm mit Mutter Beimer. FRIEDE – vor Lachen juchzend an der Seite von Dr.lach. Eckart v. Hirschhausen. FRIEDE – mit Chefredakteur „Macchiato“ Pochardt und seinem WELT-Birthday-Titel. FRIEDE – zwischen BILD-Chef Rote Socke Julian Reichelt und First Frau Tanit Koch. FRIEDE – mit Deutschlands Ex-First Pfäfflein Gauck. FRIEDE hier – FRIEDE da. Und Angela sang LaLaLa.

Das CDU-Moslem-Muttchen mit dem roten Jäckchen drückte der Springer-Fürstin in der WELT danach nicht nur die schmalen Hände, sondern mit ihrem aggressiven „Wir-schaffen-das“-Lächeln sogar in die verlegene Rückenlage. Während Fürstin Gloria von Schnacksel nur ein Selfie-Lächeln bekam. Ansonsten, wie weiter vorn gewinselt:

Die fast komplette Entourage der Berliner Schranzen-Republik:

Minister de Misere, der sich an Friedes Güte während seiner Zeit beim Herrn von Weizsäcker erinnerte. Der Herr Finanzminister Schäufele, der auf Sitzhöhe mit Springer-Aufsichtsrat Giuseppe Vita strahlte, als würden Merkels „Gäste“ nicht 22 Milliarden im Jahr kosten, sondern durch Rapefugees endlich künftige Rentenzahler zeugen. Der Ministerpräsident Seehofer, der seit Frühjahr als CSU-Drehhofer den bayerischen Löwen-Teppichvorleger für Chefin Angela gibt. Die ewig schöne Isa Gräfin von Hardenberg, neben dem ebenso ewigen fünffachen OSCAR-Oheim Arthur Cohn. Der noch ewigere Sylter Krebs-Knacker Manfred Baumann neben seiner Katharina (mit kessem Strohhütchen)…

Natürlich Berlins schwuler Party- und Flughafen-Bürgermeister Wowi … Tagesschausprecher Wilhelm Wieben … Der junge Herr Mronz, Witwer des allzu früh dahingegangenen FDP-Außenminister/In Guido … Sogar die frühere Frauenrechtlerin und SPRINGER-Feindin Alice Schwarzer schmetterte die Börsyday-Hymne (Peace, Friede!) aus voller Kehle mit … GRÜN war natürlich auch da, etwas DDR-verwaschen, aber strahlend: Marianne Birthler. Und – natürlich – die angeheiratete Thyssen- Dynastie, die schon lange Renate und Ernst Henne heißt. Nebst der gleichaltrig wirkenden Tochter Gabriele, die mal Begum war; „Gott“ Aga Khan hat sich vor drei Jahren doch einfach scheiden lassen …

Ansonsten:

Gruner&Jahr-Blondie Julia Jäkel, Ex-STERN-Drittel-Chef Michael Jürgs, Herzchirurg Roland Hetzer neben tu felix Austria Dagmar Koller, die noch tanzte und sang, als sie irgendwie älter als heute wirkte. Uuund Brüll-Talker Michel Friedman. Ja, deeer! Koks und Kanaillen? Ähhh…

Sogar echter Adel war da – Friedrich Prinz von Preußen. Eigentlich Kaiser von Deutschland. Mindestens König von Preußen. Wenn Oppa Wilhelm Zwo, („mit’m Bart, mit’m Bart, mit’m langen Bart“) vor 100 Jahren nicht mit dem Pack rumgezickt hätte … Ob Merkel das im DDR-Geschichtsunterricht hatte??

Jedenfalls vom Presse-Adel war auch einer da: Nikolaus Springer, Enkel von Großvater Axel (Papa hatte sich leider eines Morgens in Hamburg auf einer Parkbank in Hamburg erschossen). Nicht zu sehen dagegen war Axel Sven, der andere Enkel. Leider Journalist, nicht, wie einst Stief-Omma Kindermädchen. Dieser Schnösel, wie Oppa Axel aus der Gen-Helix geschnitten, hatte vor neun Jahren den Justiz-Kampf um sein Erbe an Stief-Omma Friede verloren. Wohingegen Nikolaus immer artig war. Darum durfte er auch dabei sein, als die Schranzen-Drohnen jetzt mit Bienenkönigin Angela Presse-Zarin Friede die Aufwartung machten. Schließlich ist in wenigen Wochen Wahltag. Und damit’s kein Zahltag für alle wird, muß man halt schon mal am Vormittag Champagner nippen. Die livrierten Kellner im Springer-Club sind sehr nett. Und verschwiegen…

Epilog

Als Axel Springer 70 wurde (er schaffte nur 73, leider), ging die Auflage der BILD-Zeitung mit über 5 Millionen rauf zu den Sternen und 6 Millionen; Auflagen-König „Jünne“ Prinz kam in den Vorstand. Obwohl er nicht Flöte studiert hatte, wie sein Nach-Nachfolger Mathias Döpfner…

Zum 75. von Witwe Friede taumelt BILD mit 1,4 Millionen runter zum Orkus und 1 Million; Totengräber „Kaischi“ Diekmann wurde endlich gefeuert. Obwohl er schon 15 Jahre Murks gemacht hatte. Seinen und Merkels Moslem-Murks tricksen jetzt seine Nachfolger weiter…

Irgendjemand hat den Kaischi trotzdem zur Feier der Zeitungs-Zarin eingeladen. Er stand sogar neben dem sparsam lächelnden Botschafter Israels, Yacov Hadas-Handelsman. „Kaischis“ Katja, die Zahnärztin mit dem tiefen, aber verschnürten Dekolleté, durfte sogar neben der Kanzlerin singen: „…Ge-he-sund-heit und Fro-ho-sin sei a-ha-uch mit da-beeei“.

„Die Kraft und Herrlichkeit“, wie John Steinbeck so fatalistisch über den Suff-Priester und seinen Offizier schrieb, der k e i n Gentleman war? Oder die „Macht und die Herrlichkeit“ wie es Malachi Martin später über die Mamor-Mieter im Vatikan fabulierte, die a l l e Scheinheilige sind? Die Macht und die Erbärmlichkeit trifft‘s wohl eher … Axel, gönn Dir zur Wehmut des Tages mit Rudi einen Schampus. Oder was immer der liebe Gott Euch erlaubt. Seinem SPIEGEL geht’s genauso beschissen wie Deiner BILD. Im Untergang vereint – wer von Euch beiden hätte das einst gedacht?

Wandere aus, solange es noch geht!
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